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Boxen: Firat Arslan fühlt sich um den Lohn seiner Arbeit gebracht

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Arslan fühlt sich um den Lohn seiner Arbeit gebracht

05.11.2012, 11:33 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Boxen: Firat Arslan fühlt sich um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Verlierer Firat Arslan lässt sich feiern. (Quelle: imago)

Verlierer Firat Arslan lässt sich feiern. (Quelle: imago)

Die Gemüter beruhigten sich nach dem umstritten Urteil im WM-Kampf zwischen Box-Weltmeister Marco Huck und Firat Arslan nur langsam. 113:115, 113:115 und 111:117 hatten die Punktrichter im Duell um die WBO-Krone im Cruisergewicht gegen den Herausforderer geurteilt. Nicht nur die Zuschauer in Halle waren entsetzt und pfiffen.

"Dieses Urteil ist eine Schande für die ARD und Sauerland. Ihr seid alle große Betrüger", giftete gar Arslan-Trainer Dieter Wittmann ins Mikrofon des übertragenden Senders. Später sollte er sich dafür entschuldigen.

Arslan: "Solche Entscheidungen machen den Boxsport kaputt"

Auch Arslan war nach dem Kampf bitter enttäuscht. "Ich bin der wahre Champion, das hat heute doch wirklich jeder gesehen. Solche Entscheidungen machen den Boxsport einfach nur kaputt. Wo führt der Sport hin, wenn es solche Urteile gibt? Man braucht nur in unsere Gesichter zu schauen", schimpfte der 42-Jährige. Auch forderte er von der ARD, der Sender solle mit Hucks Boxstall Sauerland reden, damit "solche Kämpfe fair ablaufen".

Auch sein Freund Luan Krasniqui blies ins gleiche Horn: "Der Kampf war eine Werbung fürs Boxen. Das Urteil aber nicht. Marco ist ein großartiger Weltmeister, aber heute hat er verloren."

Wegner schweigt lieber

Selbst Huck-Trainer Ulli Wegner, ansonsten nicht sparsam mit Lobeshymnen auf seine Sportler, fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. "Ich spreche nicht übers Urteil", verkündete er und sagte damit mehr, als er wollte. Zumindest räumte der 70-Jährige ein: "Marco hat taktisch verkehrt geboxt."

Huck war zu unbeweglich. Seine gelegentlichen Schlag-Kombinationen landeten zumeist in Arslans Doppeldeckung. Von den Körpertreffern, mit denen er dem Herausforderer zusetzte, schlugen mehrere unterhalb der Gürtellinie ein, ohne dass der US-Ringrichter einschritt. Laut "Bild" landete Huck 241 Treffer bei 857 Schlägen. Das ist eine Quote von 28 Prozent. Herausforderer Arslan traf 235 Mal bei 684 Schlägen (34 Prozent).

ARD: Wir haben keinen Einfluss auf das Urteil

Die ARD hat unterdessen die Kritik aus dem Lager des unterlegenen Herausforderers zurückgewiesen. "Wir achten die Unabhängigkeit von Verbänden und Veranstaltern, über die wir berichten. Wir beschweren uns als ARD ja auch nicht nach einer Schiedsrichter-Fehlentscheidung beim DFB", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky "Sport Bild Plus".

Er verwies darauf, dass der Sender keine Einflussmöglichkeiten habe. "Das entzieht sich unseren Möglichkeiten. Wenn es Fehlurteile gibt, und man kann geteilter Meinung sein, ob es bei Huck gegen Arslan eines war, dann werden das unsere Kommentatoren, Moderatoren und Experten ansprechen und bewerten", sagte Balkausky.

Bekommt Arslan seine zweite Chance?

Nach dieser Leistung hat Hucks Ambition, wieder ins Schwergewicht zurückzukehren und dort Weltmeister Wladimir Klitschko herauszufordern, einen herben Dämpfer bekommen. "Das Schwergewicht wird erst in anderthalb Jahren ein Thema", erklärte sein Promoter Kalle Sauerland. Dass sei auch immer so geplant gewesen. Huck ist davon nicht gerade begeistert."Im Schwergewicht würde es mir leichter fallen", ist er sich sicher.

Zuerst werde nach Sauerlands Worten aber Ola Afolabi sein Re-Match bekommen. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Huck und dem Engländer im Mai endete mit einem Unentschieden. Sauerland würde aber "lieber den zweiten Teil gegen Arslan als den dritten gegen Afolabi sehen".

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