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Shannon Briggs auf Intensivstation

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Klitschko-Gegner mit Augenfrakturen

20.01.2011, 11:15 Uhr | t-online.de, sid, t-online.de

Shannon Briggs auf Intensivstation. Shannon Briggs (l.) kassiert einen schweren Treffer von Vitali Klitschko. (Foto: Reuters)

Shannon Briggs (l.) kassiert einen schweren Treffer von Vitali Klitschko. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

aus Hamburg berichtet Jens Bistritschan

Der Verlierer erschien gar nicht mehr zur Pressekonferenz. Stattdessen war Shannon Briggs schon auf dem Weg ins Universitätsklinikum Eppendorf, während Vitali Klitschko nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung sich den Fragen der Journalisten stellte. Zu viele harte Schläge des alten und neuen WBC-Weltmeisters hatte Briggs eingesteckt. Doch obwohl kein Treffer von Dr. Eisenfaust den US-Amerikaner zu Boden schicken konnte: Briggs musste hart bezahlen und wurde auf die Intensivstation verlegt.

Er hatte zwar einige Male bedenklich gewankt, fallen wollte er aber nicht. Weder die Ecke von Briggs noch Ringrichter Ian John-Lewis griffen ein und beendeten das ungleiche Duell vorzeitig. "Solange ein Kämpfer sich wehrt, gibst du ihm eine Chance", erklärte John-Lewis nach dem Schlussgong. Das habe Briggs seiner Meinung nach auch über die volle Zeit des Kampfes getan. Video: Die Höhepunkte des Kampfes Vitali Klitschko vs. Shannon Briggs Hinweis: Aufgrund der derzeit großen Nachfrage kann es zu verlängerten Ladezeiten kommen.

Ein vorzeitiges Ende wäre auch nicht im Sinne des Herausforderers gewesen. In der Vorbesprechung hätte das Lager von Briggs eindringlich darum gebeten, den Kampf nur dann abzubrechen, wenn es "gefährlich" für die Gesundheit des US-Amerikaners geworden wäre. Darauf legte Tom Löffler, der Geschäftsführer der Klitschko-Promotion-Agentur K2, nach der Ringschlacht großen Wert. Die Bitte Briggs' ist nicht verwunderlich. Schließlich hatte er sich im November 2006 den Titel des WBO-Weltmeisters gegen Sergej Liakowitsch trotz Rückstands auf den Punktezetteln der Kampfrichter erkämpft – mit einem K.-o.-Sieg in der letzten Sekunde.

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Klitschko verhaut Briggs

Zwölf harte Runden lang vermöbelt Vitali seinen Herausforderer aus den USA. zum Video

Augenfrakturen und "neurologische Auffälligkeiten"

Das Ergebnis dieser Bitte konnten die über 14.000 Zuschauer in der ausverkauften O2 World in Hamburg und die Millionen Fernsehzuschauer sehen: fürchterliche Prügel für Briggs. Ringarzt Stephan Bock diagnostizierte noch in der Kabine beim Herausforderer eine Gehirnerschütterung und "neurologische Auffälligkeiten". So sei Briggs sehr schnell müde geworden. Zudem machte der Arzt Schwindelgefühle beim US-Amerikaner aus.

Im Krankenhaus wurden später Frakturen an beiden Augen festgestellt. Darüber hinaus soll er sich bereits in der ersten Runde einen Sehnen- und Muskelriss im linken Arm zugezogen haben. Um eine Gehirnblutung auszuschließen, soll noch eine Computertomographie durchgeführt werden. Bis auf weiteres wurde der US-Amerikaner auf die Intensivstation verlegt, wo er unter ständiger Beobachtung bleibt, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind.

Hoher Preis für volle zwölf Runden

Gerne hätte Ringarzt Bock den Kampf auf Grund der zahlreichen kassierten Schläge auf Seiten von Briggs vorzeitig beendet gesehen. Doch die Entscheidung darüber kann nur der Ringrichter fällen. John-Lewis konsultierte ihn aber erst gar nicht. "Nach der zehnten Runde hätte ich gesagt: Schluss", erklärte Bock auf der Pressekonferenz. Allerdings hätte der Arzt dem Ringrichter durch das Ziehen einer Roten Karte selbst signalisieren können, dass er für ein Kampfende plädiere. Doch das blieb aus.

So ist nun zu hoffen, dass Briggs keine Langzeitschäden davon getragen hat. Doch eine Antwort auf diese Frage wird sich erst in ein paar Jahren oder gar Jahrzehnten zeigen. Briggs ist zwar nun einer von nur drei Boxern, der von sich behaupten kann, mit dem älteren der beiden Klitschko-Brüder über die volle Distanz gegangen zu sein. Doch wenn dies auf Kosten der Gesundheit ging, wäre der Preis dafür viel zu hoch gewesen. Klicken Sie sich durch die besten Szenen des Kampfes.

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