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Felix Sturm kämpft gegen Martin Murray und seine Kritiker

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Sturm will es auch seinen Kritikern zeigen

06.12.2011, 15:56 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Felix Sturm kämpft gegen Martin Murray und seine Kritiker. Martin Murray (li.) will Felix Sturm seinen Titel wegnehmen. (Quelle: dpa)

Martin Murray (li.) will Felix Sturm seinen Titel wegnehmen. (Quelle: dpa)

Es ist nicht nur der Gegner im Boxring, gegen den Felix Sturm am Freitagabend kämpft. Es sind auch die zahlreichen Kritiker, die der WBA-Super-Champion im Mittelgewicht nach Version des Boxverbandes WBA zum Schweigen bringen will. "Ich werde den Ring zum Brennen bringen und den Zuschauern ein großes Spektakel bieten", kündigte Sturm vor seinem Ring-Duell gegen den Briten Martin Murray an.

Alles andere als ein klarer Sieg gegen den international nahezu unbekannten britischen Meister wäre auch ein Rückschlag im Kampf des Weltmeisters um Anerkennung. Seinen jüngsten Kampf gegen Murrays Landsmann Matthew Macklin gewann der Sohn bosnischer Einwanderer, obwohl ihn zahlreiche Beobachter als Verlierer gesehen hatten - so auch Axel Schulz. Prompt darf der jetzt nicht mehr als Fernsehexperte bei Sat1 am Ring sein.

Boxen - Video 
Felix Sturm will Martin Murray aus dem Ring boxen

Der Champion kann in Mannheim seinen Titel verteidigen. Video

Nartz: "Sein Platz in der WBA-Liste ist ein Witz"

Murray nimmt Rang drei in der WBA-Rangliste ein. Ob er aber richtig gut ist, bezweifeln die Experten. In seiner Heimat ist Murray nur die Nummer drei im Mittelgewicht, weltweit wird er von "boxrec.com" gar nur an Position 32 geführt. "Sein Platz in der WBA-Liste ist ein Witz. Da gehört er nicht hin", sagt Jean-Marcel Nartz, Vorstandsmitglied des Europa-Verbandes EBU.

Solche Aussagen bringen Sturm auf die Palme. "Ich finde es dreist, dass einige selbst ernannte Experten sich anmaßen, die Qualität von Boxern anhand irgendwelcher Ranglisten zu beurteilen", schimpfte der Champion im "Hamburger Abendblatt". So richtig überzeugt scheint aber selbst Sturm von den Qualitäten seines Rivalen nicht zu sein. "Ich gehe davon aus, dass ich meinen Gegner deutlich schlagen werde", mutmaßt der 32 Jahre alte Titelverteidiger. Gegen Murray will er endlich wieder glänzen. Schließlich ist der Superchampion, der 36 seiner 39 Profi-Kämpfe gewonnen hat, einer der weltbesten Techniker. Nur abrufen konnte er das zuletzt selten.

Sturm: "Ich habe aus den Fehlern gelernt"

Sturm betonte, dass er aus seinem schwachen Auftritt gegen Macklin die Konsequenzen gezogen habe. "Ich habe aus den Fehlern gelernt. Jeder große Champion macht nun mal einen schlechten Kampf, das ist abgehakt", sagte der 32-Jährige.

Davon ist auch Fritz Sdunek überzeugt. "Die zehn Wochen Vorbereitung mit 90 Sparringsrunden waren optimal. Wir haben Murray studiert und die entsprechende Taktik erarbeitet. Wir sind bestens vorbereitet, um den Titel zu verteidigen', sagte der Erfolgstrainer.

Wann kommt es endlich zu Vereinigungskämpfen?

Ob der körperlich topfit wirkende Sturm auch gedanklich voll bei der Sache ist, scheint allerdings fraglich. Er denkt vor seinem 40. Profikampf bereits an größere Aufgaben: "Ich will meinen Titel verteidigen, um auch in Zukunft große Kämpfe machen zu können. Ich möchte meine Klasse noch fünf oder sechs Jahre dominieren und zeigen, dass ich jeden Gegner besiegen kann." Ähnliche Worte haben die Boxfans aber schon oft von ihm zu hören bekommen - ohne dass diesen Taten gefolgt sind.

Sturm wirft seinen Kontrahenten vor, dass ihre Geldgier solche Fights bisher verhindert hat. "Die Forderungen sind nicht erfüllbar, ich lasse mich nicht erpressen", sagte der WBA-Champion. Für den Kampf in Mannheim soll er allein vom TV-Sender SAT1 zwei Millionen Euro erhalten. Macklin soll er für einen Rückkampf gerade einmal 400.000 Dollar (knapp 300.000 Euro) angeboten haben.

Golowkin will Sturm vor die Fäuste bekommen

Und dann ist da noch der Kasache Gennadi Golowkin. Der ist Weltmeister - und das auch noch im selben Verband. Sturm ist der Superchampion, Golowkin der "normale". Seit Monaten rennt Golowkin Sturm hinterher, um den Titelsalat zu beenden. "Die Frist, dass er gegen Gennadi antreten muss, läuft am 18. Dezember ab. Dann sind die 21 Monate rum. In der WBA-Order heißt es, dass er bis dahin gegen Gennadi hätte boxen müssen", sagt Golowkins Manager Maximilian Hermann. In ihren Statuten hat die WBA gar nur 18 Monate festgelegt, nimmt die aber nicht so ernst.

Sturm lehnte ein Duell mit Golowkin bislang ab. "Kein Interesse", hieß es. Nun klingt es zumindest anders. "Er ist ein möglicher Gegner. Ich denke aber, dass er überschätzt wird. Ich würde jederzeit gegen ihn antreten", sagte Sturm.

Murray: Ich werde eine britische Vorherrschaft einläuten"

Murray interessieren die Probleme Sturms nur am Rande. Für den 29-Jährigen ist das Ende der Sturm-Ära bereits besiegelt. "Er hatte eine tolle Karriere, aber das ist vorbei. Ich werde Sturm dominieren, den Titel holen und eine britische Vorherrschaft einläuten. Davon träume ich seit Jahren", tönte Murray.

Noch deutlicher wurde Murrays Manager. "Felix hat den größten Fehler schon damit gemacht, die Herausforderung anzunehmen", sagte Neil Marsh. Doch auch bei solchen Ankündigungen gilt es zu bedenken: Klappern gehört zum Handwerk.

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