Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Boxen >

Wladimir Klitschko: "Vielleicht war ich zu vorsichtig"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Boxen  

Klitschko: "Vielleicht war ich zu vorsichtig"

24.03.2010, 10:22 Uhr | t-online, t-online.de

Wladimir Klitschko: "Vielleicht war ich zu vorsichtig" . K.o.-Schlag Sekunden vor Schluss: Am Ende war die Welt für Wladimir Klitschko doch noch in Ordnung. (Foto: Reuters)

K.o.-Schlag Sekunden vor Schluss: Am Ende war die Welt für Wladimir Klitschko doch noch in Ordnung. (Foto: Reuters)

Aus Düsseldorf berichtet Jens Bistritschan

Als eigentlich schon niemand mehr damit gerechnet hatte, holte Wladimir Klitschko dann doch noch den Hammer raus. Mit einem krachenden linken Haken an die Schläfe von Eddie Chambers schickte er den Herausforderer auf die Bretter, Ringrichter Genaro Rodriguez machte überhaupt keine Anstalten, den US-Amerikaner anzuzählen. Offiziell fünf Sekunden vor dem Schlussgong der 12. und letzten Runde war so der Kampf um die WM-Gürtel im Schwergewichtsboxen nach Version der Verbände IBF, WBO und IBO beendet, und der jüngere Klitschko-Bruder ließ sich von den rund 50.000 Zuschauern in der Düsseldorfer ESPRIT arena als Sieger feiern.

Alle Runden für Klitschko

Der Jubel der Fans wäre sicher nicht so laut ausgefallen, hätte Dr. Steelhammer seinen Gegner nicht doch noch k.o. geschlagen. Gewiss, Klitschko hatte die zwölf Runden klar dominiert und jede einzelne für sich entschieden. Aber die Zuschauer wollten das Salz in der Suppe haben – den einen Schlag, der den Kampf vorzeitig beendet. Und der ließ auf sich warten und warten. Aus den anfänglichen Anfeuerungsrufen "Auf die Fresse!" waren deshalb im Laufe des Duells Unmutsbekundungen geworden. Einige Zuschauer pfiffen sogar ab der Mitte des Fights jeweils nach dem Pausengong.

Vorzeitiges Kampfende "extrem wichtig"

Von den Unmutsbekundungen hatte Klitschko nach eigenen Angaben nichts mitbekommen. Doch auch für ihn war das vorzeitige Kampfende "extrem wichtig. Ansonsten hätte ich eine unfassbare Kritik bekommen". Selbstkritisch merkte er an, "dass ich vielleicht ein wenig zu vorsichtig war, weil ich wollte es perfekt machen, dass die Schläge sitzen". Eine Aussage, wie man sie sonst von dem eher risikoscheuen Klitschko nach Kämpfen nicht hört.

Über Schlagwirkung sofort im klaren

In Düsseldorf wollte der Doktor der Sportwissenschaften aber den K.o. Deshalb gab der 33-Jährige in den letzten Runden noch einmal richtig Gas – letztendlich mit Erfolg. Sofort, als er den entscheidenden Treffer landete, "habe ich gewusst, dass er nicht wieder aufsteht", gab Klitschko nach dem Kampf zu Protokoll.

Meister des Einzelschlags

Nach Meinung seines Trainers Emanuel Steward hätte der Kampf vier Runden früher schon beendet sein müssen. Doch sein Schützling zögerte oft zu lange beim Nachsetzen oder wollte sich seinen Gegner optimal stellen. Und so kam es, dass schließlich eine Fähigkeit Klitschkos den Unterschied zwischen K.o. und Punktsieg machte, die laut Steward nur noch ganz wenige Boxer besitzen – den Gegner mit einem Einzelschlag zu besiegen. "Darin ist er der beste Boxer, den ich je trainiert habe", lobte der 65-jährige Coach, der auch schon Legenden wie Thomas Hearns, Evander Holyfield oder Lennox Lewis betreute.

Nur der eigene Bruder könnte stärker sein

Während es für Chambers im 37. Kampf die zweite Niederlage war, schraubte Klitschko seine Erfolgsbilanz auf 54:3 hoch. Dabei verließ er 48 Mal vorzeitig als Sieger den Ring. Etwas frustriert musste Chambers Promoter Dan Goossen nach seinem dritten Anlauf – zuvor war er schon mit Tony Thompson an Wladimir und mit Chris Arreola an Vitali gescheitert – die Überlegenheit der Klitschko-Brüder im Schwergewicht anerkennen. "Das sind wahnsinnig gute Fighter. Sie sind groß, sie sind stark, und sie sind klug." Seiner Meinung nach gibt es nur einen Boxer, der Wladimir besiegen könnte, und nur einen Kämpfer, der Vitali bezwingen könnte – der jeweils andere Bruder. Aber zu diesem Duell wird es ja leider nie kommen, so haben es jedenfalls die Klitschkos ihrer Mutter versprochen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal