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Vitali Klitschko: Herausforderer Chisora "spürt Angst" bei amtierenden Weltmeister

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Chisora: Es ist "Zeit für einen neuen König"

14.02.2012, 09:19 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Vitali Klitschko: Herausforderer Chisora "spürt Angst" bei amtierenden Weltmeister. Dereck Chisora hätte gerne Vitali Klitschkos WBC-Gürtel. (Quelle: AP/dpa)

Dereck Chisora hätte gerne Vitali Klitschkos WBC-Gürtel. (Quelle: AP/dpa)

Der Herausforderer spuckte große Töne, der Weltmeister antworte ganz cool. Fünf Tage vor ihrem Kampf um die WBC-Weltmeisterschaft hat Schwergewichtsboxer Dereck Chisora bei Vitali Klitschko "Angst gespürt, Angst etwas ganz Großes zu verlieren".

Der Brite kündigte an, seinen Kontrahenten in der achten Runde auszuknocken. "Früher war Vitali ein guter Boxer. Er ist aber nicht mehr der, der er mal war." Deshalb werde er, "den Titel auf die Insel holen". Es sei "Zeit für einen neuen König", die Klitschko-Brüder hätten "den Sport getötet, den ich liebe", tönte Chisora.

Dem Gegner "eine Lektion erteilen"

Der Weltmeister konterte: "Es wäre gut, wenn Dereck überhaupt bis zur achten Runde stehen bleibt", sagte Klitschko. Sein Gegner sei zwar aus Großbritannien. "Aber er hat keine guten Manieren gelernt. Ich freue mich schon darauf, diesem jungen Mann eine Lektion zu erteilen."

Auf die leichte Schulter will Dr. Eisenfaust seinen Gegner allerdings nicht nehmen. Chisora sei der "stärkste Herausforderer im Moment", marschiere "ununterbrochen nach vorne" und sei "frech und selbstbewusst", sagte Klitschko.

Zwei der letzten drei Kämpfe verloren

Ob der Herausforderer wirklich die ihm vom Weltmeister attestierte Klasse hat, darf allerdings bezweifelt werden. Von seinen letzten drei Kämpfen hat der 28-Jährige zwei nach Punkten verloren, gegen seinen Landsmann Tyson Fury und den Finnen Robert Helenius - letzteren umstritten mit 1:2-Richterstimmen. Bei 15 seiner 17 Profikämpfen verlies Chisora den Ring als Sieger, neun davon gewann er vorzeitig.

Der ältere Klitschko-Bruder hat 43 seiner 45 Profi-Duelle erfolgreich bestritten. 40 Mal hörte sein Gegner dabei nicht den Schlussgong. Und auch "du kannst mich nicht stoppen", ließ er Chisora wissen. "Du bekommst zwar einen Versuch. Aber du wirst keine Chance haben."

Trainer Sdunek hat keinen Zweifel

Ebenso wie der Titelverteidiger nahm auch sein Trainer Fritz Sdunek die Sprüche des Kontrahenten ohne Regung zur Kenntnis. "Wir haben schon häufig große Worte gehört. Immer wieder gab es Boxer, die ihn in Rente schicken wollten", sagte er. Geschafft habe es bisher keiner und auch diesmal "wird der alte und neue Weltmeister Vitali Klitschko heißen".

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