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Marco Huck will erst Alexander Powetkin schlagen und dann einen Klitschko

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Marco Huck: "Jetzt komme ich"

23.02.2012, 12:00 Uhr | dpa, sid, dapd

Marco Huck will erst Alexander Powetkin schlagen und dann einen Klitschko. Marco Huck (re.) fordert Alexander Powetkin heraus. (Quelle: dapd)

Marco Huck (re.) fordert Alexander Powetkin heraus. (Quelle: dapd)

Die beiden bulligen Security-Mitarbeiter hatten sich gut sichtbar links und rechts vom Podium aufgebaut: Die Bilder vom vergangenen Wochenende sollten sich vor dem nächsten WM-Kampf im Schwergewichtsboxen um keinen Preis wiederholen. Auch wenn sich Herausforderer Marco Huck und WBA-Weltmeister Alexander Powetkin verbal attackierten, die Fäuste behielten sie bei sich. "Er hat bis jetzt alte und dicke Gegner geschlagen. Jetzt komme ich. Da muss er sich mal beweisen", lästerte Huck.

Am Samstag will Huck in der Stuttgarter Porsche-Arena erster deutscher Weltmeister in der Königsklasse seit Max Schmeling vor 80 Jahren werden - und das gleich bei seinem ersten Auftritt im Schwergewicht.

Kampf um Weltmeister-Titel der zweiten Klasse

Die tatsächliche Aussagekraft des erhofften Titels - und der Vergleich mit der Legende Schmeling - ist aber zumindest fragwürdig. Wladimir Klitschko wird von der WBA als "Super-Champion" geführt, ist also noch ein bisschen mehr Weltmeister, als Huck es jetzt werden kann.

Allerdings soll der Kampf gegen Powetkin eh nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem Kampf gegen einen der Klitschkos sein. "Ich respektiere die Leistungen von Vitali und Wladimir. Aber ich bin mir auch sicher, dass ich beide schlagen kann", erklärte Huck.

Schwere Vorwürfe gegen das Klitschko-Lager

Überhaupt waren die ukrainischen Box-Brüder, obwohl körperlich nicht anwesend, und die Vorfälle rund um Vitalis Kampf gegen Dereck Chisora auch ein paar Tage später bei der Pressekonferenz im Mittelpunkt des Interesses. Huck erhob heftige Vorwürfe gegen das Klitschko-Management: "Deren Manager Bernd Bönte hat die Ohrfeige vor dem Kampf inszeniert, um die Fernseh-Einschaltquote zu steigern. Das ist ihm sehr gut gelungen."

Die Prügelei nach dem Fight zwischen Chisora und Ex-WBA-Champion David Haye kommentierte dann Hucks Promoter Kalle Sauerland. "Das war ein Tiefschlag für das Boxen. So eine Situation darf gar nicht entstehen, bei uns wäre sie nicht entstanden. Das war verantwortungslos", sagte Sauerland. Ähnlich sah dies Trainer Ulli Wegner. "Sie hatten genügend Sicherheitsleute da, die das hätten verhindern können. Das war nicht gut fürs Boxen", beklagte der 69-Jährige

Haye am Ring willkommen

Einer der Beteiligten des Eklats vom vergangenen Wochenende könnte theoretisch auch in Stuttgart anwesend sein. Sauerland bestätigte, dass Haye in Stuttgart auf der Gästeliste steht. "Er ist ein Freund. Natürlich lassen wir ihn rein", sagte er.

Da die deutschen Behörden Haye gerne wegen der Vorfälle in München vernehmen würden, wird der Ex-Champion aber wohl nicht nach Stuttgart kommen. Haye gönnt sich stattdessen einen Urlaub in Las Vegas, Abreise war am Mittwoch.

Vitali Klitschko: Huck hat eine "große Klappe und nichts dahinter"

Im Gegensatz zu Huck beließ es Powetkin mit Aussagen zum bevorstehenden Kampf: "Anfangs war ich überrascht, von Huck herausgefordert zu werden, da er vorher noch nie im Schwergewicht geboxt hat. Ich schrecke aber vor keiner Herausforderung zurück und verteidige meinen Titel sehr gerne gegen ihn. Ich bin in sehr guter Verfassung. Ich werde gutes und effektives Boxen zeigen. Angst habe ich vor nichts und niemandem." Wieso sollte er auch? Der Olympiasieger von 2004 in Athen verlies nach allen seinen 23 Profikämpfen als Sieger den Ring. 16 Mal gewann er vorzeitig.

Von einem Sieg Powetkins ist auch Vitali Klitschko überzeugt. Huck traut er nichts zu. "Er erinnert mich sehr stark an David Haye - große Klappe und nichts dahinter. Das Schwergewicht ist eine ganz andere Herausforderung als das Cruisergewicht", sagte der WBC-Champion der "Sport Bild". Er glaube nicht, einmal gegen Huck im Ring zu stehen. "Das setzt voraus, dass Huck gegen Powetkin gewinnt - und das glaube ich nicht", sagte Klitschko.

Mehr Schlagkraft, weniger Schnelligkeit

Für Huck steht eine Kampfbilanz als Profi von 34 Siegen (25 davon durch K.o.) bei einer Niederlage zu Buche - alle im Cruisergewicht. Nach seinem Aufstieg in die Königsklasse hat der 27-Jährige in den vergangenen Wochen an Gewicht zugelegt. 90,72 Kilogramm waren ihm bisher erlaubt.

Rund 97 Kilo hat Huck momentan auf den Rippen. "Für das Schwergewicht ist das ziemlich wenig. Am Ende wird aber nicht mein Körpergewicht, sondern meine Schlagkraft entscheidend sein", sagte Huck. Einen Nachteil des höheren Gewichts musste er einräumen: "Ich spüre die sieben Kilo Unterschied schon. Sie drücken auf meine Schnelligkeit."

Freifahrtschein für eine Rückkehr in Cruisergewicht

Wegner, der Huck lange von einem Wechsel der Gewichtsklasse abgeraten hatte, sieht seinen Boxer dennoch gut für das Duell gegen Powetkin gerüstet. "Marco soll sich seinen Traum im Ring erfüllen. Das wird eine ganz spannende Sache. Es wird sich zeigen, wo der Weg hingeht."

Sollte sein Schützling nicht erfolgreich sein, hat er immer noch die Option in seine alte Gewichtsklasse zurückzukehren. Dort müsste er dann seinen WBO-Titel gegen den britischen Pflichtherausforderer Ola Afolabi verteidigen.

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