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Boxkampf Sturm gegen Stieglitz "steht auf der Kippe"

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Streit um Dopingkontrolle  

Boxkampf Sturm gegen Stieglitz "steht auf der Kippe"

07.11.2014, 21:54 Uhr | sid

. Felix Sturm (li.) und Robert Stieglitz bei der Pressekonferenz vor dem Fight. (Quelle: imago/Pressefoto Baumann)

Felix Sturm (li.) und Robert Stieglitz bei der Pressekonferenz vor dem Fight. (Quelle: Pressefoto Baumann/imago)

Robert Stieglitz möchte den nächsten WM-Fight, Felix Sturm die alte Wertschätzung - und beide wollen schon bald WBO-Champion Arthur Abraham vor die Fäuste bekommen: Das Duell der zwei Ex-Weltmeister am Samstag in Stuttgart ist daher eigentlich "nur" die Ouvertüre für einen Mega-Fight im kommenden Jahr. Die wochenlangen Psychospielchen gipfelten nun in einem heftigen Streit um die Dopingregularien.

Das Stieglitz-Lager verlangt die definitive Abgabe von Urinproben beider Boxer unmittelbar nach dem Duell und droht indirekt sogar mit einer Kampfabsage. "Wir haben einen Anwalt eingeschaltet. Im Moment steht alles unter diesem Damoklesschwert, der Kampf steht auf der Kippe", sagte Promoter Ulf Steinforth vom Stieglitz-Boxstall SES. Angesichts des bestehenden TV-Vertrags mit dem übertragenden Sender Sat.1 dürfte Steinforths Drohung jedoch kaum aufrecht zu halten sein.

Das Lager um Felix Sturm reagierte genauso wie der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) gelassen. "Bei Regelmeetings gibt es gerne mal Beschwerden. Wir sind zuversichtlich, dass der Kampf stattfindet", sagte Sturms Sprecher Wolfgang Schiffbauer. "Da wird etwas instrumentalisiert, um Show zu machen", sagte BDB-Präsident Thomas Pütz. Da das Duell kein Titelkampf ist, seien Dopingproben kein Muss: "Wir verhalten uns regelkonform. Herr Steinforth kann nicht fordern, wir sollen Herrn Sturm testen. Das heißt aber nicht, dass Herr Sturm nicht getestet wird."

Gegenseitige Sticheleien sorgen für Zündstoff

Schon in den vergangenen Tagen hatte die gegenseitige Abneigung schon vor dem ersten Gong für jede Menge Zündstoff gesorgt. "Ich glaube, früher war er besser", stichelte der 33-jährige Stieglitz in Richtung Sturm: "Seine letzten Kämpfe waren nicht so brisant, da hat er nicht so gut ausgesehen." Der zwei Jahre ältere Sturm, der zuletzt mit zwei Niederlagen aus den vergangenen vier Kämpfen tatsächlich nicht überzeugt hatte, stellte demonstrativ auf Durchzug: "Ich habe kaum verstanden, was er gerade gesagt hat." Er wisse, entgegnete der Leverkusener viel lieber, "dass ich noch drei, vier gute Jahre vor mir habe. Und jetzt werden wir Taten sprechen lassen."

Die psychologische Kriegsführung in der Woche vor dem Fight war dabei nur das letzte von zahlreichen (leidigen) Kapiteln. Sturm beispielsweise will unbedingt nach Stieglitz in den Ring klettern - weil er als viermaliger Ex-Weltmeister ja "den größeren Stellenwert" besitze als sein Widersacher (zweimal). Zudem solle Stieglitz gefälligst eine andere Farbe der Handschuhe wählen, weil Sturm selbst die eigenen "auf das gesamte Outfit abstimmt". Stieglitz spottete in der Sport Bild: "Jeder hat eben seine Macken."

"Verband hat mit diesem Kampf nichts zu tun"

Für zusätzliche Verwirrung sorgten die offiziellen Rahmenbedingungen des Kampfes. So einigten sich beide Lager erst nach langen Diskussionen auf ein Gewichtslimit von 75,5 kg - für Supermittelgewichtler Stieglitz (bis 76,2) und Mittelgewichtler Sturm (bis 72,5) eine annehmbare Grenze. Weil die WBO aber diese Gewichtsklasse nicht führt, "hat der Verband mit diesem Kampf nichts zu tun", erklärte Pütz.

Die Konsequenz: Nur Stieglitz erhält bei einem Triumph als Pflichtherausforderer einen weiteren und damit vierten WM-Kampf gegen Champion Abraham. Für Sturm, der noch keinen Fight im Supermittelgewicht bestritten hat, ginge es 2015 gegen "King Arthur" lediglich um Prestige und die Rückkehr zu altem Glanz.

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