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Ex-Champion Briggs und die inszenierte Aufmerksamkeit

04.08.2014, 12:45 Uhr | dpa

Ex-Champion Briggs und die inszenierte Aufmerksamkeit. Schwergewichtsboxer Shannon Briggs (l) geht Wladimir Klitschko auf die Nerven.

Schwergewichtsboxer Shannon Briggs (l) geht Wladimir Klitschko auf die Nerven. Foto: Matthias Balk. (Quelle: dpa)

Miami (dpa) - Auch im US-Sport gibt es ein Sommerloch. Da erregt sogar Profiboxer Shannon Briggs mit seiner seltsamen PR-Nummer Aufmerksamkeit. Der frühere Schwergewichtsweltmeister verfolgt Wladimir Klitschko, um ihn zu bepöbeln und zu provozieren.

Grund: Briggs, genannt die Kanone, bettelt auf aggressive Weise um einen Kampf gegen den ukrainischen Weltmeister der Verbände IBF, WBO und WBA. Der 42 Jahre alte frühere Champion aus den USA will noch einmal abkassieren. Als Nummer 57 der Weltrangliste ist er weg vom Fenster. Seine diesjährigen Gegner, gegen die er gewann, gehören allesamt der Kategorie Ringstaffage an und haben reihenweise Niederlagen auf dem Konto. Briggs findet in den Medien eigentlich nicht mehr statt.

Es sei denn: Er inszeniert sich reißerisch und lässt sich dabei ablichten. So im April in Oberhausen, als der New Yorker in eine Pressekonferenz von Klitschko vor dessen WM-Kampf gegen den Australier Alex Leapai platzte. Der Amerikaner bepöbelte Klitschko, beschimpfte dessen Gegner und verkündete: "Ich bin der wahre Weltmeister." Dann attackierte er den Ukrainer während dessen Training in Florida. Schließlich verfolgte er ihn wenige Tage später in ein Restaurant in Miami, schnappte sich seinen Teller mit Pasta und aß davon. Klitschko goss ihm ein Glas Wasser über den Kopf, der Tisch kippte um, Klitschkos Leibwächter schritten ein. Und die Video-Kamera surrte ...

Sportlich hätte ein Kampf gegen Klitschko keinen Wert. Bereits vor vier Jahren hatte Briggs gegen Wladimirs Bruder Vitali eine böse Niederlage einstecken müssen. Gehirnerschütterung, Frakturen im Gesicht und ein geplatztes Trommelfell waren die Folgen. Wenn der geschäftstüchtige Amerikaner aber weiterhin den Stalker gibt und seine zumeist verbalen Attacken werbewirksam inszeniert, vielleicht frisst dann ein amerikanischer TV-Kanal den Köder. Vielleicht aber zieht ein solcher schon jetzt die Strippen.

Wenn die Kasse stimmt, würde sich wohl auch Klitschko nicht bitten lassen. Schließlich kassiert der Champion 80 Prozent der Börse. Vorerst muss der 38 Jahre alte Champion aber am 6. September in Hamburg gegen Kubrat Pulew zur Pflichtverteidigung seiner Titel antreten. Der Bulgare hat zwar keine große Klappe, kann aber besser boxen als Briggs.

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