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Boxen: Letzte Chance für Krasniqi auf einen WM-Kampf gegen Klitschko

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Glücklich über die "letzte Chance"

15.12.2010, 12:10 Uhr | dpa, dpa

Boxen: Letzte Chance für Krasniqi auf einen WM-Kampf gegen Klitschko. Schmerzliches Ende: Seinen letzten WM-Kampf musste Luan Krasniqi 2008 nach einem Leberhaken aufgeben. (Foto: imago)

Schmerzliches Ende: Seinen letzten WM-Kampf musste Luan Krasniqi 2008 nach einem Leberhaken aufgeben. (Foto: imago)

Es ist wohl die letzte Chance für Luan Krasniqi auf einen WM-Kampf. Und diese möchte der Schwergewichts-Boxer nutzen. "Ich bin glücklich, dass ich diese Möglichkeit bekomme. Ich kann es immer noch nicht fassen", sagte der 39 Jahre alte Ex-Europameister vor seinem Ausscheidungskampf gegen Johnathon Banks (USA). "Ich kehre nur in den Ring zurück, weil ich diese WM-Chance bekomme." Der Sieger dieses Duells am 26. Februar 2011 in Ludwigsburg darf gegen einen der Klitschko-Brüder um den Titel boxen.

Krasniqi hütete sich nach zuletzt drei heftigen Niederlagen vor optimistischen Ankündigungen. "Ich habe ja alle Höhen und Tiefen meines Sports mitgemacht", wies er indirekt auf die K.o.'s gegen Lamon Brewster, Tony Thompson und Alexander Dimitrenko hin.

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Zwei empfindliche Knockouts

Gegen Brewster stand der 1,92 Meter große Krasniqi 2005 dank eines klaren Punktevorteils vor dem WM-Sieg. Aber nach zwei Niederschlägen in der neunten Runde brach der Ringrichter den Kampf ab. Krasniqi führte auch bei seinem bislang letzten Gefecht gegen Dimitrenko am 15. November 2008 klar nach Punkten, ehe ein Leberhaken das Aus bedeutete.

"Ich will nachholen, was ich gegen Brewster versäumt habe", sagte Krasniqi jetzt. "Ich will einen Kampf gegen einen der Klitschkos und mir den WM-Gürtel holen." Ehe er aber auf Wladimir oder Vitali Klitschko treffen könnte, muss Krasniqi erst einmal den aufstrebenden Banks bezwingen. "Ich respektiere Johnathon als ernstzunehmenden Gegner", sagte der "Löwe aus Rottweil".

"Eine schlechte Idee von Luan"

Banks ist aktuell die Nummer sieben der WBC-Rangliste und die Nummer acht bei der IBF. "Es war eine schlechte Idee von Luan, mich für sein Comeback auszuwählen, denn ich bin auf dem Weg nach oben", sagte der 28 Jahre alte US-Amerikaner selbstbewusst. Banks war Weltmeister im Cruisergewicht und holte sich nach seinem Wechsel in die Königsklasse im März den Titel als Nordamerikanischer Meister durch einen Technischen K.o. gegen seinen Landsmann Travis Walker. In Emanuel Stewart hat er den gleichen Trainer wie Champion Wladimir Klitschko.

Banks Bilanz mit 25 Siegen, davon 17 durch K.o., einer Niederlage und einem Remis kann sich sehen lassen. Krasniqis Kampfrekord steht bei 30 Siegen, davon 14 vorzeitig, vier Niederlagen und einem Unentschieden. "Für mich gibt es keinen Favoriten. Die Chancen stehen fifty-fifty", sagte Manager Bernd Bönte von der Klitschko Managing Group, die erstmals bei einem Nicht-Klitschko-Kampf die Federführung hat.

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