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Haye gewinnt Skandalkampf gegen Chisora

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Haye schlägt Chisora in der fünften Runde k.o.

14.07.2012, 23:47 Uhr | t-online.de

Haye gewinnt Skandalkampf gegen Chisora. David Haye (re.) im Ring gegen Dereck Chisora. (Quelle: Reuters)

David Haye (re.) im Ring gegen Dereck Chisora. (Quelle: Reuters)

David Haye hat das Skandalduell gegen Dereck Chisora gewonnen. Beim Kampf im verregneten Upton Park, dem Stadion des Londoner Fußballklubs West Ham United, schickte der frühere Weltmeister seinen Kontrahenten zwei Mal in den Ringstaub und gewann durch K.o. in der fünften Runde. Um WM-Gürtel ging es in dem umstrittenen Fight nicht. Allerdings brachte sich der "Hayemaker" nach seinem 26. Sieg im 28. Kampf selbst ins Gespräch für ein lukratives Duell gegen einen der Klitschko-Brüder. "Ich bin bereit, Vitali", posaunte der gefeierte Lokalmatador.

Der unterlegene Chisora konnte sich dank des großen PR-Spektakels rund um den Kampf mit mit etwa zwei Millionen Euro trösten, der größten Börse seines Lebens. Der Sieger verdiente sogar noch eine Million mehr. Haye hatte vor gut einem Jahr seinen Weltmeistergürtel des Verbandes WBA gegen Wladimir Klitschko verloren und war danach eigentlich zurückgetreten.

Nach dem Kampf: nur liebe Worte

Obwohl der 31-jährige Haye seit dieser Niederlage keinen offiziellen Kampf mehr bestritten hatte, ging der ehemalige WBA-Champion als klarer Favorit in den Fight mit dem drei Jahre jüngeren Chisora. Und Haye übernahm vor 30.000 Fans gleich die Initiative. Im Duell der Linksausleger startete Haye aufgrund seiner technisch besseren Fähigkeiten stärker und brachte in der zweiten Runde erstmals eine Rechte ins Ziel. Der boxerisch limitierte und mit einer zehn Zentimeter geringeren Reichweite ausgestattete Chisora suchte von Beginn an sein Glück im Infight.

Am Sieg schnupperte er aber nur ganz kurz. Mit einer hammerharten Linken erwischte er Haye in der dritten Runde. Für eine Wertung kam der Schlag zu spät, denn der Gong rettete Haye zur Pause. Der Treffer zeigte Wirkung beim Favoriten - allerdings nur kurz. Denn schon eine Runde später rückte er die Verhältnisse im Ring gerade. Nachdem Cisora früh nach einer Rechten zu Boden ging und angezählt wurde, setzte Haye unbarmherzig nach und schlug seinen Gegner mit einer sehenswerten Links-Rechts-Kombination endgültig k.o.

Nach dem Ende des Kampfes gaben sich beide Streithähne friedlich. "Dereck verdient viel Respekt. Er hat eins der härtesten Kinne der Boxwelt. Irgendwann wird er ein Champion sein", sagte Haye über Chisora, den er in den letzten Wochen bei jeder Gelegenheit verunglimpft hatte.

Kampf unter luxemburgischer Flagge

Selbst in der oft halbseidenen Welt des Boxens war der Kampf der beiden Briten höchst umstritten. Von "Freak Show" bis zur "Rückkehr zu den Boxwurzeln" gingen die Urteile der Fachleute. Hintergrund: Die beiden skandalumwitterten Boxer hatten sich am 18. Februar bei einer Pressekonferenz in der Münchner Olympiahalle schlimm geprügelt, nachdem Chisora unmittelbar zuvor gegen Vitali Klitschko verloren hatte. Sogar die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt hatte danach ermittelt.

Rüpel Chisora, der schon im Ring gute Erziehung vermissen ließ und Klitschkos Bruder Wladimir bespuckte, verlor daraufhin seine britische Boxlizenz. Großmaul Haye, bei der Pressekonferenz eigentlich nur als Gast zugegen, hatte seine Lizenz schon zuvor zurückgegeben. Für das lukrative Skandal-Duell nun in London waren beide Kämpfer beim luxemburgischen Verband untergekommen.

Im frei empfangbaren deutschen Fernsehen war der Kampf nicht zu sehen. Die ARD als Rechteinhaber hatte auf eine Übertragung verzichtet, weil sie einen Imageschaden befürchtete. Boxfreunde konnten sich für 20 bis 25 Euro beim Bezahlsender Sky - zusätzlich zur Grundgebühr - das Recht erkaufen, beim skurrilsten Fight des Jahres live dabei zu sein.

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