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Boxen: Marco Huck will Ola Afolabi "endgültig vernichten"

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Huck will Afolabi im dritten Anlauf "endgültig vernichten"

07.06.2013, 21:46 Uhr | sid, dpa

Boxen: Marco Huck will Ola Afolabi "endgültig vernichten". Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Marco Huck (re.) und Ola Afolabi im Mai 2012 endete mit einem Unentschieden. (Quelle: imago/Moritz Müller)

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Marco Huck (re.) und Ola Afolabi im Mai 2012 endete mit einem Unentschieden. (Quelle: Moritz Müller/imago)

Wenn der Kampf auch nur halb so gut wird wie die verbale Schlacht davor, dürfen sich die Zuschauer am Samstag in Berlin auf eine tolle Ringschlacht freuen. Nach unzähligen verbalen Tiefschlägen fliegen zwischen den beiden Cruisergewichtlern Marco Huck und Ola Afolabi endlich auch im Ring die Fäuste - zum dritten und dann auch vorerst letzten Mal.

"Er geht mir langsam auf die Nerven, dieses Mal werde ich ihn endgültig vernichten - ohne Rücksicht auf Verluste", sagte WBO-Weltmeister Huck. Für seinen britischen Pflichtherausforderer hielt er einen Ratschlag bereit: "Er hat gesagt, er ist ein Schauspieler und braucht Make-up. Nach dem Kampf wird er sehr viel Make-up brauchen. Ich gebe ihm sogar Geld, damit er sich neues kaufen kann."

Ein Rollstuhl in pink für Huck?

Afolabi, der zur offiziellen Pressekonferenz ganz locker mit trendiger großer schwarzer Brille und weißen Kopfhörern um den Hals kam, reagierte gelassen auf die Provokationen. Im Rededuell wirkte er deutlich souveräner - und teilte selbst aus.

"Was ist deine Lieblingsfarbe? Pink? Dann kaufe ich dir nach dem Kampf einen pinken Rollstuhl", sagte der 33-Jährige. Wegen der einen oder andren wohlwollenden Punktrichter-Entscheidung spottete er: "Man sollte sein Blut testen, um herauszufinden, ob er mit dem Weihnachtsmann verwandt ist - bei all den Geschenken, die er schon bekommen hat." Das bezog der gebürtige Nigerianer insbesondere auf Hucks letzen Kampf gegen Firat Arslan. Sogar der blinde Musiker Stevie Wonder habe "das gesehen".

Afolabi: "Du bist kein Weltmeister, du bist deutscher Meister"

Afolabi, der im vergangenen Jahr ein umstrittenes Unentschieden gegen Huck erkämpfte und im ersten Duell im Dezember 2009 unterlag, nimmt den Wahl-Berliner vor dessen Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle nicht wirklich ernst. "Du bist kein Weltmeister, du bist deutscher Meister. Echte Weltmeister kämpfen auch außerhalb Deutschlands, aber das schaffst du nicht. Du bist ein Nobody. Der Weltmeistertitel ist ein Geschenk für dich, mehr nicht.", lästerte Afolabi.

Afolabi kämpft für den Klitschko-Stall - kein Wunder, dass auch Vitali den Herausforderer stärker einschätzt. "Ola ist viel schneller als Huck und technisch besser", sagte der ältere der Klitschko-Brüder der "Bild"-Zeitung.

Am liebsten einen der Klitschkos vor die Fäuste bekommen

Huck dürfte diese Aussage weiter anstacheln, schielt der gebürtige Serbe doch insgeheim auf weitere Kämpfe im Schwergewicht und will unbedingt einen der Klitschkos vor die Fäuste bekommen. Seit 2009 ist er WBO-Weltmeister im Cruisergewicht, schielt aber immer noch etwas neidisch in die höchste Gewichtsklasse.

Sein Ausflug dorthin war im Februar 2012 nicht von Erfolg gekrönt. Er unterlag seinem Stallgefährten Alexander Powetkin knapp nach Punkten und verpasste es, zweiter deutscher Schwergewichts-Weltmeister nach Max Schmeling zu werden.

Afolabi will Huck zermürben

Doch mit der Hilfe seines Trainers Ulli Wegner muss Huck (35 Siege in 38 Profikämpfen) nun erst einmal den in den USA lebenden Afolabi (25 Kämpfe/19 Siege) aus dem Weg räumen. Im vergangenen Jahr in Erfurt hatte er damit größere Probleme, behielt seinen WM-Gürtel nur durch ein Unentschieden. "Marco muss seinen Ansagen jetzt auch mal Taten folgen lassen", fordert deshalb Afolabis Trainer Fritz Sdunek. Huck hat auch nichts anderes vor: "Ich bin der Champion und will es auch bleiben."

Afolabi weiß aber, wie er das verhindern kam. "Der Kopf ist der Schlüssel zum Sieg. Wir sind beide topfit und bereit - deswegen wird nur das entscheidend sein. Ich bin kein K.o.-Schläger, ich muss und werde ihn mürbe machen", sagte der Brite.

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