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Pressestimmen zum Ali-Tod: "Legende kann nicht sterben"

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Pressestimmen zum Ali-Tod  

"Eine Legende kann nicht sterben"

05.06.2016, 14:02 Uhr | dpa, sid

Pressestimmen zum Ali-Tod: "Legende kann nicht sterben". Muhammad Ali - hier 1976 in der Münchner Olympiahalle. (Quelle: dpa)

Muhammad Ali - hier 1976 in der Münchner Olympiahalle. (Quelle: dpa)

Die weltweite Anteilnahme am Tod von Muhammad Ali ist riesengroß. Auch die internationale Presse würdigt die Boxlegende auf ihren Titelseiten. 

"Es gab einfach keinen wie ihn. Kein Kämpfer war so aufregend, keine Stimme so herausfordernd, betörend und aufsässig zugleich, und kein Amerikaner weltweit so bewundert", schreibt "The Times" aus England. Und bei Spaniens "Sport" ist zu lesen: "Mehr als eine Legende. Eine Legende kann nicht sterben." Die Pressestimmen im Überblick:

USA

"New York Times": Ein Titan des Boxsport und des 20. Jahrhunderts. Er war der aufregendste, wenn nicht der beste Schwergewichtler aller Zeiten. Aber Ali war mehr als nur die Summe seiner boxerischen Fähigkeiten: Er hatte ein lebendiges Bewusstsein, eine heitere Persönlichkeit, ein freches Selbstbewusstsein und war ein sich immer weiter entwickelndes Ganzes voller persönlicher Überzeugungen. Geliebt oder gehasst, war er für 50 Jahre einer der anerkanntesten Menschen des Planeten.

Größter Boxer der Geschichte 
Box-Legende Muhammad Ali ist tot

Er litt seit über 30 Jahren an Parkinson, ließ sich aber nicht unterkriegen. Nun ist Muhammad Ali gestorben. Video

"Washington Post": Muhammad Ali - Box-Ikone und Botschafter des guten Willens. Der charismatische Champions erklärte sich selbst zum Größten und bewies es mit seinen Fäusten, der Kraft seiner Persönlichkeit und seinem anziehenden Charakter. Er ging über die Grenzen der Sportwelt hinaus, um ein Symbol der Antikriegs-Bewegung und ein weltweiter Botschafter für die Verständigung der Kulturen zu werden. Er repräsentierte eine neue Art Sportler, jemand, der beim Bruch mit den Traditionen der Vergangenheit seinen eigenen Stil entwickelte: wortgewandt, attraktiv und unberechenbar. Ali sprach Menschen aller Rassen, Religionen und Herkünfte an.

ENGLAND

"The Times": Es gab einfach keinen wie ihn. Kein Kämpfer war so aufregend, keine Stimme so herausfordernd, betörend und aufsässig zugleich, und kein Amerikaner weltweit so bewundert.

"The Mirror": Muhammad Ali war sowohl ein wahrhaft großer Mann und ein inspirierender Anführer. Für seine noblen Prinzipien war er bereit, seine Karriere, seine Reputation, seine Zukunft und sogar seine Freiheit zu opfern. Seine Standpunkte spielten im Kampf um Bürgerrechte eine entscheidende Rolle. Wie wundervoll, dass er noch erleben konnte, dass ein Afro-Amerikaner Präsident der USA wurde. Es kann nicht oft vorkommen, dass wir sagen können, den Tod eines Mannes zu betrauern, der wirklich der Größte war.

"The Guardian": Amerika betrauert den Verlust eines Kolosses seiner Geschichte, eines Kolosses nicht nur im Boxring, sondern auch der Politik, der Religion und der Kultur.

FRANKREICH

"L'Equipe" (Titelseite als Schwarz-Weiß-Foto von Ali): Der Allergrößte. Ein Leben für den Kampf. Eine Legende für alle.

"Courier de l'Ouest": Die Legende hat den Ring verlassen.

"Le Parisien": Eine Legende erlischt. Er war so wichtig wie Mandela.

SPANIEN

"Marca": Muhammad Ali war im Weltsport viel mehr als ein Mythos. Ali war so populär wie Elvis und die Beatles. Seine Kämpfe gegen Frazier oder Foreman sind Teil der Geschichte.

"AS": Ali - der Abschied von einem Mythos. Der Tod von Cassius Marcellus Clay beschließt in vielerlei Hinsicht das 20. Jahrhundert. Er war und bleibt für viele der Sportheld ohne Gleichen. Mit seinem sozialen Engangement ist er ein Stück von Amerikas Geschichte. Ali zeigte allen, dass der Sport nicht nur da ist, um die Menschen zu unterhalten.

"Sport": Mehr als eine Legende. Eine Legende kann nicht sterben. Muhammad Ali, Cassius Clay ist von uns gegangen, aber ein Mythos wurde geboren. Der beste Boxer der Geschichte hat sich auch durch sein soziales und politisches Engagement ausgezeichnet.

"El Mundo Deportivo": Einfach gesagt: Er ist der Allergrößte. Es hat nie einen Sportler mit so viel Transzendenz (oder Gewicht) wie Muhammad Ali gegeben, und es wird mit Sicherheit auch nie wieder einen geben. Er war der erste Medienstar im Sport und wurde zu einer Ikone der Popkultur seiner Epoche. Heutzutage könnte ein Typ wie Ali nicht existieren. Er ist das Idol der Idole.

"El Pais": Ali - der König der Welt. Der Auserwählte. Der Boxer, der die sportlichen, politischen und religiösen Fundamente brach, ein provokanter und arroganter Typ, charmant und charismatisch, einer der großen Sportler der Geschichte. Er war bahnbrechend mit seinem Boxstil.

"ABC": Er war der intelligenteste Boxer, eine Figur jenseits des Boxsports, der Kämpfer, der das Boxen neu erfand. Ali war ein Symbol der sozialen Revolution der sechziger Jahre und eine kulturelle Referenz.

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": Weltweites Requiem für den Boxer, der in den Olymp der Unsterblichen aufgestiegen ist. Was überrascht, ist die Langlebigkeit eines Symbols, die mysteriöse Kraft, die Alis Mythos - Generation nach Generation - weiterhin versprüht. Abseits von seinen sportlichen Resultaten hat Ali den zweiten Teil des 20. Jahrhunderts zutiefst beeinflusst, indem er die Arroganz jener Mächte bekämpfte, die die Armen in Ketten hielten. Jetzt hat der Tod seinen Körper vernichtet, nicht aber das Symbol. Ali, der Größte, wird immer in der Mitte des Rings stehen.

"Repubblica": Adieu, König der Welt! Du warst einmalig, der Champion von uns allen. Du hast Amerika und das 20. Jahrhundert zu neuem Leben geweckt. Du hast für die Gleichheit, Religions- und Meinungsfreiheit gekämpft. Ohne Dich gäbe es keinen Obama im Weißen Haus. Du hast für all jene gekämpft, die um ihre Würde rangen. Du konntest sowohl mit Faustschlägen als auch mit Worten verletzen. Du hast das Ansehen der Boxer verändert.

"Corriere della Sera": Auch im Umgang mit seiner Krankheit ist Ali zum Mythos geworden. Der Boxer hat der Welt das wahre Gesicht der Parkinsonschen Krankheit gezeigt und die Sensibilität der Medien für dieses Thema erhöht. Ein Gigant wie Muhammad Ali, der die zähesten Gegner besiegen konnte, hat die Schläge einer Krankheit hinnehmen müssen, die sich in seinem Gehirn eingenistet hat.

"La Stampa": Muhammad Ali war ein unperfekter Held, der die USA über ihre Grenzen hinaus geführt hat. Er hatte eine seltene Tugend: Er ist gereift, gewachsen, hat sich geirrt und ist neue Wege gegangen. Ist dabei im Herzen immer sich selber treu geblieben.

SCHWEIZ

"Blick": Ein Mann, der nie auf die hinabschaute, die zu ihm aufschauten. (Zitat aus Alis Memoiren als Überschrift). Er war ein Mann, der Menschen berührte, die mit Sport und vor allem mit Boxen eigentlich nichts am Hut hatten. Weil er ein großes Herz hatte, weil er aufrichtig war, weil er inspirierte, und weil er witzig war."

"Sonntagszeitung": Der Größte, Der Beste. Der Schönste.

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