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Felix Sturm-Herausforderer Matthew Macklin fühlt sich verschaukelt

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Was zählt mehr: Aktivität oder klarere Treffer?

01.08.2011, 11:45 Uhr

Felix Sturm-Herausforderer Matthew Macklin fühlt sich verschaukelt. Matthew Macklin (mi.) fühlt sich nach der Niederlage gegen Felix Sturm verschaukelt. (Foto: imago)

Matthew Macklin (mi.) fühlt sich nach der Niederlage gegen Felix Sturm verschaukelt. (Foto: imago)

Aus Köln berichtet Jens Bistritschan

Die Liste der Kronzeugen war lang. Nach der umstrittenen Punktniederlage seines Schützlings Matthew Macklin gegen Felix Sturm gab dessen Manager Brian Peters auf der Pressekonferenz die Einschätzungen zahlreicher Box-Experten preis, die ihm übermittelt worden waren. "Die schlechteste Entscheidung seit Jahren", habe Ex-Schwergewichtsweltmeister Lennox Lewis erklärt. Für Promoter Lou Di Bella sei "dieses Urteil der Grund", warum sein Schützling, der WBC-Diamond-Champion im Mittelgewicht Sergio Martinez "niemals in Deutschland boxen würde". Und eine Person aus dem Boxgeschäft, deren Namen Peters nicht preisgeben wollte, habe ihm folgende Nachricht übermittelt: "Wenn man diesen Kampf gesehen hat, bin ich verdammt noch einmal froh, dass der Zweite Weltkrieg nicht von Punktrichtern entschieden wurde."

Zwei von ihnen hatten nach dem Kampf Sturm mit vier Runden vorne gesehen (116:112), einer Macklin mit zwei (115:113). Sat1-Experte Axel Schulz hatte den Iren gar mit drei Runden vorne. Und für den Herausforderer war es klar: "Ich war der besser Boxer."

Alter und neuer Champion sieht sich im Recht

Sturm sah dies natürlich anders und hatte für diese unterschiedlichen Sichtweisen auch eine Erklärung parat: "Der eine Punktrichter wertet Aktivität, der andere klarere Treffer. So ist das halt im Boxen", sagte der alte und neue WBA-Super-Champion im Mittelgewicht. Entsprechend sahen auch die Gesichter der beiden Kontrahenten aus. Während bei Sturm kaum eine Schramme im Gesicht zu sehen war, zeugten die Augenpartien von Macklin davon, dass er zahlreiche harte Treffer hatte hinnehmen müssen.

Macklin bietet Paroli bis zur letzten Runde

Doch Sturm musste sich auch von seinem Trainer Fritz Sdunek vorhalten lassen, dem Herausforderer "zu sehr die Initiative überlassen zu haben". Die ersten Runden gingen dann auch klar an den Herausforderer. Sturms Einschätzung, "der powert sich schon aus", erwies sich als falsch. Macklin baute zwar ein wenig ab, doch war er auch in der letzten Runde in der Lage, dem Weltmeister Paroli zu bieten. Selbstkritisch merkte Sturm dann auch an. "Ich hätte aktiver sein müssen". Von der Ecke gewarnt, dass es eine enge Kiste werden könnte, attackierte der Champion dann in den letzten zwei Runden noch einmal. "Wenn es mit der Taktik mal nicht so funktioniert, muss man auch mal die Brechstange herausholen". Den K.o. schaffte Sturm nicht. Dafür hätte er nach eigener Einschätzung noch etwas mehr Zeit ("30 Sekunden, vielleicht auch noch eine Runde") gebraucht – eine Einschätzung die Macklin von sich wies. Diese Frage wird sich nun auch nicht mehr klären lassen.

Angebot zum Rückkampf steht

Sturm gewann der Diskussion um den Kampfverlauf und das Urteil auch etwas Positives ab. "Man hat viel Gesprächsstoff", stellte er fest und bot seinem Gegner noch im Ring einen Rückkampf an. Auf der von Macklins Trainer Joe Gallagher angebotenen Serviette wollte er diesen zwar noch nicht gleich besiegeln.

Zustimmung des Verbandes fehlt noch

Dazu muss natürlich auch erst der Verband WBA seinen Segen geben, der neben Sturm als Super-Champion noch den Kasachen Gennady Golovkin als Weltmeister und Hassan N'Dam N'Jikam aus Kamerun als Interims-Champion führt. Die beiden Letztgenannten sollen wohl den nächsten Pflichtherausforderer von Sturm ausboxen. So ganz genau weiß dieser das aber selbst nicht. Sollte es jedoch tatsächlich so sein, wäre genug Zeit vorhanden für ein erneutes Aufeinandertreffen von Sturm mit Macklin. "Und dann werde ich Matthew klarer besiegen und dann gibt es keine Diskussionen mehr."

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