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Arthur Abraham verliert WM-Titel an Stieglitz

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Stieglitz gewinnt WM-Rückkampf gegen Abraham

24.03.2013, 13:07 Uhr | dpa

Arthur Abraham verliert WM-Titel an Stieglitz. Arthur Abraham ist gezeichnet vom WM-Kampf gegen Robert Stieglitz. (Quelle: imago/ Christian Schroedter)

Arthur Abraham ist gezeichnet vom WM-Kampf gegen Robert Stieglitz. (Quelle: imago/ Christian Schroedter)

Sein zugeschwollenes Auge versteckte Arthur Abraham hinter einer schwarzen Sonnenbrille, die Narben auf seiner Seele konnte der entthronte Weltmeister nicht so gut verbergen. Wie ein Häufchen Elend saß der Profiboxer nach dem verlorenen WM-Rückkampf in Magdeburg gegen Lokalmatador Robert Stieglitz in der Pressekonferenz, an King Arthur war nichts Königliches mehr zu erkennen.

Der Schriftzug "World Champion" auf seinem Basecap rundete das traurige Bild mit einer gehörigen Portion Ironie ab. Nur wenige Meter vom geschockten Abraham entfernt schaute ein strahlender Stieglitz immer wieder auf den WM-Gürtel der Version WBO herab. Den hatte der gebürtige Russe vor sieben Monaten in Berlin klar an Abraham verloren, jetzt eroberte ihn der Magdeburger in seinem "Wohnzimmer" in beeindruckender Manier zurück.

Abraham: "Wollte ab der vierten Runde den Motor starten"

Alles deutet nun auf einen dritten und entscheidenden Kampf zwischen den beiden Supermittelgewichtlern hin. "Es steht jetzt eins zu eins. Wir sollten diesen dritten Kampf machen. Dann werden wir sehen, wer der bessere Boxer ist", sagte Abraham. Seiner Meinung nach hätte er dies schon im zweiten Duell bewiesen, wäre sein linkes Auge nicht vollkommen zugeschwollen und der Kampf nicht in der 4. Runde durch technischen K.o. abgebrochen worden.

"Ich wollte ab der vierten Runde den Motor starten", behauptete der Deutsch-Armenier: "Aber ich konnte nichts mehr sehen. So eine Verletzung hatte ich noch nie." Für Abrahams Trainer Uli Wegner war es keine Option, seinen Schützling wie beim legendären "Blut-Kampf" vor sechs Jahren gegen Edison Miranda weiterboxen zu lassen.

Wegner straft seinen Schützling mit Nichtachtung

"Beim Augenlicht bin ich viel vorsichtiger als beim Kiefer, das kann auch kein Ringarzt verantworten", sagte Wegner. Ob bewusst oder nicht: Der Erfolgscoach strafte Abraham nach dessen vierter Niederlage im 40. Profikampf mit Nichtachtung - garniert mit honigsüßen Worten für Gegner Stieglitz. "Mit welcher Wucht und Einstellung du an die Sache rangegangen bist, da ziehe ich den Hut vor", sagte Wegner.

Sein Boxer habe dagegen nur in der zweiten Runden "für drei Sekunden" gezeigt, wie man diesen Kampf gewinnen könne. In der Tat hatte Abraham bis zum Kampfabbruch keine Mittel gegen den wie aufgedreht attackierenden Stieglitz gefunden.

Stieglitz mit Dampfwalzen-Taktik

Unterstützt von 7500 Fans in der ausverkauften Magdeburger Halle setzte Stieglitz mit seiner Dampfwalzen-Taktik alles auf eine Karte - und wurde belohnt. Einer der vielen Wirkungstreffer ließ Abrahams Auge in der zweiten Runde zuschwellen. "Ich habe bewiesen, dass ich der wahre Champion bin", sagte Stieglitz, der von der Idee eines erneuten Rückkampfes begeistert ist: "Immer wieder gerne."

Die Vertragsverhandlungen der beiden Boxställe Sauerland und SES dürften nicht weiter schwierig sein, zumal der zweite Kampf dem Sender ARD eine gute Quote von im Schnitt 4,20 Millionen Zuschauern bescherte. Beide Seiten würden profitieren: Abraham, der nach seinen drei niederschmetternden Niederlagen beim Super-Six-Turnier erfolgreich zurückgekehrt war, könnte erneut seine Comeback-Qualitäten beweisen. Und Weltmeister Stieglitz fehlt nach wie vor ein Fernsehpartner, den wiederum der beliebte Abraham mitbringt.

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