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Wladimir Klitschko erleidet Rückschlag: Klinik statt TV-Auftritt

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Rückschlag für Klitschko: Klinik statt TV-Auftritt

05.12.2011, 08:37 Uhr | sid

Wladimir Klitschko erleidet Rückschlag: Klinik statt TV-Auftritt. Wladimir Klitschko musste wieder ins Krankenhaus. (Quelle: imago)

Wladimir Klitschko musste wieder ins Krankenhaus. (Quelle: imago)

Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat einen gesundheitlichen Rückschlag erlitten. Nachdem dem 35 Jahre alten Dreifach-Champion am Samstag in Düsseldorf ein Nierenstein endoskopisch entfernt worden war, musste er kurzfristig seinen Auftritt beim Jahresrückblick bei RTL am Sonntagabend absagen.

"Ihm ist schlecht geworden, er ist in die Klinik gefahren. Er fühlt sich nicht besonders gut", erklärte Bruder Vitali Klitschko, der alleine bei Günther Jauch auf der Couch Platz nahm. Ob Wladimir Klitschkos Kampf gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck am kommenden Wochenende stattfinden kann, ist offen. "Noch nicht", antwortete Vitali auf die Frage, ob der Kampf in Gefahr sei.

Mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

Nach dem Eingriff hatte Klitschkos Manager Bernd Bönte noch positiv über die Operation berichtet. "Der Eingriff ist gut verlaufen. Wenn keine unvorhersehbaren Komplikationen auftreten, dann wird er kämpfen", sagte Bönte.

Klitschko hatte sein Trainingslager in Going wegen einer Nierenkolik abbrechen müssen und war mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Innsbruck geflogen worden. Der Ukrainer bereitet sich seit Ende Oktober in den Tiroler Alpen auf seine Titelverteidigung gegen den 39 Jahre alten Mormeck vor.

"Das ist schon eine Belastung"

"Das ist schon eine Belastung. Doch zum Glück hat er das harte Training bereits hinter sich. Es wird sich zeigen, wie er den Eingriff wegsteckt. Letztendlich entscheidet Wladimir selbst", sagte Bönte. Für die Tage bis zum Kampf sind zur Vorbereitung nur noch leichte Einheiten wie Pratzentraining und Aufwärmübungen geplant. Klitschko wollte auch sämtliche Termine abseits des Rings in den nächsten Tagen wie geplant wahrnehmen, doch dann folgte die Absage bei Jauch.

"Es hat in der Geschichte der WM-Kämpfe immer wieder kurzfristige Absagen gegeben. Doch ich hoffe, dass Wladimir boxen wird", sagte Bönte, der auf Kämpfe von Evander Holyfield und Graciano Rocchigiani verwies, die sogar unmittelbar vor Kampfbeginn krankheitsbedingt ausfallen mussten.

30.000 Tickets verkauft

Für den Kampf in der Düsseldorfer Arena sind bereits 30.000 Tickets verkauft. Zum zweiten Mal in diesem Jahr steigt der Olympiasieger von 1996 in den Ring. Anfang Juli hatte er in Hamburg durch den Punktsieg über den Briten David Haye alle vier wichtigen WM-Gürtel in der Familie der Klitschko vereint und damit für ein Novum im Schwergewichtsboxen gesorgt.

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