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Klitschko-Fury-Revanche droht endgültiges Aus

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"Medizinisch nicht in der Lage"  

Klitschko-Fury-Revanche droht endgültiges Aus

24.09.2016, 13:07 Uhr | sid

Klitschko-Fury-Revanche droht endgültiges Aus. Mächtig angesäuert wegen Tyson Fury: Wladimir Klitschko. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Mächtig angesäuert wegen Tyson Fury: Wladimir Klitschko. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Was als Fight des Jahres geplant war, wird zum unendlichen Possenspiel: Der mit riesigem Tamtam beworbene Rückkampf zwischen dem früheren Box-Weltmeister Wladimir Klitschko und seinem Bezwinger Tyson Fury ist erneut abgesagt worden.

"Medizinisch nicht in der Lage zu kämpfen" sei der Brite. Das ursprünglich für den 9. Juli geplante und wegen einer Verletzung Furys auf den 29. Oktober verschobene Schwergewichts-Duell in Manchester liegt auf Eis. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass es nie steigen wird.

"Zustand zu ernst"

"Mit großem Bedauern teilen wir mit, dass der Kampf nicht stattfindet. Medizinische Spezialisten haben erklärt, dass Tysons Zustand zu ernst ist, um an dem Fight teilzunehmen, und dass er vor einer Rückkehr in den Ring behandelt werden muss", hieß es in einer Stellungnahme des Fury-Lagers: "Tyson ist angesichts dieser Entwicklung am Boden zerstört."

Klitschko-Lager stocksauer

Fury soll sich die erneute Verletzung zu Wochenbeginn im Training zugezogen haben. Genaueres weiß man nicht. Klitschkos Lager jedenfalls hat die britischen Faxen dicke. "Wladimir ist völlig enttäuscht, dass dieser Kerl den Kampf erneut verschoben hat. Er wird von ihm in Geiselhaft gehalten", sagte Manager Bernd Boente: "Wladimir will kämpfen, er trainiert, und mittlerweile ist der erste Kampf schon fast ein Jahr her."

Boente forderte von den zuständigen Boxverbänden, "eine Entscheidung bezüglich der Titel zu treffen - aber das ist nicht in unserer Hand. Wir hoffen, dass Wladimir bald wieder kämpfen kann." Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, habe die KMG für den 10. Dezember die Hamburger Barclaycard-Arena reserviert. Ob dies mehr als eine Hintertür ist, scheint fraglich.

Damoklesschwert einer Dopingsperre

Fury zeigte sich im Sommer in verheerender Verfassung, tauchte auf Mallorca und bei einer Pressekonferenz als schmerbäuchige Karikatur eines Boxprofis auf - deutlich verbessert soll sich sein Fitnesszustand nicht haben. Zudem schwebt immer noch das Damoklesschwert einer Dopingsperre über dem 2,06-Meter-Hünen aus Manchester.

Wie die britische Anti-Doping-Agentur UKAD Anfang August mitteilte, wurde Fury am 24. Juni wegen der nachgewiesenen Einnahme einer Dopingsubstanz vorläufig gesperrt - am gleichen Tag sagte er den Kampf erstmals ab, offiziell wegen einer Knöchelverletzung. Die Sperre gegen Fury wurde später bis zu einer Anhörung vor dem Nationalen Anti-Doping-Ausschuss aufgehoben, so dass der Fight Ende Oktober hätte stattfinden können.

Fury soll schon Monate vor dem ersten Klitschko-Kampf am 28. November 2015 in Düsseldorf positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden sein. Geht alles mit rechten Dingen zu, wird Fury nach der Anhörung zeitnah aus dem Verkehr gezogen, die Titel des Briten wären vakant.

Für Klitschko ist die Situation derweil frustrierend: Seit seiner überraschenden Niederlage gegen Fury hat der Ukrainer nicht mehr geboxt, es ist die längste Pause seiner Profi-Karriere, in der er erstmals ein Jahr ohne Fight erleben könnte. Dem 40-Jährigen, der im Olympiastützpunkt in Kiew für die Revanche geschuftet hat, läuft die Zeit davon.

Missliche Lage für RTL

Noch misslicher ist die Lage für Klitschkos Haus- und Hofsender RTL. Erst in dieser Woche war der für Samstag geplante Kampf von Marco Huck, dem zweiten RTL-Zugpferd, geplatzt, da sich Gegner Ovill McKenzie unpässlich fühlte. Nun folgte die zweite Klitschko-Absage. Die Zeiten für den kriselnden TV-Faustkampf werden nicht leichter.

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