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Vitali Klitschko zeigt das Beste nach seinem Box-Comeback

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"Boxerisch war es das Beste seit seinem Comeback"

12.09.2011, 08:07 Uhr | t-online.de

Aus Breslau berichtet Jens Bistritschan

Die Ernüchterung bei Vitali Klitschkos Gegner war in ein paar Worten greifbar. "Ja, die Größe", sinnierte Tomasz Adamek und vollendete den Gedankengang nicht. Aufopferungsvoll hatte der Pole in Breslau dem WBC-Weltmeister im Schwergewicht versucht Paroli zu bieten – und bekam dafür Prügel wie noch nie zuvor in seinem Leben in einem Boxring. 41 Sekunden vor Ende der 10. Runde hatte dann Ringrichter Massimo Barrovecchio aus Italien ein Einsehen und brach den Kampf ab.

Zuvor hatte der ältere Klitschko-Bruder seinen Herausforderer nach Belieben beherrscht. Und selbst, wenn Adamek mit schnellen Attacken den Weltmeister zu attackieren versuchte, wich dieser blitzartig zurück oder setzte bei fast allen Schlagabtäuschen den letzten Treffer.

"Wie ein guter Wein: Je älter er wird, desto besser wird er"

Dass der Herausforderer überhaupt fast 30 Minuten Kampfzeit mit dem Ukrainer im Ring stand, hatte er seinen Nehmerqualitäten zu verdanken. "Ich wusste, dass ich ihn früher oder später ausknocken werde", erklärte Klitschko. "In der dritten Runde habe ich ihn mit einer Rechten hart getroffen. Und dann dachte ich: 'Wow, Tomasz steht immer noch.' Dasselbe passierte in Runde vier." Letztendlich war es dann nur eine Frage der Zeit, wann der Kampf vorzeitig beendet war. Zwar wäre es Klitschko lieber gewesen, er hätte "einen klaren K.o.", also einen Sieg mit einem Niederschlag für sich verbuchen können. Aber letztendlich war Dr. Eisenfaust dann auch froh, dass der Ringrichter das ungleiche Duell abbrach, damit sein Gegner "keinen Gesundheitsschaden davonträgt. Das war schon grenzwertig."

Klitschko hat zwar im Juli seinen 40. Geburtstag gefeiert. Doch für seinen Trainer Fritz Sdunek ist er "wie ein guter Wein: Je älter er wird, desto besser wird er". Auch wenn der Coach einige Kleinigkeiten bemängelte ("Der rechte Aufwärtshaken sollte präziser kommen") war er doch begeistert von seinem Schützling. "Boxerisch war es das Beste seit seinem Comeback." Im Oktober 2008 hatte Klitschko nach fast vierjähriger Ringabstinenz seine Rückkehr in den Boxsport gefeiert.

Politik ist Klitschkos größter Gegner

Gegen Adamek wog Klitschko noch einmal gut drei Kilogramm weniger als bei seinem Sieg gegen Odlanier Solis – mit dem entsprechenden Resultat. "Es ist eine Augenweide, wie er sich bewegt hat", schwärmte Sdunek. "Vitali hat gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört." Wie lange die Vitali-Klitschko-Show als Berufsboxer noch weitergeht, weiß aber selbst Sdunek nicht. "Solange er Spaß und Freude daran hat" werde sein Schützling wohl weitermachen – und der Trainer mit ihm. "Ich habe immer noch Spaß", erklärte der 64-jährige Sdunek. "Das ist ein Jahrhundertmensch, da kannst Du nicht aufhören." Sportlich ist kein Gegner zu sehen, der mit einem Sieg Klitschko in den Ruhestand des Boxens schicken könnte. Und den Altersrekord von George Foreman, der mit 47 noch einmal Weltmeister wurde, will Klitschko nicht brechen, wie er immer wieder versichert. Also bleibt die größte "Gefahr" für die Box-Karriere von Dr. Eisenfaust die Politik. Dieser wird sich Klitschko "jetzt nach dem Kampf erst einmal widmen".

In Kiew sitzt er für die die Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen im Stadtparlament. Doch er hat höhere Ziele. Klitschko kann sich vorstellen, bei den auf den Oktober 2012 verschobenen Parlamentswahlen in der Ukraine als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, da die Chancen von ihr dann "selbstverständlich größer" wären. Zeit für zwei weitere Kämpfe wäre bis dahin auf jeden Fall noch.

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