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K.o.-Schläger Feigenbutz: Boxtalent auf Rekordkurs

22.03.2015, 10:27 Uhr | dpa

K.o.-Schläger Vincent Feigenbutz auf Rekordkurs. Vincent Feigenbutz hat eine höhere Knockout-Quote als Schwergewichtler Wladimir Klitschko.

Vincent Feigenbutz hat eine höhere Knockout-Quote als Schwergewichtler Wladimir Klitschko. Foto: Bernd Wüstneck. (Quelle: dpa)

Rostock (dpa) - Hoffnungsträger Vincent Feigenbutz hat erneut zugeschlagen. Der 19 Jahre alte Profiboxer besiegte in Rostock den Ungarn Balazs Kelemen durch technischen K.o. in der neunten Runde und verteidigte damit seinen Interkontinentaltitel der WBO im Supermittelgewicht.

Es war der 19. Sieg des Karlsruhers im 20. Profikampf. 18 Duelle gewann er durch K.o. Damit hat der Schützling von Trainer Hans-Peter Brenner eine höhere Knockout-Quote als Schwergewichtler Wladimir Klitschko.

"Entertainment ist bei Vince garantiert", sagte Promoter Kalle Sauerland. "Ich war beeindruckt, wie ein 19-jähriger Junge so die Kontrolle behält und für ein spektakuläres Ende sorgt." Feigenbutz habe eine "systematische Zerstörung des Gegners" betrieben, meinte der Promoter. Der Ungar musste mit zweifach gebrochener Nase und einer Augenverletzung ins Krankenhaus. Dabei war der sieben Zentimeter größere Herausforderer Feigenbutz' härtester Rivale bislang. Seine 22 Profikämpfe zuvor hatte Kelemen allesamt gewonnen. Noch nie musste Feigenbutz über neun Runden gehen. "Ich habe auf meinen Trainer gehört", beschrieb der Feinmechaniker-Azubi seine Siegtaktik.

Der Youngster gehört zu den größten deutschen Boxtalenten. Filigrane Boxkunst ist nicht seine Sache, wohl aber die Schlagkraft, mit der er technische Rückstände wettmacht. "Vince ist nichts für Old-School-Feinschmecker. Er fängt sich auch was ein. Aber was reinkommt, geht tausendfach wieder raus", betonte Sauerland. Der Manager deutete an, "spannende Pläne" für sein Top-Talent zu schmieden. Zwei bis drei Wochen müsse man darauf warten.

Feigenbutz will so schnell wie möglich Weltmeister werden. Ein solcher Titelkampf käme Sauerland aber noch zu früh. "Er braucht noch Zeit." Einen Champion in dieser Gewichtsklasse hat der Promoter im eigenen Lager: Arthur Abraham. Ein Stallduell wäre im nächsten Jahr möglich. Ob der 35 Jahre alte Schützling von Trainer Ulli Wegner große Lust verspürt, gegen das Greenhorn anzutreten, ist allerdings fraglich.

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