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Yoan Pablo Hernandez bleibt IBF-Weltmeister im Cruisergewicht

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IBF-WM im Cruisergewicht  

Hernandez fightet Cunningham beeindruckend nieder

08.02.2012, 09:08 Uhr | t-online.de, sid, dapd

Yoan Pablo Hernandez bleibt IBF-Weltmeister im Cruisergewicht. IBF-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez (li.) setzt Herausforderer Steve Cunningham mächtig zu. (Quelle: dpa)

IBF-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez (li.) setzt Herausforderer Steve Cunningham mächtig zu. (Quelle: dpa)

Yoan Pablo Hernandez hat erstmals seinen WM-Titel der IBF im Cruisergewicht verteidigt. In der Fraport-Arena in Frankfurt am Main erbrachte der 27-Jährige im Revanche-Fight mit Ex-Weltmeister Steve Cunningham aus den USA eindrucksvoll den Nachweis, rechtmäßiger Inhaber des Gürtels zu sein. Hernandez gewann durch 3:0-Punktrichterstimmen, obwohl er bereits in der vierten Runde Cunningham gleich zwei Mal am Boden hatte.

Ringrichter Eddie Cotton, wie der Verlierer aus den USA stammend, gab in diesen Sekunden, als Cunningham eigentlich k.o. war, eine seltsame Figur ab. Er begann verspätet zu zählen und zählte auch nicht zu Ende. In der Konsequenz überstand Cunningham diese äußerst prekäre Phase, als Hernandez sich in seinem eifrig angebrachten Schlaghagel auszupowern drohte. Tatsächlich nahm er sich in den drei darauf folgenden Runden auch eine längere Auszeit, die wiederum Cunningham Gelegenheit gab, verlorenes Terrain auf den Punktzetteln zurückzugewinnen.

Tapferer Verlierer

"Respekt für Steve", sagte nach seinem klaren Sieg auch Hernandez. "Er ist ein tapferer Boxer. Es war ein sehr harter Kampf." Cunningham, immerhin auch schon 35 Jahre alt, wies nach, bestens vorbereitet an den Main gekommen zu sein. Äußerlicher Ausweis dessen war sein vollkommen austrainierter Körper, der als ein einziges Muskelpaket daherkam. Zu verkraften aber hatte Cunningham nicht nur die präzisen und variablen Schläge seines kubanischen Gegenübers, sondern vor allem auch die blutigen Folgen: Cunninghams Gesicht schwoll sichtlich an, die rechte Augenbraue zierte ein respektabler Cut, auch spuckte der 1,90-Meter-Mann regelmäßig Blut.

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Wegner ist begeistert

"Ich habe ihm einen harten Kampf geliefert", sagte Cunningham, "aber er hat den Sieg verdient." Hernandez' begeisterter Trainer Ulli Wegner attestierte seinem Schützling, gezeigt zu haben, "dass er der wahre Champion ist." Er habe sich vorbildlich an die taktische Marschroute und das Konzept gehalten - was Wegners gewohnt lautstarke Anweisungen in den Ringpausen nicht überflüssig machte, sondern ihnen zu einem Gutteil auch geschuldet war. "Pablo hat heute einen Weltklassemann geschlagen. Cunningham war immer gefährlich bis zur zwölften Runde." In der aber wäre er beinahe nochmal - und dann auch regelkonform - k.o. gegangen. Denn als er seine letzte verbliebene Chance suchte, Hernandez beim Wiedersehen den Gürtel zu entreißen, wurde er von der zweiten oder dritten Luft des Weltmeisters erwischt. Der gab nochmal alles, was er noch drin hatte. Hätte es eine 13. Runde gegeben, beide Kämpfer wären wahrscheinlich vor Kraftlosigkeit gleichzeitig zu Boden gegangen.

Der erste Kampf sollte für Cunningham endgültig abgehakt sein

Cunninghams Anerkennung für Hernandez bedeutete für den Mittelamerikaner den Ritterschlag und den Schlussstrich unter Cunninghams Frust nach seiner Entthronung am 1. Oktober 2011 in Neubrandenburg. Der damalige Herausforderer Hernandez hatte durch unabsichtliche Kopfstöße mehrere Cutverletzungen erlitten, weshalb Ringrichter Mickey Vann den WM-Fight auf Anraten des Arztes abbrach. "Zu hinderlich und zu gefährlich" seien die Verletzungen gewesen, um den Kampf fortzusetzen - mit 2:1 Richterstimmen wurde Hernandez der Titel zugesprochen. Cunningham hatte gegen die Wertung Protest beim Weltverband IBF eingelegt und den Rückkampf zugesprochen bekommen. Er endete in seiner vierten Niederlage im 28. Kampf als Profi. Hernandez stand zum 27. Mal als Profi im Ring und feierte seinen 26. Erfolg. "Das war ein hochstehender Kampf, wo Hernandez sein ganzes Können entfaltete", sagte Ex-Weltmeister Henry Maske in seiner Funktion als ARD-Experte.

Europameister Gutknecht empfiehlt sich für einen WM-Kampf

Zuvor hatte Eduard Gutknecht seinen Europameistertitel im Halbschwergewicht verteidigt. Der gebürtige Kasache gewann gegen den Russen Wjatscheslaw Uzelkow über zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Für Gutknecht war es der 23. Sieg im 24. Profikampf. "Uzelkow hat sehr harte Hände geschlagen. Aber ich konnte die Treffer wegstecken", sagte der 27-Jährige. Der frühere deutsche Amateurmeister hofft nun auf einen WM-Kampf.

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