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Vitali Klitschko: Box-Zukunft bleibt nach Ukraine-Protesten offen

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Aufstände in der Ukraine  

Box-Zukunft von Vitali Klitschko bleibt weiter offen

02.12.2013, 14:51 Uhr | sid

Vitali Klitschko: Box-Zukunft bleibt nach Ukraine-Protesten offen. Vitali Klitschko spricht mit Megafon zur Menge vor dem Regierungsgebäude in Kiew.  (Quelle: AP/dpa)

Vitali Klitschko spricht mit Megafon zur Menge vor dem Regierungsgebäude in Kiew. (Quelle: AP/dpa)

Vitali Klitschko wird so schnell nicht in den Ring zurückkehren. Die sportliche Zukunft des Box-Weltmeisters erscheint angesichts seines politischen Engagements in der Ukraine offener denn je. Klitschko, Gründer der Oppositionspartei Udar (Schlag), kämpft derzeit Tag und Nacht auf den Straßen Kiews an der Seite von Tausenden Demonstranten gegen die politische Führung im Lande. Er fordert den Rücktritt des Präsidenten Wiktor Janukowitsch. "Man muss die nächsten Tage in der Ukraine abwarten. Derzeit kann noch keine Aussage über seine Zukunft als Boxer getroffen werden. Er selbst wird sich rechtzeitig dazu äußern", sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte.

Schon mehrfach hatte der Weltverband WBC Klitschkos Kampf gegen den kanadischen Pflichtherausforderer Bermane Stiverne verschoben. Im Sommer musste Klitschko wegen einer Handverletzung absagen. Zuletzt gewährte die WBC einen Aufschub bis zum 15. Dezember, da Stiverne im juristischen Streit mit seinem Promoter Don King liegt.

Klitschko kann politische Bühne derzeit nicht verlassen

Stand jetzt müssen sich beide Kämpfer Mitte Dezember erklären, ob sie im Frühjahr 2014 in den Ring steigen. Sollten sich jedoch die politischen Verhältnisse in der Ukraine nicht beruhigen oder gar zuspitzen, wird eine Rückkehr des 42-Jährigen in den Ring immer unwahrscheinlicher. Klitschko kann die politische Bühne in seinem Land derzeit nicht verlassen, um sich acht Wochen in einem Trainingscamp auf einen Boxkampf vorzubereiten.

Zudem will der ältere der beiden boxenden Brüder im März 2015 an den Präsidentschaftswahlen in seinem Land teilnehmen. Seine Chancen dabei stehen nicht schlecht, zuletzt lag er in Umfragen im Vergleich mit Janukowitsch sogar vorn. "Ihm tut es wirklich weh, zu sehen, was Janukowitsch und seine Oligarchen dem Land alles zumuten", sagte Bönte.

Handverletzung auskuriert: Klitschko wäre bereit für Comeback

Von seiner körperlichen Verfassung her wäre der 2,02-Meter-Hüne allerdings jederzeit bereit für ein Comeback. Seine Handverletzung ist ausgeheilt. Wie sein Bruder Wladimir sucht auch Vitali jeden Tag morgens ab 6.00 Uhr ein Fitness-Studio auf und absolviert dort ein stundenlanges Fitnessprogramm mit Kraft- und Konditionstraining.

Klitschko auf einer Stufe mit Ali, Holyfield und Lewis

Seinen letzten Kampf absolvierte "Dr. Eisenfaust" Anfang September 2012, als er in Moskau Manuel Charr durch Technischen K.o. besiegte. Seit 2008 ist Klitschko zum dritten Mal in seiner Karriere Schwergewichts-Weltmeister. Das schafften vor ihm nur Muhammad Ali, Evander Holyfield und Lennox Lewis.

Eine Auswahl von bekannten Sportlern mit einer zweiten Karriere in der Politik:

BILL BRADLEY: Der Basketball-Olympiasieger (Tokio 1964) und spätere NBA-Profi bewirbt sich 2000 um die Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten für die Demokratische Partei und scheitert in den Vorwahlen.

WALERI BORSOW: Der Sprint-Doppelolympiasieger von München 1972 amtiert in der Endzeit der ehemaligen UdSSR und von 1993 bis 1996 in seiner Heimat Ukraine als Sportminister.

GUY DRUT: Frankreichs 110-m-Hürden-Olympiasieger von 1976 amtierte von 1995 bis 1997 in der Regierung von Ministerpräsident Alain Juppe als Jugend- und Sportminister.

GARRI KASPAROW: Der langjährige Schach-Weltmeister (1985 bis 2000) gehört in seiner russischen Heimat zu den populärsten und einflussreichsten Oppositionspolitikern.

JEAN-FRANCOIS LAMOUR: Frankreichs Säbel-Olympiasieger von 1984 und 1988 fungiert von 2002 bis 2007 als Minister für Sport und Jugend.

BERNARD LAPORTE: Frankreichs früherer Rugby-Nationalspieler fungiert von 2007 bis 2009 in der Regierung von Ministerpräsident Francois Fillon als Staatssekretär für Jugend und Sport.

ILIE NASTASE: Rumäniens früherer Tennis-Weltranglistenerster und French- sowie US-Open-Sieger scheitert in den 90er Jahren bei der Wahl des Bürgermeisters für die Hauptstadt Bukarest.

MANNY PACQUIAO: Der philippinische Rekord-Boxweltmeister übernimmt 2010 nach seinem Sieg bei den Kongresswahlen in Sarangani das Amt des Regierungschefs in der Provinz.

PELE: Brasiliens Fußball-Idol, dreimaliger Weltmeister und Weltfußballer des Jahrhunderts, war in seiner Heimat von 1995 bis 1998 Sportminister.

CARLOS REUTEMANN: Der frühere Formel-1-Vizeweltmeister wird in seiner argentinischen Heimat 1991 und 1999 für jeweils vier Jahre zum Gouverneur seiner Herkunftsprovinz Sante Fe gewählt.

GIANNI RIVERA: Italiens ehemaliger Fußball-Superstar gehört von 1996 bis 2001 als Unterstaatssekretär der Regierung Romano Prodi an.

ARNOLD SCHWARZENEGGER: Der aus Österreich stammende und weltweit erfolgreichste Bodybuilder wird 2003 in seiner Wahlheimat USA zum Gouverneur des Bundesstaates Kalifornien gewählt und amtiert über sieben Jahre.

JESSE VENTURA (James George Janos): Der frühere US-Wrestlingstar wird 1999 für vier Jahre zum Gouverneur des Bundesstaates Minnesota gewählt.

GEORGE WEAH: Liberias Weltfußballer des Jahres 1995 und Afrikas Fußballer des Jahrhunderts kandidierte 2005 nach seiner Profi-Karriere (AS Monaco, Paris St. Germain und AC Mailand) in seinem Heimatland für das Amt des Staatspräsidenten.


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