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Cheftrainer Bastian: "Marutyan ist einer für ganz oben"

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Cheftrainer Bastian: "Marutyan ist einer für ganz oben"

09.06.2013, 13:09 Uhr | dpa

Cheftrainer Bastian: "Marutyan ist einer für ganz oben". Arajik Marutjan (l) kämpft im Finale gegen Alexander Besputin.

Arajik Marutjan (l) kämpft im Finale gegen Alexander Besputin. (Quelle: dpa)

Minsk (dpa) - Der Ärger über die Punktrichter hat bei den deutschen Amateurboxern die Freude über drei gewonnene Medaillen bei den Europameisterschaften in Minsk getrübt.

Die Unparteiischen hatten im Finale des Weltergewichts nicht dem Schweriner Arayk Marutyan, sondern dem Russen Alexander Besputin mit 3:0-Kampfrichterstimmen den Sieg zuerkannt. "Das Urteil kann keiner verstehen. Arayk hatte die erste und dritte Runde klar für sich entschieden. Er hätte eigentlich der Sieger sein müssen", klagte sein Trainer Michael Timm.

Marutyan brauchte einige Zeit, um über den Schock hinwegzukommen. "Ich war der bessere, das wissen wir", meinte der 20 Jahre alte gebürtige Armenier verärgert, um sich anschließend selbst zu trösten: "Na ja, ich und das gesamte Trainerteam sind sehr zufrieden mit mir - Vizeeuropameister!" Das bestätigte Cheftrainer Michael Bastian. "Arayk hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Zu Beginn des olympischen Zyklus EM-Silber zu gewinnen, das ist schon was", meinte der Sachse und prophezeite dem zweifachen Meister eine große Zukunft: "Arayk Marutyan ist einer für ganz oben."

Bronze ging an Artem Harutyunyan aus Hamburg im Leichtgewicht und Emir Ahmatovic aus Wetzlar im Schwergewicht. Wobei auch Harutyunyans Halbfinal-Niederlage gegen den Moldauer Dmitri Galagot das deutsche Team auf die Palme brachte. "Das war ein Fehlurteil. Klarer habe ich es noch nie gesehen", sagte der 50-jährige Timm, der als früherer Europameister und Cheftrainer des mittlerweile insolventen Hamburger Universum-Profistalls einiges erlebt hat.

Sieben der neun deutschen Boxer standen im Viertelfinale, wobei drei (Ronny Beblik, Kastriot Sopa, Stefan Härtel) an den späteren Europameistern scheiterten. "Die EM war ein sehr großer Erfolg für das deutsche Boxen", bilanzierte DBV-Präsident Jügen Kyas. "Wir haben den Anschluss an die internationale Spitze wieder hergestellt. Wir waren mal am Boden, das darf man nicht vergessen."

Lediglich mit dem neuen Bewertungssystem nach Profiregeln ist Kyas unzufrieden. "Ich bin nicht überzeugt davon. Es gibt in allen Verbänden heftige Diskussionen. Wir müssen das boxerische Element stärken", sagte er und hofft: "Das wird sicherlich noch verfeinert."
Erfolgreichste Nation war Russland mit fünf Titeln, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.

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