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Boxen: Erdei ist erstmals Champion im Cruisergewicht

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Boxen - Cruisergewicht  

Erdei gewinnt Cruisergewichts-WM

17.02.2010, 14:50 Uhr | sid, dpa

Zsolt Erdei (re.) besiegt Giacobbe Fragomeni. (Foto: dpa)Zsolt Erdei (re.) besiegt Giacobbe Fragomeni. (Foto: dpa) Zsolt Erdei ist erstmals Weltmeister im Cruisergewicht. Der für den Hamburger Universum-Stall kämpfende Ungar besiegte in Kiel den italienischen WBC-Titelverteidiger Giacobbe Fragomeni nach Punkten.

Erdei war zuvor sechs Jahre WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht und hatte diesen Titel wegen des Wechsels ins nächst höhere Limit niedergelegt.

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In 31-Profikämpfen unbesiegt

Der Schützling von Fritz Sdunek und Artur Grigorian ist nunmehr in 31 Profi-Kämpfen unbesiegt. Fragomeni musste im 29. Kampf seine zweite Niederlage hinnehmen. Zuvor hatte ihn nur der jetzige Schwergewichtsweltmeister David Haye aus Großbritannien bezwungen.

Knappen Vorsprung gerettet

In einem mitreißenden Gefecht gegen den knapp acht Kilogramm schwereren Italiener hatte Erdei überraschend offensiv begonnen und den Weltmeister damit beeindruckt. Doch mit zunehmender Dauer kam der physisch stärkere Champion immer besser zum Zug. "Er hat gepresst und gepresst, und ich war aus der Puste", sagte Erdei. Der Ungar mobilisierte seine letzten Kräfte und rettete den knappen Vorsprung ins Ziel. Die Punktrichter werteten den Kampf 115:113, 115:113, 114:114.

Vitali Tajbert gewinnt Interims-Titel

Erster deutscher Weltmeister im Superfedergewicht wurde Vitali Tajbert. Der 27-Jährige setzte sich gegen den Mexikaner Humberto Mauro Gutierrez im Duell um den Interims-Titel des WBC nach Punkten (116:112, 116:112, 116:113) durch. Ein Jahr zuvor hatte er seine einzige Niederlage im Kampf um den EM-Gürtel hinnehmen müssen. Regulärer Weltmeister ist der Mexikaner Humberto Soto, der allerdings ins Leichtgewicht wechseln will und damit den WM-Gürtel niederlegen muss.

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Dimitri Sartison neuer WBA-Weltmeister

Neuer Champion im Supermittelgewicht ist der Hamburger Dimitri Sartison. Im Kampf um den vakanten Titel nach WBA-Version bezwang der gebürtige Kasache den Kroaten Stjepan Bozic durch technischen K.o in der sechsten Runde. Für den 29-Jährigen ist es der größte Erfolg seiner Karriere. Von 27 Profi-Kämpfen hat er nur einen verloren. Sartison, der für das Universum-Tochterunternehmen Spotlight kämpft, ist als Weltmeister Nachfolger des Dänen Mikkel Kessler, der von der WBA zum sogenannten Super-Champion ernannt worden war.

Ward entthront favorisierten Kessler

Diesen Titel verlor Kessler nun überraschend an den Amerikaner Andre Ward. Der 25 Jahre alte Boxprofi aus den USA gewann in seiner Heimatstadt Oakland nach zehn Runden mit 3:0 Richterstimmen. Der Kampf musste in der elften Runde wegen Verletzungen des Dänen nach als unabsichtlich gewerteten Kopfstößen abgebrochen werden. Der Fight war der dritte Kampf im Super-Six-Turnier der sechs weltbesten Super-Mittelgewichtler, in dem der zuvor nur einmal bezwungene Däne als Favorit gehandelt worden war.

Arthur Abraham führt im Super-Six-Turnier

Kessler fand jedoch nie ein Mittel, den ungemein flinken und wendigen Ward zu stellen und kassierte verdient seine zweite Niederlage in seinem 44. Kampf. Ward blieb auch nach seinem 21. Kampf ungeschlagen. Ward hat im Super-Six-Turnier nun ebenso wie der Brite Carl Froch zwei Punkte. Arthur Abraham führt nach seinem K. o.-Sieg gegen Jermain Taylor vom 17. Oktober mit drei Zählern.

Unfaire Kopfstöße gegen Kessler

Abrahams nächster Gegner am 23. Januar ist der Amerikaner Andre Direll, Kessler muss gegen Taylor antreten und Froch trifft auf Ward. Für Kessler blieb allerdings ein fader Nachgeschmack wegen der Kopfstöße. Ward hätte eigentlich bei seiner Attacke in der zehnten Runde verwarnt werden müssen, als er mit dem Kopf voran auf den "Viking Warrior" zustürmte und ihm einen tiefen Cut über dem rechten Auge zufügte. Bereits nach der achten Runde hatte er einen Cut über dem linken Auge. Nach 1:42 Minuten der elften Runde wurde Kessler vom Ringarzt aus dem Kampf genommen. "Ich bin der am meisten unterschätzte Kämpfer in der Gewichtsklasse", sagte Ward nach seinem Triumph, "ich denke, einige Kämpfer werden jetzt Angst vor mir haben."

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