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Klitschko-Kampf: Haye schiebt Niederlage auf Fußverletzung

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Haye: Gebrochener Zeh war schuld

04.07.2011, 10:56 Uhr | t-online.de



Aus Hamburg berichtet Jens Bistritschan

Auf einmal sprang die versammelte Journalistenschar bei der Pressekonferenz auf. Nein, Wladimir Klitschko und David Haye setzten nicht ihre boxerische Auseinandersetzung fort. Der unterlegene Brite präsentierte der Öffentlichkeit seinen rechten Fuß, mit einem lädierten kleinen Zeh. Dieser sei gebrochen und deshalb habe er keine Power in seine Schläge mit der rechten Hand bekommen, erklärte der entthronte WBA-Weltmeister. Das sei zumindest teilweise der Grund für seine Niederlage gewesen. (Sehen Sie hier den kompletten Kampf)

Circa drei Wochen vor dem Vereinigungskampf im Schwergewicht habe er sich diese Verletzung zugezogen. Den Fight abzusagen sei aber "nie eine Option gewesen". Klitschko wertete die Zehen-Geschichte als Ausrede. "Nimm es doch einfach so hin, wie es ist", riet er dem Briten. Sein Bruder Vitali formulierte sarkastisch: "Ich bin schon so lange im Geschäft, aber ich wusste nicht, dass die Schlagkraft aus dem kleinen Zeh kommt."

Alle Gürtel in Familien-Besitz

In den zwölf Runden zuvor im Ring hatte Klitschko seinen Gegner klar beherrscht. Mit seinem linken Jab kontrollierte der Ukrainer den Kontrahenten. Weder mit überraschenden Attacken noch mit wilden Schwingern konnte Haye ihm gefährlich werden. "Ich wollte ihn näher zu mir locken, um dann zuzuschlagen", erläuterte der Verlierer seine Taktik. Aber Klitschko habe sich darauf nicht eingelassen. "Er hat intelligent geboxt", lobte Haye seinen Gegner. Die klaren Wertungen der drei Punktrichter zu Gunsten von Dr. Steelhammer (118:108, 117:109 und 116:110) waren dann auch die logische Konsequenz.

Mit dem Sieg hat Klitschko seinen Gürteln der IBF und WBO den der WBA hinzugefügt und damit den Traum von ihm und seinem Bruder Vitali, dem WBC-Champion, vollendet - alle Weltmeister-Titel der vier großen Verbände in den Familien-Besitz zu bringen. Gerne hätte Wladimir dies mit dem 50. K.-o.-Sieg seiner Karriere geschafft. "Doch das hat leider nicht geklappt", bedauerte er. (Kommentar: Ein vergifteter Sieg für Klitschko)

Klitschko: "Haye hat Eier bewiesen"

Überhaupt war der jüngere Klitschko milde gestimmt und verzichtete auf die vorher groß angekündigte verbale Abrechnung mit Haye: "Die Sache mit den T-Shirts (auf dem Haye die abgeschlagenen Köpfe der Klitschkos präsentiert, Anm. d. Red.) hat mich zwar ganz schön angekotzt. Aber das war eher eine große Motivation für mich." Haye sei ein starker Gegner gewesen. "Ich komme nicht immer mit Schramme im Gesicht zur Pressekonferenz", sagte Wladimir Klitschko. Und dann stellte er sogar anerkennend fest: "Du hast Eier bewiesen, indem du hier auftauchst."

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