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Boxen: Klitschko will gegen Sosnowski große Kunst zeigen

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Boxen - Schwergewicht  

Klitschko: Nicht nur gewinnen, sondern auch schön

29.05.2010, 21:47 Uhr | t-online.de, dpa, t-online.de, dpa

Boxen: Klitschko will gegen Sosnowski große Kunst zeigen. Nach dem offiziellen Wiegen: Schwergewichts-Europameister Albert Sosnowski (li.) will Vitali Klitschko den WM-Gürtel des Verbandes WBC abknöpfen. (Foto: Reuters)

Nach dem offiziellen Wiegen: Schwergewichts-Europameister Albert Sosnowski (li.) will Vitali Klitschko den WM-Gürtel des Verbandes WBC abknöpfen. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Fast genau ein Jahr nach Wladimirs Klitschkos Aufgabesieg über Ruslan Chagaev erlebt die Veltins-Arena "auf Schalke" erneut einen Weltmeister namens Klitschko. Wladimirs fünf Jahre älterer Bruder Vitali sieht sich in seinem zwölften Titelfight Albert Sosnowski gegenüber. Der polnische Europameister kündigte an, den Kampf des Verbandes WBC (World Boxing Council) zu gewinnen, "weil ich an mich glaube". Klitschko konterte: "Von dem Kampf erwarte ich eine richtige Schlacht." Im Notfall könne er sich auch auf seinen Glücksbringer verlassen. Scherzhaft erklärte er: "Ich habe bei jedem Kampf ein Hufeisen im rechten Handschuh. Aber bitte nicht weitersagen."

Der Vergleich mit Sosnowski, zu dem 45.000 Besucher im Stadion des FC Schalke 04 erwartet werden, wäre nicht der erste unvergessliche Abend mit einem Klitschko. Einen solchen verspricht Vitali: "Albert Sosnowski ist von seinem Namen her kein Muhammad Ali, aber er hat mehr Kämpfe als ich bestritten." 45 Mal bei seinen 48 Kämpfen behielt der Pole die Oberhand. Dabei boxte das Multitalent bis zu seinem 20. Lebensjahr gar nicht, sondern focht erfolgreich oder trat als Kapitän seiner Jugendmannschaft gegen den Fußball. "Ich bin durch meinen sieben Jahre älteren Bruder zum Boxen gekommen", informierte der passable Hobby-Pokerer Sosnowski, ihm "viel zu verdanken" zu haben.

Wie Filmheld Rocky Balboa: Klitschko sucht die Abgeschiedenheit

Im Endeffekt auch die historische Chance, sich als erster Pole die WM-Krone im Schwergewicht aufzusetzen. Klitschko weiß: "Er hat nichts zu verlieren, deswegen wird er angreifen und alles geben." Alles zu geben, das gilt und galt für die Klitschkos vor jedem ihrer Kämpfe. Vitali probierte mit 38 Jahren etwas nicht Alltägliches aus, suchte in einem Kilometer Höhe über dem Meer die Einsamkeit einer Berghütte mitten in den Wäldern um den Wilden Kaiser in Tirol. Mit Bart kam der "Rocky Balboa der Ukraine" zurück. Und mit der Erkenntnis: "Dort oben war es ein bisschen kälter, aber es war der richtige Ort, um ab und zu ein wenig alleine zu sein und sich voll konzentrieren zu können."

15 Millionen Euro für fünf Kampfabende

Fast erweckt es den Anschein, als steige 2,02-Meter-Hüne Vitali Klitschko kurzzeitig ab von seinem Gipfel, um sich mit Sosnowski um das Recht auf die Rückkehr dorthin zu prügeln. "Ich bin an der Spitze meiner Karriere angelangt, und die Frage ist in der Tat, wie lange ich dort noch bleibe." Der Ukrainer hat in 41 Fights 39 Mal als Sieger den Ring verlassen - 37 Mal dabei vorzeitig. Und deshalb gibt es noch einmal einen dicken TV-Vertrag. Klitschko-Manager Bernd Bönte bestätigte nach Information der "Bild"-Zeitung: "Es stimmt, der TV-Vertrag ist ausgelaufen." Der neue Deal soll den boxenden Brüdern und Aushängeschildern zusammen etwa 15 Millionen Euro einbringen. Es geht um ein Kampf-Paket von fünf Auftritten: drei Wladimirs, zwei Vitalis.

Haye muss weg

Der Traum der beiden beherrschenden Fighter des Schwergewichts unserer Tage bleibt, gemeinsam alle vier bedeutenden Gürtel ihr eigen zu nennen. Vitali besitzt jenen des WBC, Wladimir die der WBO (World Boxing Organization) und der IBF (International Boxing Federation). Dazu kommt bei ihm noch der eher zweitklassige Gürtel der IBO (International Boxing Organization). Alleine der Engländer David Haye, der bereits am 12. September 2009 in Frankfurt am Main gegen Vitali hätte antreten sollen, stört das einheitliche Familienbild, indem er den WBA-Gürtel daheim hat.

Die große Kunst des Faustkampfes

Vitali Klitschko will gegen den 13 Zentimeter kleineren und genau 10,2 Kilo leichteren Sosnowski beweisen, "dass ich der Stärkste der Welt bin". Er habe in der Vorbereitung nicht nur seine Schwimmzeiten verbessert, sondern vor allem auch seine Beinarbeit und Athletik. Genau darauf baut auch Sosnowski, der weiß, defensiv aufmerksam und beweglich sein zu müssen, um die stärkste Waffe seines Widersachers zu vermeiden: Klitschkos harten Punch. Der aber will nicht mit Gewalt triumphieren, wenngleich durch K.o. Klitschko nannte sein Credo: "Schön gewinnen. Boxen ist keine wilde Schlägerei, sondern große Kunst."

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