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Vitali Klitschko: Nach dem Boxen kommt die Politik

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Nach dem Boxen kommt die Politik

16.03.2011, 15:33 Uhr | t-online.de, t-online.de

Vitali Klitschko: Nach dem Boxen kommt die Politik. Vitali Klitschko (re.) und sein Trainer Fritz Sdunek bei der Pressekonferenz vor dem Kampf gegen Odlanier Solis. (Foto: imago)

Vitali Klitschko (re.) und sein Trainer Fritz Sdunek bei der Pressekonferenz vor dem Kampf gegen Odlanier Solis. (Foto: imago)

von Jens Bistritschan

"Lange muss Natalie nicht mehr warten." Dieses Versprechen gab WBC-Weltmeister Vitali Klitschko vor einigen Wochen per "Bild"-Zeitung seiner Ehefrau auf die Frage, wann er denn endlich mit dem Boxen aufhöre. Doch vorher gilt es noch eine Mission zu erfüllen. "Ich hoffe, dass wir den letzten Weltmeister-Gürtel in unsere Familie holen", wird der ältere Klitschko nicht müde immer wieder zu erklären.

Jetzt ist das Ziel zum Greifen nah. Zuerst muss der WBC-Weltmeister am Samstag seinen Pflichtherausforderer Odlanier Solis besiegen. Danach muss im Sommer Wladimir, Titelträger bei den Verbänden IBF und WBO, den Vereinigungskampf gegen den WBA-Champion David Haye gewinnen. Nach langem Hin und Her ist der Vertrag dafür ja nun endlich unter dem Dach.

Keine klare Aussage zur Bürgermeisterkandidatur

Dann wäre der ideale Zeitpunkt zum Aufhören für Vitali Klitschko doch gekommen, sollte man meinen. Doch an diesen Gedankenspielen im Vorfeld des Kampfes will sich der 39-Jährige eigentlich nicht beteiligen. "Jetzt konzentriere ich mich auf den Kampf am 19. März. Wenn ich mit meinen Gedanken überall wäre, könnte ich mich nicht konzentrieren", sagte er auf einer Pressekonferenz am Rande der Vorbereitungen im österreichischen Going. Erst nachdem der letzte Gürtel eines der großen vier Box-Verbände im Familienbesitz sein wird, "kann ich über weitere Pläne mehr erzählen".

Bei Fragen über die nächsten Schritte zieht Klitschko die Deckung hoch. 2012 stehen Bürgermeisterwahlen in Kiew an. Werde er da zum dritten Mal kandidieren? Geschickt weicht der boxende Politiker aus. Klitschko verweist darauf, dass das Parlament im Januar seine Wahlperiode und die des Präsidenten verlängert habe. Die Verantwortlichen hoffen anscheinend auf eine gute Stimmung nach der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine. "Leider spielen die mit unserer Verfassung", klagt Klitschko.

 

Westliche Standards für die Ukraine erreichen

Erst wenn der Wahltermin in Kiew definitiv feststehe wolle er sich erklären. Alles andere als eine Kandidatur ist aber nur schwer vorstellbar. Denn Klitschko will das Land verändern. "Ich kenne die Lebensstandards in Westeuropa und Amerika und wünsche mir diese Standards auch in meiner Heimat."

Das dieser Prozess viele Jahre oder gar Jahrzehnte dauern wird, ist Klitschko klar. Doch im Gegensatz zu seiner Karriere als Sportler hat er als Politiker noch viele Jahre vor sich. Der Übergang von dem einen Lebensabschnitt in den nächsten hat aber schon längst begonnen. "Boxen ist nicht ewig. Deswegen bereite ich mich auch auf die nächsten Schritte in der Politik vor", sagt Klitschko.

 

Adamek wartet bereits

Doch vorher gilt es im Box-Ring das zu erreichen, was es noch nie gab: Zwei Brüder sind gleichzeitig Weltmeister aller Verbände im Schwergewicht. Wenn die Klitschkos diesen Traum für sich verwirklicht haben, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann der ältere der beiden Brüder seine Handschuhe weglegt. "Viele Sportler haben den richtigen Moment verpasst, ihre Karriere zu beenden. Das soll mir nicht passieren", verspricht Dr. Eisenfaust.

Im September kämpft einer der beiden Klitschko-Brüder gegen den Polen Tomasz Adamek in dessen Heimat. So ist es vereinbart. Da Wladimir Ende Juni oder Anfang Juli erst gegen Haye in den Ring steigen wird und die Zeit danach für eine vernünftige Regeneration damit sehr klein wäre, ist Vitali die wahrscheinlichere Option. Ein Sieg in einem Stadion, in dem ein Dreivierteljahr später Spiele der gemeinsam von Polen und der Ukraine ausgerichteten Fußball-EM ausgetragen werden, wäre sicherlich kein schlechter Abgang.

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