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Boxen: Sturm-Opfer Lorenzo fühlt sich ungerecht beurteilt

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Boxen - WBA-WM im Mittelgewicht  

Sturm: "Er soll einmal in den Spiegel schauen"

06.09.2010, 10:48 Uhr | Aus Köln berichtet Jens Bistritschan, t-online.de

Boxen: Sturm-Opfer Lorenzo fühlt sich ungerecht beurteilt. Ein seltenes Glück für Herausforderer Giovanni Lorenzo (li.) in seinem WM-Kampf gegen Felix Sturm: Ein linker Aufwärtshaken, der den späteren Sieger wenigstens berührt. (Foto: dpa)

Ein seltenes Glück für Herausforderer Giovanni Lorenzo (li.) in seinem WM-Kampf gegen Felix Sturm: Ein linker Aufwärtshaken, der den späteren Sieger wenigstens berührt. (Foto: dpa)

Am Ende der Pressekonferenz sah sich Felix Sturm sogar genötigt, auf Englisch seinen Kontrahenten Giovanni Lorenzo und dessen Team anzusprechen. "Ihr wollt doch nur einen Rückkampf haben", giftete der alte und neue WBA-Weltmeister im Mittelgewicht in der für ihn nicht alltäglichen Sprache. Zu abenteuerlich waren die Behauptungen des Managers seines gerade bezwungenen Herausforderers. "Mein Mann hat öfters geschlagen, hat mehr Treffer erzielt und hat die härteren Treffer erzielt", erklärte Kurt Emhoff.

Auch Lorenzo war zuvor der Meinung gewesen, er habe den Kampf (Die besten Bilder gibt es hier) gewonnen. Die Ringrichter hätten seine Körpertreffer überhaupt nicht in ihre Überlegungen einbezogen. "Er soll sich den Kampf vielleicht noch einmal angucken und einmal in den Spiegel schauen. Es war ein klares Ergebnis. Daran gibt es nichts zu deuteln", riet Sturm seinem deutlich im Gesicht gekennzeichneten Kontrahenten.

Nie gefährdeter Punktsieg

Die drei Ringrichter und die 18.712 Zuschauer in der Kölner LANXESS arena hatten es wie der Champion gesehen. 117:111, 117:111 und 118:111 waren die klaren Urteile der Offiziellen. Sturm hatte Lorenzo sich in den ersten zweieinhalb Runden austoben lassen. Doch die meisten Schläge des Herausforderers landeten in der Doppeldeckung des Weltmeisters. Danach übernahm Sturm das Kommando. Mit seiner linken Führhand landete er immer wieder mit schnellen, präzisen Geraden gute Treffer. Trotz einer kleinen Schlussoffensive Lorenzos war der 34. Sieg im 37. Profikampf nie gefährdet.

Sdunek vermisst noch die Rechte

Beim ersten Ringauftritt nach der 14-monatigen Kampfpause fehlte eigentlich nur der vorzeitige Sieg. "Natürlich hätte ich lieber durch K.o. gewonnen", gab dann auch Sturm zu Protokoll. "Man darf aber nicht vergessen, wie lange ich weg gewesen bin." Er habe es besonders gut machen wollen. "Da macht man auch Fehler." Auch sein neuer Trainer Fritz Sdunek sieht noch Verbesserungspotenzial: "Die Rechte hätte öfters kommen müssen."

Vor Weihnachten noch einmal ein großer Kampfabend

Bis zum nächsten Auftritt von Sturm gibt es also noch jede Menge Arbeit. Und die Zeit drängt. Anfang bis Mitte Dezember will der Weltmeister wieder in den Ring steigen. Es gäbe bereits Gespräche, noch in der kommenden Woche sollen Gegner und Ort feststehen. Der Herausforderer soll kein Fallobst sein. "Wir wollen den Zuschauern etwas bieten", stellt Sturm klar.

Keine Schlacht mit Abraham

Mittelfristig plant der 31-Jährige, der nach seiner Trennung vom Boxstall Universum und seinem langjährigen Promoter Klaus-Peter Kohl in Köln erstmals einen Kampfabend in Eigenregie organisierte, einen Vereinigungskampf gegen einen der Weltmeister der anderen drei großen Boxverbände. "Da gibt es interessante Gegner", erklärte Sturm. Ein Duell mit Arthur Abraham werde es aber eher nicht geben. "Das steht nicht zur Diskussion", sagte Sturm, da dieser ja ins Super-Mittelgewicht hochgegangen und dort im Super-Six-Turnier beschäftigt sei.

Neues Wohnzimmer Köln

Wo er boxen wolle, darüber hat Sturm klare Vorstellungen: in Deutschland. "Ich sehe im Moment keinen Grund, derzeit in den USA zu boxen", erklärte er. Ganz oben auf der Liste seiner Städte steht weiterhin Köln. "Einmal im Jahr möchte ich hier boxen, weil das meine Stadt ist."

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