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Doping! Tyson Fury offenbar positiv auf Kokain getestet

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Verlust aller WM-Gürtel droht  

Medien: Weltmeister Fury positiv auf Kokain getestet

30.09.2016, 20:41 Uhr | sid

Doping! Tyson Fury offenbar positiv auf Kokain getestet. Tyson Fury hatte im November 2015 Wladimir Klitschko durch einen einstimmigen Punktsieg als Weltmeister entthront. (Quelle: imago/Eibner)

Tyson Fury hatte im November 2015 Wladimir Klitschko durch einen einstimmigen Punktsieg als Weltmeister entthront. (Quelle: Eibner/imago)

Schwergewichts-Boxweltmeister Tyson Fury ist offenbar positiv auf Kokain getestet worden. Das berichteten mehrere Medien. Demnach habe die Voluntary Anti-Doping Association (VADA), die internationale Top-Kämpfe überwacht, eine entsprechende Nachricht an die Box-Weltverbände verschickt.

"Mr. Fury hat das Recht, umgehend die Analyse der B-Probe auf eigene Kosten anzufordern", wird das Schreiben der VADA zitiert. Sollte sich das Ergebnis der A-Probe bestätigen, droht Fury der Verlust aller WM-Gürtel.

Der 28-Jährige, der im November vergangenen Jahres Wladimir Klitschko durch einen einstimmigen Punktsieg als Weltmeister entthront hatte, wurde offenbar am 22. September im englischen Lancaster bei einer Trainingskontrolle erwischt. In der Urinprobe wurde die Substanz Benzoylecgonine gefunden, ein klarer Hinweis auf Kokain. Weitere Substanzen werden noch untersucht.

Klitschko-Management setzt Dopingkontrollen durch

Erst am 20. September hatte das Klitschko-Management durchgesetzt, dass sich der britische Schwergewichts-Champion mit sofortiger Wirkung unangemeldeten Dopingkontrollen unterziehen muss. Dies sei die Bedingung für den Rückkampf gewesen.

Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), bezeichnete die VADA als "höchst seriöse Dopingagentur, die die großen Kämpfe überwacht". Die in Las Vegas ansässige Organisation hatte zuletzt den russischen Olympiasieger Alexander Powetkin des Dopingmissbrauchs überführt.

Dopinggerüchte um Fury

Bereits im Juli waren Dopinggerüchte um Fury aufgekommen. Nachdem er den ersten Rückkampf gegen Klitschko für den 9. Juli wegen einer angeblichen Knöchelverletzung abgesagt hatte, kam heraus, dass er laut britischer Anti-Doping-Agentur UKAD wegen eines positiven Tests gesperrt worden sei.

Den zweiten Termin für ein Re-Match gegen Klitschko am 29. Oktober in Manchester sagte Fury am 23. September ab, einen Tag nach der vermeintlich positiven Kokain-Probe.

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