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Arthur Abraham darf nicht verlieren: Alle machen Druck

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Letzte Chance  

Abraham gegen Carolis unter gewaltigem Druck

24.10.2013, 16:28 Uhr | sid

Arthur Abraham darf nicht verlieren: Alle machen Druck. Arthur Abraham will den WM-Titel zurückerobern.  (Quelle: imago/Eibner)

Arthur Abraham will den WM-Titel zurückerobern. (Quelle: Eibner/imago)

Sein Promoter macht Druck, sein Trainer appelliert an das Ehrgefühl und die Hardrocker Saxon spielen live für ihn ihren Hit "Never surrender". Für Ex-Weltmeister Arthur Abraham ist am Samstag in Oldenburg eine Niederlage definitiv verboten. "Wenn Arthur verliert, dann ist es aus. Er muss gewinnen. Und ich will Dampf sehen", sagte Manager Kalle Sauerland. Auf dem Weg zu einem Titelkampf gegen WBO-Supermittelgewichts-Champion Robert Stieglitz kann und darf der 29 Jahre alte Italiener Giovanni de Carolis in der EWE-Arena nicht zum Stolperstein werden.

Der mittlerweile 33-jährige Abraham weiß, was man vor seinem 42. Profikampf von ihm hören will und antwortet geradezu artig: "Ich weiß, worum es geht. Mit einer perfekten Einstellung auf den Gegner werde ich den Ring als Sieger verlassen. Nur so kann ich ein Zeichen vor dem entscheidenden Duell mit Stieglitz setzen."

Wegner in der Ringecke

Nicht immer war der gebürtige Armenier so fokussiert, so kam es auch zur überraschenden Niederlage gegen Stieglitz und dem erneuten Verlust des WM-Titels. "Alle sagten ihm damals, wie toll er ist. Er hat daher gedacht, dass er Stieglitz psychisch und boxerisch überlegen sein würde. Es lief anders", erinnert sich Sauerland. Eine sportliche Enttäuschung gegen de Carolis, die Nummer 13 der IBF-Weltrangliste, würde auch Trainer Ulli Wegner das Herz brechen. Sie wäre wohl auch das Ende einer hochemotionalen Beziehung, die schon mehrfach in den vergangenen Jahren dicht vor dem Aus stand.

"Ich bin bei Arthur in Oldenburg, obwohl auch Karo Murat in Atlantic City um die WM kämpft. Ich denke, das zeigt, was er mir bedeutet", erläutert der altgediente Coach seine komplizierte Gefühlswelt. Eine persönliche Entscheidung, die aber auch dokumentiert, dass der Sauerland-Boxstall den 30-Jährigen als Pflicht-Herausforderer von US-Boxlegende Bernard Hopkins auf nahezu aussichtslosen Posten sieht. Der mit 48 Jahren älteste Box-Weltmeister der Geschichte ist in der Boardwalk Hall der Zocker-Metropole der haushohe Favorit.

Auch Sauerland schätzt die Ausgangsposition realistisch ein: "Wir können nur hoffen, dass Hopkins ihn unterschätzt, dann kann eine Sensation passieren. Boxerisch hat fast kein Kämpfer der Erde gegen ihn eine Chance." Vater und Stallgründer Wilfried Sauerland bleibt ebenfalls nur die Reminiszenz an einen Kampf aus der Vergangenheit: "1995 in Las Vegas kannte Axel Schulz niemand, bis er sich gegen George Foreman in die Herzen der Fans geboxt hat." Aber eben auch nur mit einer umstrittenen Niederlage...

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