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Vitali Klitschko widerspricht: Kein Karriereende!

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Karriereende? Vitali Klitschko kämpferisch

19.02.2012, 16:38 Uhr | t-online.de, dapd

Vitali Klitschko widerspricht: Kein Karriereende!. Kehrt Vitali Klitschko jemals wieder in den Ring zurück? (Quelle: imago)

Kehrt Vitali Klitschko jemals wieder in den Ring zurück? (Quelle: imago)

Aus München berichtet Jens Bistritschan

Henry Maske hatte sich nach Vitali Klitschkos Punktsieg gegen Dereck Chisora schon gewundert. "Vitali hat die Führungshand komplett vernachlässigt. Ich weiß nicht, warum." Doch des Rätsels Lösung war einfach – wenn auch schmerzhaft. Ab der 4. Runde hatte sich bei Dr. Eisenfaust eine laut Trainer Fritz Sdunek "alte Verletzung" in der linken Schulter wieder bemerkbar gemacht. Bei einer ersten Diagnose stellte Professor Bernd Kabelka zunächst eine Reizung fest, jetzt gab eine genauere Untersuchung Aufschluss über die Verletzung: Ein Sehnenanriss legte seine Linke still.

"Glücklicherweise ist es ein sehr geringer Einriss", sagte Kabelka. "Wir werden das Ganze wahrscheinlich ohne Operation hinkriegen. Ich denke, dass nach ungefähr 6-8 Wochen die Verletzung wieder ausgeheilt ist." War zunächst sogar über ein Karriereende spekuliert worden, will der Klitschko-Clan davon nun nichts wissen. (Video: Sehen Sie die Zusammenfassung des Klitschko-Kampfes)

Klitschko: "Das war nicht der letzte Kampf"

Doch Vitali bestätigt, dass er zunächst verunsichert war. "Es ist in der 4. Runde passiert. Ich habe richtig Angst gehabt, weil sich der linke Arm einfach nicht bewegt und nicht auf mich gehört hat. Die Ärzte haben aber gesagt, es ist nichts Dramatisches. Gott sein Dank ist keine operative Behandlung nötig."

Ein vorzeitiges Ende seiner sportlichen Karriere durch die Verletzung schloss Vitali Klitschko gegenüber RTL energisch aus. "Auf jeden Fall", so der 40-jährige WBC-Champion, werde er wieder in den Ring steigen. "Es ist noch nicht alles vorbei. Wenn ich mit einem Arm kämpfen und klar dominieren kann, habe ich eine große Reserve an Pulver. Deswegen war das nicht der letzte Kampf."

Nicht die erste Verletzung an der linken Schulter

Die Sorgen kamen auf, da er schon vor knapp zwölf Jahren einen Kampf wegen eines Sehnenrisses in eben jener linken Schulter aufgegeben, den Titelkampf gegen den US-Amerikaner Chris Byrd. Zu diesem Zeitpunkt hatte er auf den Zetteln aller drei Punktrichter klar vorne gelegen.

Der damalige und heutige Trainer Sdunek zeigte sich begeistert, wie Klitschko sich nun nicht von der Verletzung stoppen ließ. "Alle Achtung, wie er das durchgestanden hat mit dem Tempo." Sein Schützling wollte die Verletzung nicht als Entschuldigung dafür gelten, dass er Chisora nicht k.o. geschlagen hatte. Aber er gab auch zu bedenken, dass "in jedem Kampf der Klitschkos die Linke der Schlüssel zum Erfolg" sei.

Klitschko: "Dann bekommt er die Abrechnung"

Der Ukrainer war dann auch sehr unglücklich, dass es mit dem vorzeitigen Sieg nicht geklappt hatte. "Ich habe ihm die Rechnung präsentieren wollen, die er sich verdient hatte." Tags zuvor beim Wiegen hatte der britische Herausforderer dem alten und neuen WBC-Weltmeister eine Ohrfeige verpasst. Vor dem Kampf hatte er dann Wladimir Klitschko mit einem Wasserschwall bespuckt, weil dieser zuvor bei der Kontrolle der Bandage in der Kabine eine Regelwidrigkeit festgestellt hatte. (Box-Skandal: Alles zur Prügelei zwischen Chisora und David Haye)

"Ich habe Respekt vor ihm als Kämpfer, aber nicht als Mensch", erklärte Vitali nach dem Kampf. Schließlich ist sein Gegner erst das vierte "Klitschko-Opfer", das mit Dr. Eisenfaust über die volle Distanz gegangen ist. Über die Möglichkeiten eines Rückkampfes hielt sich bedeckt. "Vielleicht trifft man sich ja wieder. Und dann bekommt er die Abrechnung", drohte Klitschko. Doch nicht nur die Schulter wird ein Faktor sein, wann das sein wird.

Politische Kämpfe statt Boxkämpfe?

Schließlich stehen in der Ukraine, der Heimat des 40-Jährigen, in diesem Jahr noch Parlamentswahlen und die Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt Kiew an. Für das Amt des Stadtoberhauptes hatte der Parteivorsitzende der Ukrainischen Demokratische Allianz für Reformen (UDAR, was in der ukrainischen Sprache "Schlag" bedeutet) schon zweimal kandidiert. In der politischen Arena wird Klitschko sicherlich noch den einen oder anderen Kampf bestreiten – zum Glück braucht er dazu dann seine Schulter nicht. (Video: Klitschko vs. Chisora - Sehen Sie den Kampf in voller Länge!)

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