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Wladimir Klitschko verteidigt Titel durch K.o.

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Klitschko lässt Thompson keine Chance

08.07.2012, 09:10 Uhr | t-online.de

Wladimir Klitschko verteidigt Titel durch K.o.. Wladimir Klitschko (li.) im WM-Fight gegen Tony Thompson. (Quelle: Reuters)

Wladimir Klitschko (li.) im WM-Fight gegen Tony Thompson. (Quelle: Reuters)

Dauerregent Wladimir Klitschko ist einfach nicht vom Box-Thron zu vertreiben. Der Schwergewichts-Weltmeister aus der Ukraine gewann auch gegen den Amerikaner Tony Thompson und baute seine acht Jahre haltende Siegesserie auf 16 gewonnene Fights in Folge aus. Im Stade de Suisse in Bern war der jüngere der beiden Klitschko-Brüder jederzeit Herr des Ringes, Dr. Steelhammer gewann durch K.o. in der sechsten Runde.

Für den 36-Jährigen Champion der Boxverbände IBF, WBO und WBA war es der 58. Sieg im 61. Profikampf. 51 davon endeten vorzeitig.

Zumindest körperlich dem Champion gewachsen

In Thompson, gegen den Klitschko im ersten Duell vor vier Jahren viel mehr Mühe gehabt hatte, stand endlich mal wieder ein Gegner im Ring, der dem Champion zumindest im wörtlichen Sinne ein Duell auf Augenhöhe liefern konnte. Mit seinen 1,96 Meter brauchte sich der "Tiger" jedenfalls rein körperlich nicht vor dem nur zwei Zentimeter größeren Klitschko und dessen enormer Reichweite zu verstecken. Auch beim Gewicht kämpfte Thompson mit 111 gegen 113 Kilo fast in der gleichen Liga. Zuletzt waren die aus dem Cruisergewicht in die Königsklasse aufgestiegenen Jean-Marc Mormeck aus Frankreich und David Haye aus Großbritannien in jeder Hinsicht zu leicht, um gegen Dr. Steelhammer zu bestehen.

Thompson mit frühen Ausrutschern

Die Fans in Bern erhofften sich einen spannenden Fight zwischen Linksausleger Klitschko gegen Rechtsausleger Thompson, der etwas unorthodox boxt und daher nicht leicht auszurechnen ist. Die erste Runde nutzten beide Boxer dazu, sich auf den Gegner einzustellen, aber schon im zweiten Durchgang wurde es dynamischer. Der Titelverteidiger kam gleich zu mehreren guten Aktionen und Thompson fand sich zwei Mal auf dem Boden wieder - allerdings wurde er nicht angezählt: der Ringrichter wertete beide Aktionen als Ausrutscher des Amerikaners. Zumindest im zweiten Fall war die Entscheidung diskussionswürdig, denn Klitschkos Rechte war zuvor im Ziel gelandet. Dafür revanchierte sich der Herausforderer schon in der dritten Runde mit zwei guten Treffern, als der Weltmeister jeweils in einen Konter lief.

Niederschläge in den Runden fünf und sechs

Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheit ging Klitschko aber von Beginn an ein relativ hohes Tempo, und ab der fünften Runde hatte der Champion den Fight endgültig im Griff. Mit einer krachenden Rechten schickte er den Herausforderer zu Boden. Thompson rappelte sich nur mit Mühe noch einmal auf und rettete sich in die Pause. In der sechsten Runde dann die Entscheidung: Nach einer Schlagserie, bei der aber kein klarer K.-o.-Treffer zu erkennen war, lag der Herausforderer erneut in der Ringecke. Als Ringrichter Sam Williams beim Zählen bei zehn angekommen war, stand Thompson zwar wieder. Dennoch entscheid sich Williams den Kampf zu beenden - vollkommen zu Recht. "Ich wusste, dass ich schneller, stärker, besser bin. Tony wollte es unbedingt. Aber es war nicht seine Nacht", sagte Klitschko.

Stolze Kampfbilanz des Herausforderers

Zuvor in seiner Karriere war Thompson bislang erst einmal am Boden: bei der ersten Niederlage gegen Klitschko vor vier Jahren. Seitdem hatte er fünf Kämpfe bestritten und diese allesamt durch K.o. gewonnen. Auf diese Weise kämpfte er sich zum offiziellen Herausforderer des Weltverbandes IBF hoch. Seinen letzten Auftritt im Ring hatte er allerdings vor 14 Monaten. Nach seiner dritten Niederlage im 39. Profikampf dürfte seine Karriere nun zu Ende sein. Schließlich ist Thompson schon 40 Jahre alt. "Wenn ich den Champion nicht schlagen kann, was soll das Ganze dann noch", fragte sich der Amerikaner. Und eine dritte Titel-Chance wird Thompson nicht erhalten.

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