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Wladimir-Klitschko-Gegner Pulev boykottiert die Pressekonferenz

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Klitschko gegen Pulev  

Viel Wirbel schon vor dem ersten Gong

10.11.2014, 18:38 Uhr | dpa, sid

Wladimir-Klitschko-Gegner Pulev boykottiert die Pressekonferenz. Wladimir Klitschko wartet bei der Pressekonferenz vergebens auf Kubrat Pulev. (Quelle: dpa)

Wladimir Klitschko wartet bei der Pressekonferenz vergebens auf Kubrat Pulev. (Quelle: dpa)

Mit einem Eklat hat das Ballyhoo vor dem Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht zwischen Titelverteidiger Wladimir Klitschko und Kubrat Pulev begonnen. Fünf Tage vor dem Duell in Hamburg fehlte der bulgarische Herausforderer bei der offiziellen Pressekonferenz. Und würde es sich nicht um Schwergewichtsboxen handeln, könnte man meinen, es ginge um Kindergarten-Zwist.

Pulev wollte mit einer sechsköpfigen Delegation um Promoter Kalle Sauerland in den Konferenzsaal eines Hamburger Fünf-Sterne-Hotels einziehen. Doch da machte Klitschko-Manager Bernd Bönte nicht mit. "Es steht im Vertrag, dass nicht die gesamte Entourage des Gegners dabei sein darf", erklärte er. Laut Vertrag dürfen bei den offiziellen Terminen vor dem Kampf die beiden Kontrahenten nur von höchstens drei Personen begleitet werden.

Bönte: "Immer wieder Probleme mit den gleichen Leuten"

Darauf pochte dann auch Bönte. Die Gegenseite reagierte und verzog sich ins Hotel-Restaurant. "Wir sind doch keine bösen Menschen, was soll so eine Regelung", sagte Pulev. Sein Promoter Sauerland befürchtet weitere Zwischenfälle. "Wenn so etwas jetzt passiert, was passiert dann im Ring?", fragte er.

UMFRAGE
Wie endet der Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Kubrat Pulev?

Auch Bönte ist skeptisch, was die Gegenseite anbelangt. "Immer wieder haben wir Probleme mit den gleichen Leuten. Wir werden sehen, ob sich das am Mittwoch beim öffentlichen Pressetraining wiederholt", sagte der Manager. Einen Ausfall des Kampfes, so Bönte weiter, halte er aber für absolut ausgeschlossen. "Spätestens am Freitag beim Einwiegen wird Pulev definitv erscheinen. Schließlich geht es für ihn gegen Wladimir um eine Kampfbörse von 1,4 Millionen Dollar."

Ärger schon im Vorfeld

Böntes Gebaren schien wie ein Racheakt, weil Sauerland den Klitschko-Vertrag abgelehnt hatte. Stattdessen gilt nunmehr der neutrale IBF-Mustervertrag. Zudem hatte Pulev bei einem früheren Pressetermin fehlende Doping-Kontrollen bei Klitschko während des Trainings bemängelt. Er selbst wird dagegen mehrmals im Jahr kontrolliert, selbst im Trainingslager in Bulgarien.

"Wir haben jedes Jahr 15 bis 20 Veranstaltungen in verschiedenen Ländern. Aber so einen Hickhack hat es noch nie gegeben", erklärte Sauerland-Manager Chris Meyer. Ein Anruf bei der IBF in New Jersey mit der Schilderung der Ereignisse im Hotel habe laut Meyer auch die Verbandsspitze verwundert.

Klitschko: "Es sieht wie Gehirnwäsche aus"

Weltmeister Klitschko hatte keine logische Erklärung für das Fernbleiben seines Herausforderers. "Ich kann das nicht begreifen, er ist ganz schlecht beraten. Es sieht wie Gehirnwäsche aus. Da denkt jemand aus dem Umfeld für ihn", sagte der 38-Jährige und sein Gesicht verriet viel Unverständnis.

Auch Pulev, der seine bisherigen 20 Profi-Kämpfe allesamt gewonnen hat und als Nummer eins der IBF-Rangliste der Pflichtherausforderer von Klitschko ist, konnte die Gegenseite nicht verstehen. "Das ist niveaulos. Das ist Kindergarten", empörte sich der 33-Jährige. "Die versuchen psychologische Kriegsführung."

Pulev: "Wladimir wird im Ring viel laufen müssen"

Über seinen noch ungeschlagenen Herausforderer verlor Klitschko aber auch lobende Werte. "Pulev ist sicherlich einer der besten Schwergewichtler der Welt. Besonders gegen sehr große Boxer hat er immer gut ausgesehen". Dennoch hat sein Trainer Jonathan Banks keine Zweifel, dass sein Schützling den Ring als Sieger verlassen wird. "Wladimir ist nicht nur der beste Boxer, sonder auch der Champion, der am härtesten arbeitet."

In seiner früheren Wahlheimat bestreitet Klitschko seinen 26. WM-Kampf und den 66. Fight seiner Karriere. Die pflichtgemäße Titelverteidigung des seit 2006 amtierenden Champions hätte bereits am 6. September in der norddeutschen Metropole stattfinden sollen. Aufgrund einer Bizepsverletzung Klitschkos musste sie aber verschoben werden.

Pulev wollte vor dem laut eigener Aussage größten Kampf seines Lebens keine Prognose abgeben. Doch zumindest so viel kündigte er an: "Wladimir wird im Ring viel laufen müssen, ich werde ein sehr gefährlicher Gegner sein."

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