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ARD verlängert Vertrag mit Sauerland-Boxstall vorerst nicht

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Entscheidung im Sommer  

ARD knockt Sauerland-Boxstall an

28.04.2014, 19:47 Uhr | t-online.de, dpa, sid

ARD verlängert Vertrag mit Sauerland-Boxstall vorerst nicht. Aktuell gibt es Live-Boxen mit WBO-Champion Arthur Abraham in der ARD. Ob es nach dem Sommer weitergeht, ist nicht klar. (Quelle: imago/Christian Schrödter)

Aktuell gibt es Live-Boxen mit WBO-Champion Arthur Abraham in der ARD. Ob es nach dem Sommer weitergeht, ist nicht klar. (Quelle: imago/Christian Schrödter)

Schwerer Schlag für das deutsche Profi-Boxen: Die ARD wird den Fernsehvertrag mit dem Sauerland-Boxstall in der bisherigen Form nicht verlängern und im Sommer über eine weitere Zusammenarbeit entscheiden. Als Grund nannte sie "finanziell enger werdende Perspektiven im Sportrechteetat".

Das bedeutet allerdings nicht das Ende der Kooperation beider Seiten. "Wie es generell mit dem Boxsport in der ARD ab 2015 weitergehen soll, werden die Intendantinnen und Intendanten im Spätsommer intern und dann mit den zuständigen Gremien der ARD-Landesrundfunkanstalten beraten", erklärte der Senderverbund.

Zu den Sauerland-Kämpfern gehören die deutschen Top-Boxer und Weltmeister Arthur Abraham, Marco Huck und Jürgen Brähmer.

Verletzungsgefahr sei zu hoch

ARD-Programmdirektor Volker Herres sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit und attestierte dem Profiboxen großen Erfolg als TV-Format. "Hervorragende Einschaltquoten, populäre Boxsportler sowie spannende und faire Kämpfe haben die gemeinsame Zeit geprägt", sagte Herres. Doch bei zunehmend eingeschränkten finanziellen Rahmenbedingungen müsste man in verschiedenen sportlichen Bereichen Einschränkungen vornehmen, so Herres.

Allerdings ging es in der seit Jahren geführten Debatte ums Profi-Boxen in der ARD nicht nur um Finanzen. Angeführt von Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates, hatten sich einige Rundfunkräte der ARD-Anstalten gegen eine weitere Zusammenarbeit mit den Faustkämpfern ausgesprochen. Die Verletzungsgefahr sei zu hoch. Zudem fühlten sich andere Sportarten benachteiligt, die mit ihren Welt- und Europameisterschaften nicht mehr den Sprung ins Live-Programm der öffentlich-rechtlichen Anstalten schafften.

Einschaltquoten waren stabil bis gut

Sauerland soll in den letzten Jahren rund 12 bis 15 Millionen Euro jährlich kassiert haben. Der Deal mit der ARD sah vor, dass der Boxstall mit seinen Kämpfern pro Jahr zehn Veranstaltungen garantiert. Pro Samstagabend soll es zwischen 1,2 bis 1,5 Millionen Euro gegeben haben - je nach Anzahl von WM- und EM-Kämpfen.

Die Einschaltquoten waren stabil bis gut. Der durchschnittliche Marktanteil der Kampfabende erreichte 2013 einen Wert von über 20 Prozent. Die WM-Niederlage von Abraham im März 2013 gegen Robert Stieglitz sahen 4,2 Millionen Zuschauer im Schnitt. Den WM-Sieg von Jürgen Brähmer Anfang des Monats gegen Enzo Maccarinelli im Halbschwergewicht verfolgten 3,24 Millionen Zuschauer.

Weitere Gespräche angekündigt

Beim Boxstall Sauerland indes hat man die Hoffnung auf eine weitere gemeinsame Zukunft mit der ARD noch nicht aufgegeben. "Wir haben Verständnis dafür, dass ein neuer Vertrag zu anderen Konditionen abgeschlossen werden muss", sagte Geschäftsführer Kalle Sauerland als Reaktion auf die ARD-Stellungnahme: "Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Gespräche mit der ARD führen und sind zuversichtlich, dass wir eine für beide Seiten gute Lösung finden werden, um die sehr erfolgreiche Arbeit auch in 2015 fortsetzen

Sollte die ARD allerdings ganz auf Boxen verzichten wollen, droht Sauerland ein ähnliches Schicksal wie der Universum Box-Promotion. Nachdem das ZDF den Vertrag 2010 gekündigt hatte, brach die Haupteinnahmequelle von Universum-Boss Klaus-PeterKohl weg. Auch der Einstieg einer Investorengruppe um den Unternehmer Waldemar Kluch half nichts. Der ehemalige Stall der Klitschko-Brüder sowie Felix Sturm und Dariusz Michalczewski veranstaltet nur noch Kampfabende in Hotelsälen oder der eigenen Trainingshalle. Inzwischen hat Universum einen Insolvenzantrag gestellt.


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