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Wladimir Klitschko siegt im 23-Millionen-Dollar-Kampf

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Machtkampf in Moskau  

Klitschko siegt im 23-Millionen-Dollar-Kampf

06.10.2013, 07:43 Uhr | t-online.de

Wladimir Klitschko siegt im 23-Millionen-Dollar-Kampf. Wladimir Klitschko dominiert den Kampf gegen Alexander Powetkin. (Quelle: Reuters)

Wladimir Klitschko dominiert den Kampf gegen Alexander Powetkin. (Quelle: Reuters)

Wladimir Klitschko hat auch den "Machtkampf in Moskau" gewonnen und bleibt Box-Weltmeister im Schwergewicht der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO. Er siegte im Duell der Olympiasieger von 1996 und 2004 gegen Alexander Powetkin durch einen einstimmigen Punktsieg. Alle drei Richter werteten den Kampf 119:104.

"Das war ein schweres Stück Arbeit. Powetkin ist ein großer Kämpfer. Er hat ein großes Herz gezeigt. Ich hätte den Kampf gerne früher beendet", sagte der Sieger noch im Ring. Für Dr. Steelhammer war es der 61. Sieg im 64. Profikampf. Für seinen Kontrahenten war es hingegen die erste Niederlage im 27. Ringduell. Sportlich fair akzeptierte er die Überlegenheit seines Kontrahenten: "Er war stärker. Er ist der beste Boxer, den es derzeit weltweit gibt."

Finanziell war es für beide Kontrahenten der bisher größte Zahltag ihrer Karriere. Der Kampf war für eine Gesamtbörse von 23.333.330 US-Dollar (knapp 17,2 Millionen Euro) von Powetkins Manager Wladimir Hrunov im Auftrag des russischen Baulöwen Andrei Ryabinsky ersteigert worden. Das war die dritthöchste Summe, die je bei einer Versteigerung für einen Boxkampf geboten wurde. Von dem garantierten Geld erhält Klitschko 75 Prozent, sein Gegner muss sich mit 25 Prozent begnügen.

Pfiffe des Publikums

Von Beginn an versuchte Powetkin seinen Reichweitennachteil wettzumachen und seinen Gegner in den Infight zu zwingen. Klitschko setzte darauf, sich den Russen mit der linken Führhand vom Leib zu halten. In der zweiten Runde dann der erste Wirkungstreffer. Der Champion erwischte Powetkin an der Schläfe. Der Russe musste zum ersten Mal in seiner Karriere zu Boden, konnte aber gleich weitermachen.

Klare Aktionen waren in der Folgezeit dann zumeist Mangelware. Beide Kämpfer versuchten ihrer Taktik treu zu bleiben. Und so kam es, dass Powetkin immer wieder mit tiefem Kopf in den Mann ging, während Klitschko das dankend annahm und seinen Gegner immer wieder leicht nach unten drückte. Das Publikum quittierte das Klammern und Halten ab dem Ende der fünften Runde mit Pfiffen.

Drei Niederschläge in Runde sieben

In der siebten Runde drehte Klitschko dann auf. Dreimal schickte er seinen Gegner zu Boden. Während es beim ersten Mal noch eine Mischung aus Schlägen und ein wenig Schubsen war, waren die nächsten beiden Niederschläge dann einzig Klitschkos Treffern geschuldet. Powetkin rettete sich aber noch einmal in die Ringpause.

Als der Russe eine Runde später erneut zu Boden ging, entschied Ringrichter Luis Pabon auf Schubsen von Klitschko. Der Unparteiische ermahnte den Champion, verzichtete aber auf einen Punktabzug.

Punktabzug für Klitschko

Klitschko zog nun sein Ding durch, boxte mit Übersicht. Aus der sicheren Distanz setzte er mit seiner Linken einen Treffer nach dem anderen. Powetkin zeigte ein großes Kämpferherz. Mit dem Mute der Verzweiflung attackierte er das eine oder andere Mal. Doch der Lucky Punch wollte ihm nicht gelingen.

Klitschko hingegen musste sich wegen Niederdrückens seines Gegners allerdings noch einen Punktabzug gefallen lassen. An der eindeutigen Wertung der Kampfrichter änderte dies jedoch nur noch marginal etwas.

Doch es gab auch kritische Stimmen nach dem letzten Gong. Ex-Weltmeister Lennox Lewis äußerte sich abfällig über Klitschkos Box-Stil. "Er hat sich oft auf ihn drauf gelehnt. Ein Weltmeister sollte das eigentlich nicht tun, der sollte mehr sein Talent zeigen, dass er überlegen ist", sagte der Brite: "Klitschko kann mehr zeigen, als er es heute getan hat. Er hätte Povetkin locker K.o. hauen können."

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