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Boxen: Sturm gibt gegen Lorenzo sein Debüt als "freier" Weltmeister

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WBA-WM im Mittelgewicht  

Sturm will nicht zum Lüftchen verkommen

03.09.2010, 16:01 Uhr | dpa, sid, dpa, sid

Boxen: Sturm gibt gegen Lorenzo sein Debüt als "freier" Weltmeister. Die Vorstufe zum so genannten In-Fight proben Felix Sturm und Giovanni Lorenzo bereits beim Wiegen in Köln. (Foto: dpa)

Die Vorstufe zum so genannten In-Fight proben Felix Sturm und Giovanni Lorenzo bereits beim Wiegen in Köln. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Wie hat Felix Sturm seine 14-monatige Kampfpause hinter sich gebracht? Und wie den Verlust von 14 überflüssigen Kilogramm, die sich zwischenzeitlich um die Hüften des WBA-Weltmeisters im Mittelgewicht gelegt hatten? Antworten darauf erwarten alle Fans des Boxens und des selbstbewussten Rheinländers von dessen Begegnung mit dem Dominikaner Giovanni Lorenzo in der Kölner Lanxess-Arena. "Es ist ein schönes Gefühl, wieder in den Ring zu steigen", sagte der 31-jährige Titelverteidiger und preiste sein neues Vermarktungsgefühl: "Jetzt kämpfe ich für mich und meine Familie." Jung-Vater Sturm hatte sich von seinem bisherigen Vermarkter Universum getrennt und vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt.

Mit Ex-Promoter und Ex-Manager Klaus-Peter Kohl stritt Sturm, ob seine Kündigung bei Universum rechtens sei. Sturm zahlte eine Abfindung an Kohl von rund 900.000 Euro und darf jetzt selbst machen, was sonst sein Manager tat: Gegner suchen, mit den Weltverbänden streiten, Veranstaltungen organisieren, Mitarbeiter auszahlen, mit Fernsehsendern feilschen und jene Summen kassieren, die - wie Sturm meint - ihm Kohl vorenthalten habe.

Für den Sieg muss Lorenzo "töten"

Für markige Sprüche brauchte Sturm ohnehin nie einen Manager: "Wer mich besiegen will, muss mich töten", warnte der Lokalmatador seinen Herausforderer via "Sport Bild". "Das wird der wichtigste Kampf meines Lebens. Jeder fragt sich, ob ich es noch drauf habe. Daran werde ich gemessen", weiß Sturm. Widersacher Lorenzo kommt immerhin mit 29 Siegen aus 31 Kämpfen nach Deutschland. Er verlor aber vor genau einem Jahr, am 19. September 2009, nach Punkten gegen IBF-Champion Sebastian Sylvester. Den hatte Sturm bereits ein Jahr zuvor, am 1. November 2008, im vielbeachteten deutschen "Gipfel" nach Punkten in Schach gehalten.

Sdunek steht in Sturms Ringecke

Den "neuen Sturm" hat Altmeister Fritz Sdunek in Form gebracht. Die fehlende Fitness - resultierend aus der Phase nach der Geburt des nun elfmonatigen Sturm-Sprösslings Mahir - stellte Vitali-Klitschko-Coach Sdunek in gewohnter Manier wieder her: im Sturm-eigenen Gym in der Bonner Straße in Köln. Sturm will den Klitschko-Brüdern nacheifern, die sich ebenfalls von Kohl getrennt haben und seit Jahren in die eigene Tasche wirtschaften. "Die Klitschkos machen jetzt die Hälfte von dem, was sie früher bei mir verdient haben", entgegnete Kohl.

Die Rechnung der Klitschkos geht für Kohl nicht auf

Der Chef des einst größten europäischen Box-Stalls, der nach dem Absprung des TV-Partners ZDF ins Ungewisse abgerutscht ist und eine neue finanzielle Basis sucht, erläutert: "Die Klitschkos haben keinen festen amerikanischen Fernsehsender, ich hatte HBO. Sie wollten unbedingt nach Amerika, weil sie da die großen Kämpfe und das große Geld sahen, ich wollte hierbleiben. Wo kämpfen sie heute? In Deutschland. In Amerika will keiner mehr etwas von ihnen wissen."

Auch Nartz warnt Sturm

Im Profi-Boxen, wo es vorrangig ums Geschäft geht, sind die Wege alles andere als geradlinig. Jean-Marcel Nartz, der Sturm noch bestens als Technischer Leiter bei Universum kennt, hat so seine Bedenken. Den Kampf gegen Lorenzo werde der technisch beschlagenere Boxer nach Hause schaukeln, glaubt Nartz, auf längere Sicht gebe es jedoch Fragezeichen. "Ich wünsche Felix Erfolg, bin aber unsicher für seine Zukunft. Er geht große Risiken ein: sportlich wie auch wirtschaftlich. Ich glaube nicht, dass er das verdient, was er bei Universum bekommen hat."

Wichtige TV-Präsenz

Zudem besteht mit dem übertragenden Sender Sat.1 zunächst nur ein Vertrag über diesen einen Kampf. Die weitere Zusammenarbeit hängt vor allem von der Einschaltquote ab. Als Kampfziel sind beachtliche rund acht Millionen Zuschauer im Gespräch. Sie sollen erleben, wie Sturms Kumpel Lukas Podolski den WM-Gürtel in den Ring trägt, begleitet von den Klängen der aus Los Angeles live zugeschalteten Rock-Giganten von Linkin Park.

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