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Profiboxer Pfeifer mit WM-Titel zu Olympia

25.01.2015, 12:03 Uhr | dpa

Boxen: Profiboxer Pfeifer mit WM-Titel zu Olympia. Erik Pfeifer ist erster Profiweltmeister des olympischen Boxverbandes AIBA.

Erik Pfeifer ist erster Profiweltmeister des olympischen Boxverbandes AIBA. Foto: Jan Woitas. (Quelle: dpa)

Baku (dpa) - Mit dem Gewinn des WM-Titels und der Eroberung eines Olympia-Tickets hat Profiboxer Erik Pfeifer ein neues Kapitel im internationalen Boxen aufgeschlagen.

Der 28 Jahre alte Superschwergewichtler aus Lohne sicherte sich als erster Faustkämpfer in der Geschichte des olympischen Boxverbandes AIBA den Titel eines Profiweltmeisters. Am Freitagabend bezwang der zweimalige WM-Dritte der Amateure in Aserbaidschans Hauptstadt Baku im Finale den Marokkaner Mohammed Arjaoui.

In einem Achtrunden-Kampf siegte er einstimmig nach Punkten (78:74, 78:74, 78:74). "Das ist ein Hammer. Das ist ein Sieg für die Ewigkeit. Erik Pfeifer hat sich ein Denkmal gesetzt und ist als erster ABP-Weltmeister ein Vorreiter", sagte Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV), überschwänglich.

Pfeifer feierte zudem eine zweite Premiere. Als erster Boxer weltweit hat er sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert. Erstmals in der Geschichte Olympias dürfen in Rio 2016 Profiboxer teilnehmen. Voraussetzung ist, dass sie sich ausschließlich dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Programm AIBA Pro Boxing (APB) angeschlossen haben und an dem Qualifikationssystem teilnehmen. Profis anderer Weltverbände (WBA, WBO, IBF, WBC) wie Dreifach-Weltmeister Wladimir Klitschko sind nicht startberechtigt.

Die früher nur für Amateure zuständige AIBA hat damit auch auf der Profibühne Fuß gefasst und konkurriert mit den etablierten Berufsverbänden. APB zahlt ihren Boxern für einen Ranglistenkampf rund 15 000 Dollar, für einen Titelkampf minimal 20 000 Dollar netto.

Pfeifer verteidigt seinen WM-Titel erstmals im April. Zuvor werden Herausforderrunden mit acht Superschwergewichtlern ausgetragen, in der erneut namhafte Rivalen wie der zweifache Amateur-Weltmeister Magomedrasul Medzhidov aus Aserbaidschan und Europameister Magomed Omarow aus Russland vertreten sind. Der Sieger tritt gegen Pfeifer an.

Die deutschen Profis haben am 31. Januar in Nowosibirsk eine weitere Titel- und Olympia-Chance. Im Finale des Halbweltergewichts kämpft der Hamburger Artem Harutyunyan gegen den Russen Armen Sakarjan. Die Finalrunden in den zehn olympischen Gewichtsklassen werden weltweit ausgetragen. Neben Baku sind in den nächsten Tagen Istanbul, Almaty, Sofia, Hongkong, Rom und Nowosibirsk Gastgeber.

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