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Harte Landung auf dem Kampfrichter-Tisch

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Harte Landung auf dem Kampfrichter-Tisch

13.12.2010, 10:19 Uhr | t-online.de, t-online.de

. Anfang vom Ende: Said Ouali (links) fliegt über die Ringseile. (Foto: dpa)

Anfang vom Ende: Said Ouali (links) fliegt über die Ringseile. (Foto: dpa)

Said Ouali hing nicht in den Seilen. Der Boxer flog buchstäblich über die selbigen und landete hart auf dem Punktrichter-Tisch. Aus, das war es. Kontroverser hätte der WM-Ausscheidungskampf zwischen dem „Prinzen“ aus Marokko, der sein Camp mittlerweile in Las Vegas aufgeschlagen hat, und dem Amerikaner Randall Bailey in Antwerpen nicht enden können. Ouali fiel jedoch nicht der Schlagkraft seines Kontrahenten zum Opfer, sondern viel mehr dessen Wrestling-Fähigkeiten. So lautete die Entscheidung der Jury „no contest“ – kein Sieger.

Zweimal war der Weltergewichtler im Vergleich gegen Bailey, in dem ein Pflichtherausforderer für IBF-Weltmeister Jan Zaveck gefunden werden sollte, nach harten Treffern zuvor zu Boden gegangen. Erste Runde. Nur mit viel Mühe konnte sich Ouali nach dem Niederschlag wieder aufrappeln. Zweite Runde. Der zweite fulminante Schlag von Bailey, der als einer der härtesten Puncher im Weltergewicht gilt. Wieder geht sein Gegner auf die Bretter. Wieder steht er auf, stellt sich dem Überlegenen erneut – auf wackligen Beinen. Doch irgendwie wittert der Marokkaner seine Chance und geht in die Offensive.

Krach wumm – Ouali schlägt hart auf

Die Kontrahenten rangeln, finden sich nach der Attacke des Außenseiters in einer Ringecke. Bailey duckt sich nach einem Schlag ab, richtet sich wieder auf und hat seinen Widersacher auf den Schultern – und schon fliegt Ouali aus dem Ring. Krach wumm. Hart schlägt er auf dem Tisch auf – und bleibt liegen. 

Auch nach der fünfminütigen Pause steht der Marokkaner nicht wieder im Ring. Abbruch. Der Kampf endet ohne Ergebnis. Ouali dagegen auf einer Trage. Er wird ins Krankenhaus gebracht, wo der Boxer auf Verletzungen an der Halswirbelsäule untersucht wird. Bisher ohne Ergebnis.

Ein Lächeln, dank der zweiten Chance

Aber vielleicht wird es auch gar keinen Befund geben. Denn vielleicht war der Schützling von Floyd Mayweather einfach nur clever. Zumindest lächelte der Promoter nach dem höchst seltsamen Kampfende Zeugen zufolge nur. Irgendwie schien Mayweather zu wissen, dass sein Boxer - obwohl er hoffnungslos unterlegen war - mit einer zweiten Chance davongekommen ist. Schließlich gibt es wohl einen Wiederholungskampf. Und der kann nur besser laufen für Said Ouali.

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