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Boxen: Abraham feiert späten K.o -Sieg gegen Taylor

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Supermittelgewicht - World Boxing Classic  

Abraham feiert späten K.o.-Sieg gegen Taylor

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de

Arthur Abraham (rechts) trifft Jermain Taylor mit einer Rechten. (Foto: imago)Arthur Abraham (rechts) trifft Jermain Taylor mit einer Rechten. (Foto: imago) 14.000 restlos begeisterte Besucher feierten in Berlin zum Auftakt des Super-Six-Turniers der weltbesten Supermittelgewichtler den beeindruckenden Heimsieg des Arthur Abraham. Der gebürtige Armenier blieb in seiner Wahlheimat auch in seinem 31. Kampf als Profi unbesiegt. Mit einer schweren Rechten fällte der 29-Jährige "King" seinen US-amerikanischen Widersacher Jermain Taylor 14 Sekunden vor Ende der zwölften und letzten Runde.

Taylor, der vor vier Jahren noch vier Weltmeistergürtel im Mittelgewicht innehatte, kassierte seine zweite späte K-o.-Niederlage in Folge. Es war für den 31-Jährigen die insgesamt vierte Schlappe im 33. Gefecht. Abraham, der erstmals im Supermittelgewicht antrat, bekam zum Auftakt des Super-Six-Turniers drei Punkte auf seinem Konto gutgeschrieben. Die Veranstaltung endet nach Vorrunde, Halbfinals und Finale im Frühjahr 2011. Zu vergeben sind die WM-Gürtel der WBA und des WBC.

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Konkurrent Kessler sieht erwartet schlagstarken Abraham

Abraham gehört für die Experten neben dem Dänen Mikkel Kessler zu den Favoriten. Kessler verfolgte die Darbietung Abrahams live am Ring. Der 30-Jährige sah seine Erwatungen erfüllt: "Ich wusste, dass Arthur ein starker Fighter ist. Es war ein toller Kampf, er ist toll in Form", sagte er in der ARD. Taylor aber habe den Fehler gemacht, Abraham nicht auf Distanz zu halten. Diese Einladung nahm der spätere Sieger erst ab der fünften Runde an. Bis dahin hatte sich der gewohnt angriffslustig gestartete Taylor auf den Zetteln der Punktrichter einen Vorsprung herausgearbeitet. Abraham verharrte zumeist in der Doppeldeckung, auf die Taylor sehr viel schlug. Das führte auch dazu, dass Abraham zwar in der Schlag-, nicht aber der Trefferstatistik zunächst zurückfiel.

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Der Analyse des Gegners folgt der kontrollierte Schlaghagel

"Ich bin ein Spätstarter. Ich brauchte drei Runden, um warm zu werden, hatte aber alles im Griff." Er habe - wie immer - seinen Gegner analysiert, um dann zuzuschlagen, als der müde wurde. "Er hat mich kalt erwischt", bilanzierte Taylor, für den sechs Sekunden vor Kampfende das offizielle Ende kam. Schwer getroffen lag er noch längst am Ringboden, als Abraham bereits die Gratulationen abnahm und seinen beeindruckenden Erfolg mit den Anwesenden innerhalb und außerhalb des Ring-Gevierts feierte.

Taylor kassiert einen Punktabzug

"Ich habe so ein Publikum hinter mir, wie kann ich verlieren?", fragte der Triumphator rhetorisch. Die Fans halfen ihm auch über so manche unsaubere Aktion Taylors hinweg. Bereits in der zweiten Runde landete der Gast einen Tiefschlag. Und erneut in der sechsten, diesmal sogar doppelt. Der mexikanische Ringrichter José Guadalupe Garcia ahndete das Foul mit einem Punktabzug. Fortan diktierte Abraham das Geschehen im Ring - trotz zerrissener und schlecht sitzender Hose. Ab der siebten Runde klaffte im Schritt des früheren Radsportlers ein Loch. Vor der elften Runde banden ihm seine Betreuer das ausgeleierte Gummiband im Rücken zusammen. Ansonsten drohte Abraham die Hose verloren zu gehen.

Taylor übersteht neunte Runde gerade so

Nicht aber der Kampf. Denn ab der siebten Runde beschäftigte die Ecke Taylors das immer deutlicher anschwellende Jochbein ihres Schützlings unter dem rechten Auge: Folge der permanenten, schlagstarken Bearbeitung durch Abrahams Rechte. In der neunten Runde drohte Taylor erstmals und überdeutlich das vorzeitige Ende. Er wankte durch den Ring, seine Beine fanden nur langsam wieder festen Stand.

Abraham: "Der K.o. kommt von alleine"

Auch in der elften Runde geriet Taylor 1:11 Minuten vor dem Gong wieder in die Ecke und in Not. In der zwölften dann gab es kein Entrinnen mehr, wenngleich der K.o. doch überraschend eintrat. Abraham hatte im Gefühl der wachsenden Überlegenheit inzwischen auch die eine oder andere "Pause" eingelegt und Taylors Schlagversuche ausgependelt, statt in die Doppeldeckung zu gehen. "Ich sage immer: Der K.o. kommt von alleine. Wenn man ihn will, klappt er nicht", meinte Abraham. Er habe "das Glück, dass der Gegner zu Boden geht, wenn ich treffe."

Freude bei der Prominenz

So sah es auch Box-Legende und TV-Experte Henry Maske: "Wenn Arthur sich zu Aktionen wappnet, dann weiß man, dass jeder Treffer zum K.o. führen kann." Abrahams Trainer Ulli Wegner freute sich ebenfalls: "Der K.-o.-Sieg ist immer das Höchste im Boxen. Er war locker, weil er wusste, dass er führt. Dann kam aus der Distanz locker der rechte Kopfhaken." Zudem lobte Wegner, wie "taktisch hervorragend" Abraham agiert habe.

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