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Boxen: Letzte Chance für Arthur Abraham

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"Für Arthur geht es jetzt um alles"

24.08.2012, 15:44 Uhr | t-online.de

Boxen: Letzte Chance für Arthur Abraham. Robert Stieglitz (li.) und Arthur Abraham steigen in Berlin in den Ring. (Quelle: dpa)

Robert Stieglitz (li.) und Arthur Abraham steigen in Berlin in den Ring. (Quelle: dpa)

Eine weitere Niederlage wäre wohl der sportliche Aus für Arthur Abraham. Der einstmals gefeierte K.o.-König muss Box-Weltmeister Robert Stieglitz am Samstagabend in der Berliner O2 World Arena unbedingt von dessen Thron stürzen, um eine sportliche Zukunft zu haben. Denn seine Karriere verträgt keine weitere Niederlage.

Nach seinem Aufstieg ins Supermittelgewicht im Herbst 2009 hat diese einen großen Knick bekommen. Drei desaströse Niederlagen im Super-Six-Turnier sorgten für Zweifel an der Leistungsstärke des gebürtigen Armeniers. Abraham gab vor allem außerhalb des Boxrings Gas: Seinen Ferrari stoppte die Polizei mit 230 Sachen auf der Berliner Stadtautobahn.

Abraham: "Der Druck ist riesig"

Vorbei sind die Zeiten, als Abraham von allen gefürchtet wurde und als gnadenlos galt. 2006 hatte er im "Blutkampf von Wetzlar" mit doppelt gebrochenem Unterkiefer seinen IBF-Weltmeistertitel im Mittelgewicht gegen den Kolumbianer Edison Miranda erfolgreich verteidigt. Bis 2009 blieb er in dieser Gewichtsklasse ungeschlagen. Das Duell jetzt um die WBO-Krone im Supermittelgewicht stellten er und sein Management selbst unter das Motto "Die letzte Chance!"

"Der Druck, der auf mir lastet, ist riesig. Damit muss ich umgehen. Ich werde einen großen Sieg für mich und meine Fans einfahren", versprach der Schützling von Trainer Ulli Wegner. Forsche K.o.-Versprechungen gab es vom schlaggewaltigen 32-Jährigen allerdings nicht. "Wichtig ist, dass ich ihn vom Anfang bis zum Schluss im Griff habe. Dass ich ihn richtig treffe und nach Punkten vorne liege", sagte der Ex-Weltmeister im Mittelgewicht.

Kalle Sauerland: "Es ist Krieg angesagt"

Gegen einen vorzeitigen Sieg hätte Abraham natürlich nichts einzuwenden. "Wenn die Möglichkeit zum K.o. kommt, dann schlag ich ihn natürlich auch gerne K.o.", kündigte er an. Die großen Töne überließ Abraham dann aber lieber seinem Manager Kalle Sauerland. "Es ist Krieg angesagt. Für Arthur geht es jetzt um alles", erklärte dieser.

Vor allem Abrahams boxerische Limitiertheit ist in der neuen Gewichtsklasse deutlich zum Vorschein gekommen. Daran hat Wegner mit seinem einstigen Vorzeigeschützling gearbeitet. "Arthur hat sich von Sparring zu Sparring gesteigert. Wir haben allen Grund, zuversichtlich zu sein", erklärte der Trainer. Am 31. März hatte sein Schützling im Kampf um die vakante Europameisterschaft den Polen Piotr Wilczewski nach Punkten bezwungen.

Stieglitz entspannt sich beim Angeln

Während Abraham um die Fortsetzung seiner Karriere bangen muss, ist das Duell für Stieglitz die große Chance, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. "Ich fühle mich entspannt, fit und körperlich so gut wie noch nie", sagte der 31-Jährige vor seiner siebten Titelverteidigung.

Stieglitz verlebte die letzten Tage ganz gelassen. Er angelte an seinem Lieblingsplatz an der Elbe bei Magdeburg, fing dabei eine Brasse, die aber "nicht in den Ernährungsplan passte". Den Trubel versucht er auszublenden, reiste erst am Tag vor dem Kampf nach Berlin. "Robert ist bescheiden und ein häuslicher Typ. Er braucht die Ruhe, um optimal fokussiert zu sein", erläuterte sein Manager Ulf Steinforth. Und Trainer Dirk Dzemski kündigte an: "Wir werden den besten Robert aller Zeiten sehen."

Weltmeister ohne großen Bekanntheitsgrad

Stieglitz nennt den WBO-Gürtel schon drei Jahren sein Eigen. Sportlich wird er dennoch immer wieder unterschätzt, einen großen Namen hat der gebürtige Russe in Deutschland nicht. Das könnte sich mit einem Sieg über Abraham schlagartig ändern. Der Titelverteidiger zweifelt nicht im entferntesten daran, dass ihm der gelingen wird. "Deutschland wird sehen, dass ich der bessere Fighter bin. Der Kampf ist auch eine Chance, mich mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Diese Möglichkeit werde ich mir nicht entgehen lassen", sagte der in 44 Kämpfen nur zweimal bezwungene Stieglitz.

Um geschätzte 500.000 Euro soll ihn der Kampf reicher machen. Der Herausforderer bekommt angeblich nur die Hälfte. Dafür wäre Abraham früher nicht in den Ring gestiegen, aber da war der gebürtige Armenier auch noch ungeschlagener Weltmeister. Mittlerweile lautet seine Kampfbilanz nur noch 34:3.

Kampf gegen Sturm und damit ein großer Zahltag winkt

Die Prognosen über den Kampfausgang gehen weit auseinander. Viele Experten sehen Stieglitz im Vorteil. Er besteche durch seine Physis, Beweglichkeit und Technik. Abraham sei dagegen eher der klassische Schläger. Immerhin die Wettbüros favorisieren Abraham deutlich.

Egal wie der Kampf ausgeht, der Sieger darf sich schon für das nächste Duell rüsten. WBA-Weltmeister Felix Sturm kündigte an, gegen den Gewinner boxen zu wollen. Dafür würde der 33 Jahre alte Mittelgewichtler sogar eine Gewichtsklasse aufsteigen. Die Aussage überrascht, da in den Jahren zuvor ein Kampf gegen Abraham niemals zustande gekommen war, obwohl beide Seiten immer wieder ihr Interesse daran bekundet hatten.

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