Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Boxen >

Boxen: Arthur Abraham versucht ein Comeback gegen Farias

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Abraham will den Weg zu einem neuen Titelkampf ebnen

16.01.2012, 14:46 Uhr | dpa

Boxen: Arthur Abraham versucht ein Comeback gegen Farias. Artur Abraham beim öffentlichen Training im Europa-Park in Rust. (Quelle: imago)

Artur Abraham beim öffentlichen Training im Europa-Park in Rust. (Quelle: imago)

Die abschließenden Trainingseinheiten und das offizielle Wiegen absolvierte Arthur Abraham in einem Freizeitpark. Im Fall eines Scheiterns bei seinem Comeback-Versuch an diesem Samstag wird der frühere Box-Weltmeister allerdings mehr Freizeit haben, als ihm lieb ist.

Wenn Abraham in Offenburg nach seiner achtmonatigen Ring-Abstinenz gegen den international unbekannten Argentinier Pablo Farias kein überzeugender Auftritt gelingt, ist die ohnehin am Boden liegende Karriere des 31-Jährigen endgültig vorüber.

Bei einer weiteren Pleite "geht das Licht aus"

"Es geht um Alles oder Nichts. Verlieren darf Arthur nicht, sonst ist es vorbei. Dann geht bei Arthur das Licht aus", sagte Abrahams Promoter Kalle Sauerland vor dem als Aufbaukampf geplanten Fight im Supermittelgewicht in der Baden-Arena. Trainer Ulli Wegner sieht es genauso. "Noch eine Beule kann seine Karriere nicht verkraften", äußerte der Coach. Immerhin scheint auch Abraham mittlerweile wieder zu wissen, was die Stunde geschlagen hat: "Ich will nicht gewinnen, ich muss gewinnen."

"Ich habe sehr gut trainiert und freue mich auf den Kampf, der für mich einen Neuanfang darstellt", sagte der gebürtige Armenier nach dem obligatorischen Wiegen. Abraham brachte dabei 76 Kilogramm auf die Waage und blieb 200 Gramm unter dem Limit. Sein argentinischer Gegner Pablo Oscar Farias ist mit 75,3 Kilogramm etwas leichter als der Favorit.

"Alles oder Nichts" in der badischen Provinz

Wie tief der frühere Mittelgewichts-Weltmeister gesunken ist, zeigen schon alleine die Umstände des Kampfes gegen Farias, der erstmals außerhalb seines Heimatlandes einen Profikampf absolviert.

Früher stieg der Berliner in der Hauptstadt vor mehr als 12.000 Zuschauern in den Ring, diesmal werden 4000 Boxfans in der badischen Provinz erwartet. Zu seinen besten Zeiten kassierte Abraham rund 1,5 Millionen Euro pro Fight, diesmal verdient er gerade einmal 95.000 Euro.

Abraham glaubt noch an den WM-Titel

Nach dem Willen Abrahams, der sich insgesamt zehn Millionen Euro erboxt hat, soll es nach dem Kampf gegen Farias wieder bergauf gehen. Der gebürtige Armenier hat genug von den Schlagzeilen über seinen luxuriösen Lebenswandel mit einem Ferrari und einem eigenen Flugzeug.

"Der Samstag ist für mich ein Neuanfang. Ich will mich erfolgreich zurückmelden. Dann will ich dieses Gefühl, Weltmeister zu werden, wieder erleben. Das kann man für kein Geld der Welt kaufen", sagte Abraham, der in den kommenden Monaten Großes vorhat: "Ich mache ein, zwei Aufbaukämpfe und boxe Ende des Jahres um die WM. Das ist der Plan."

Ende der Karriere schien schon besiegelt

Dabei hatte es noch vor wenigen Monaten so ausgesehen, als ob Abraham sein unrühmliches Karriere-Ende bereits hinter sich hätte. Nachdem der Champ 2009 seinen IBF-Titel im Mittelgewicht niedergelegt hatte, um in Amerika am lukrativen Super-Six-Turnier der besten Supermittelgewichtler teilzunehmen, ging es nur noch bergab. Abraham zeigte eine Klasse höher deutliche Schwächen, verlor drei seiner vier Fights und schied vorzeitig aus.

"Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht und Lehren aus den letzten Kämpfen gezogen", sagte Abraham, der zuletzt im Mai 2011 einstimmig nach Punkten gegen den Amerikaner Andre Ward verloren hatte. "Ich habe damit abgeschlossen. Für mich zählt das, was kommt", sagte Abraham, der seinen Vertrag mit dem Sauerland-Boxstall Ende vergangenen Jahres bis 2014 verlängert hat.

Rückkehr ins Mittelgewicht unwahrscheinlich

Im Gegensatz zu seiner Kampfbilanz im Supermittelgewicht hat Abraham eine Klasse tiefer alle seine 30 Profikämpfe gewonnen und den WM-Titel zehnmal verteidigt. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass Abraham noch einmal ins Mittelgewicht zurückkehren wird: "Ich will meinen Körper nicht kaputtmachen."

Weltmeister Stieglitz ins Rahmenprogramm verbannt

Neben dem Abraham-Kampf wird den Zuschauern in Offenburg ein WM-Fight im Supermittelgewicht geboten. WBO-Champion Robert Stieglitz tritt gegen den krassen Außenseiter Henry Weber an.

Die Bedeutung dieses Kampfes zeigt die ARD-Übertragung: Der Abraham-Fight wird live gezeigt, der Kampf von Stieglitz geht danach als Aufzeichnung über den Sender.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal