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Boxen: Weltmeister Haye schlägt Angsthasen Harrison k. o.

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Boxen - WBA-WM im Schwergewicht  

Haye beendet die WM-Farce in Runde drei

15.11.2010, 10:42 Uhr

Boxen: Weltmeister Haye schlägt Angsthasen Harrison k. o.. "Battle of Britain"? WBA-Weltmeister David Haye (re.) schlägt seinen "Herausforderer" Audley Harrison in der dritten Runde mühelos zu Boden. (Foto: AP)

"Battle of Britain"? WBA-Weltmeister David Haye (re.) schlägt seinen "Herausforderer" Audley Harrison in der dritten Runde mühelos zu Boden. (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Etikettenschwindel in Manchester: 22.000 Fans erlebten in der MEN-Arena die erfolgreiche Titelverteidigung des WBA-Weltmeisters David Haye, aber alles andere als den vollmundig angekündigten "Battle of Britain". Haye schlug seinen früheren Kumpel, Landsmann und Herausforderer Audley Harrison in Runde drei erst mühelos zu Boden, ehe Ringrichter Luis Pabon die Farce nach einem weiteren Trommelwirbel Hayes kurz darauf abbrach. Nach offiziell 1:53 Minuten der dritten Runde war das absolut ungleiche Duell, das einer Farce glich, durch TKO beendet. Haye gewann auch seinen sechsten Schwergewichtskampf. Harrisons fünfte Niederlage im 32. Profikampf dürfte den Europameister sportlich erledigt haben. (Hier gibt es die besten Bilder des WM-Kampfes Haye gegen Harrison)

"Harrison stand mit großer Angst im Ring und hat nichts, aber auch gar nichts hinterlassen", sagte ARD-Experte Henry Maske. Die deutsche Box-Legende im Halbschwergewicht betonte, die Zeit sei reif, dass Haye sich einem der beiden Klitschkos stelle: "Er wird nicht aufhören, zu provozieren. Wir brauchen diesen Kampf." Die Fans des Schwergewichts-Boxens wollten einen Kampf der Klitschkos sehen, "in dem beide die Chance haben, zu gewinnen": der Klitschko und der jeweilige Gegner.

K.o. nur eine Frage des Moments

Dies sei auch zuletzt am 16. Oktober in Hamburg nicht der Fall gewesen, als Vitali Klitschko seinen WBC-Titel gegen Shannon Briggs durch einen eindeutigen Punktsieg nach zwölf Runden verteidigte. Briggs aber habe wenigstens Willen gezeigt, zwölf Runden durchzustehen, erinnerte Maske. Harrison hingegen "wollte nicht mehr, stand am Seil, total nervös, wie einer, der sich ständig fürchtet, hart getroffen zu werden". Kein Wunder, dass Haye sich den Moment, sich seines neun Jahre älteren und sechs Zentimeter größeren Widersachers zu entledigen, nur auszusuchen brauchte: "Ich konnte entscheiden, wann ich ihn ausknocken möchte. Ich habe auf die perfekte Chance gewartet."

Vierminütiger Stillstand

Dieses Warten allerdings nervte die großen Erwartungen angereisten Besucher zunächst mächtig. "Buh"-Rufe und Pfiffe begleiteten beide Athleten jeweils in die Rundenpausen. Hayes Trainer Adam Booth empfahl seinem vor Selbstvertrauen wie immer strotzenden Schützling, sich davon nicht beeindruckenden zu lassen. Er tat es nicht, tat aber auch vier Minuten lang ebenso wenig für den Kampf wie Harrison. Die völlig ereignislose erste Runde, scherzte ARD-Kommentator Jens Jörg Rieck, habe noch zum so genannten Walk-In gehört. Nach 1:40 Minuten der zweiten Runde sah sich Ringrichter Pabon gar genötigt, beide Kämpfer zur Aktivität aufzufordern.

Boxen - Video 
Klitschko verhaut Briggs

Zwölf harte Runden lang vermöbelt Vitali seinen Herausforderer aus den USA. Video

Für die Freunde und alle Wetter

Als Haye dann in Runde drei tatsächlich loslegte, "hat man gesehen, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen dem Europa- und dem Weltmeister", wie er anschließend sagte. Da er all seinen Freunden zuvor empfohlen hatte, auf die dritte Runde als die der Entscheidung zu seinen Gunsten zu setzen, war der Zeitpunkt nicht zufällig gewählt. Nach 1:28 Minuten dieser dritten Runde lag der Harrison nach Treffern an Kopf und Körper am Boden. Nachdem er sich nach kurzem Anzählen wieder aufgerichtet hatte, gab Pabon das Gefecht nochmals frei. Haye stürmte sogleich wieder auf seinen früheren Trainingspartner los, dessen Ring-Schicksal ohnehin besiegelt war.

Chagaev ist schon ganz heiß

Haye, der angekündigt hat, mit seinem 31. Geburtstag am 13. Oktober 2011 die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen, wird aller Voraussicht nach seinen Pflichtherausforderer Ruslan Chagaev als nächsten Kontrahenten haben, und immer noch nicht die Klitschkos. Hayes für die Klitschko-Seite bislang inakzeptable finanzielle Ansprüche verhinderten bisher ein direktes Aufeinandertreffen im Ring. Ausgerechnet WBA-Ex-Weltmeister Chagaev war es, der am 20. Juni 2009 in Gelsenkirchen für Haye einsprang und sich von IBF-, WBO und IBO-Weltmeister Wladimir Klitschko verhauen ließ. Durch seinen Punktsieg über Kali Meehan hatte sich Chagaev in Rostock am 22. Mai 2010 das Herausforderungsrecht gegen Haye erworben.

Das Geschehen in Manchester verfolgte Chagaev wie Millionen anderer am Fernsehen. "Ich bin total enttäuscht von der Performance, das war kein Kampf auf WM-Niveau. Harrison hat nichts gemacht. In drei Runden habe ich drei Jabs gesehen. Das war's. Und das bei einem WM-Kampf." Chagaev sei "genauso enttäuscht" gewesen wie die 22.000 Zuschauer in der Halle. "Jetzt kämpfen mit mir und Haye die beiden einzigen Boxer gegeneinander, die Valuev besiegt haben. Das wird ein spannendes Duell, auf das ich mich sehr freue. Haye hat gesagt, er möchte am 13. Oktober an seinem Geburtstag zurücktreten. Das kann er auch schon nach unserem Kampf im Frühjahr machen. Denn er wird gegen mich verlieren. Ich werde seine erste echte Prüfung im Schwergewicht. Ich war Weltmeister und werde es wieder werden."

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