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Boxtrainer Wegner stellt Zusammenarbeit mit Arthur Abraham in Frage

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Wegner ist wegen Abraham zutiefst frustriert

21.12.2010, 21:14 Uhr | dpa, sid, dpa, sid

Box-Trainer Ulli Wegner hat in ungewöhnlicher Schärfe seinen Schützling Arthur Abraham kritisiert und sogar eine weitere Zusammenarbeit in Frage gestellt. "Arthur besitzt keine reale Einschätzung seines Leistungsvermögens und seiner Persönlichkeitsentwicklung. Er sucht die Fehler nur bei anderen", sagte der 68-Jährige. Wegner forderte Abraham auf, "ehrlich zu sich zu sein. Sonst ist es sinnlos, dass wir weiter zusammenarbeiten."

Supermittelgewichtler Abraham hatte im WM-Kampf vor drei Wochen eine desolate Vorstellung gegen Titelverteidiger Carl Froch aus Großbritannien gezeigt und deutlich nach Punkten verloren. (Foto-Show zum Kampf Abraham-Froch). Zuvor war er in seinem zweiten Kampf des Super-Six-Turniers gegen den US-Amerikaner Andre Dirrell in der elften Runde disqualifiziert worden, nachdem er hoffnungslos nach Punkten zurücklag. (Foto-Show Abraham gegen Dirrell disqualifiziert)

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Noch keine Aussprache von Mann zu Mann

"Das Schlimmste ist, dass er nicht begriffen hat, was er nicht nur uns allen aus dem Sauerland-Boxstall, sondern auch sich selber angetan hat", sagte Wegner. Der 68-Jährige forderte, Abraham solle von seinem Thron runterkommen. "Er ist so überheblich, hat so vielen Menschen wehgetan, die nicht nach seiner Pfeife getanzt haben", sagte Wegner. Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen ihm und seinem Schützling hat es allerdings noch nicht gegeben.

Nach Meinung von Wegner soll Abraham vor dem Halbfinale im Super-Six-Turnier gegen den Amerikaner Andre Ward einen Aufbaukampf bestreiten. Dies habe er in einer Besprechung mit seinem Schützling und Promoter Wilfried Sauerland vorgeschlagen. Von Abrahams Reaktion darauf zeigte sich Wegner geschockt. "Er fragte, was er dafür bekommt", berichte Wegner. Er habe ihm darauf geantwortet: "An deiner Stelle würde ich umsonst boxen."

Wegner: Abraham ist "an seinem Scheidepunkt in seinem Leben"

Ob ein Weitermachen mit Abraham Sinn macht, weiß Wegner nicht. "Arthur hat zwar immer gesagt, er hört auf seine Mutti und auf seinen Trainer, doch ich muss feststellen, dass ich offenbar keinen Einfluss mehr auf ihn habe", sagte der Trainer. "Ich mag den Jungen ja, ich würde ihn auch nie fallen lassen. Doch nun ist er an seinem Scheidepunkt in seinem Leben. Jetzt zeigt sich, was er wirklich für ein Mensch ist."

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