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Trotz Entschuldigung weiter Ärger im Fall Busch

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Eishockey - DEL  

Trotz Entschuldigung weiter Ärger im Fall Busch

16.04.2008, 17:45 Uhr | dpa

Florian Busch, Stürmer bei den Eisbären Berlin (Foto: imago)Florian Busch, Stürmer bei den Eisbären Berlin (Foto: imago) Eishockey-Nationalspieler Florian Busch hat sich erstmals öffentlich zu seiner verweigerten Dopingprobe geäußert. Der Stürmer der Eisbären Berlin entschuldigte sich und räumte ein, er habe nicht gewusst, dass seine Weigerung eine Sperre bis zu zwei Jahren nach sich ziehen könne. Der Fall sorgt derweil weiter für Aufregung und eine heiße Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft.

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Fall Busch Nationalspieler verweigert Dopingprobe

Kritik am "unprofessionellen Verhalten" des DEB

Finalgegner Kölner Haie kritisiert massiv, dass Busch einer Sperre entging und seine zunächst verweigerte Dopingprobe ausgerechnet vor dem zweiten Endspiel bekannt wurde. Geschäftsführer Thomas Eichin warf dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nach dem 2:1-Sieg der Haie im zweiten Finale "unprofessionelles Verhalten" vor. "Dass das hier zu einem Zeitpunkt auf den Tisch kommt, wo wir um die deutsche Meisterschaft spielen, ist geschäftsschädigend", klagte Eichin.

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Eichin befürchtet Imageproblem

Eichin hat kein Verständnis dafür, dass der Fall Busch erst jetzt öffentlich wurde, obwohl der Nationalspieler bereits am 6. März eine Probe verweigerte und erst einige Stunden später nachholte. "Das ist mega-unglücklich und nicht sehr professionell gelaufen. Ich glaube, der DEB ist sich noch nicht bewusst, was noch passieren wird", echauffierte sich der ehemalige Mönchengladbacher Fußball-Profi. Eichin befürchtet ein Imageproblem: "Weder die DEL noch die Vereine haben damit irgendwas zu tun, wir können das aber wieder ausbaden."

Busch zu Geldstrafe verurteilt

DEB-Vizepräsident Uwe Harnos verteidigte das Vorgehen. "Mir stellt sich die Frage, ob Eichin so etwas auch gesagt hätte, wenn wir von den Kölner Spielern Gogulla oder Lüdemann sprechen würden", sagte Harnos und betonte erneut, Busch sei nicht gedopt gewesen. Der Verband hatte den 23-Jährigen verwarnt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro sowie 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) will das Urteil jedoch nicht akzeptieren und den Fall laut Sprecherin Ulrike Spitz dem Bundesinnenministerium melden.

Verband droht Kürzung der Gelder

Das Urteil selbst, das durch die Anerkennung der Eisbären rechtskräftig wurde, kann nicht angefochten werden. Ein Gang zum Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ist derzeit nicht möglich. Im schlimmsten Fall droht dem Verband eine Kürzung der öffentlichen Gelder. Erst nach dem Prüfen des Urteils und seiner Begründung will die NADA überlegen, weitere Rechtsmittel einzulegen und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) einzuschalten.

Köln will keinen Protest einlegen

Auch für Eichin wäre eine Sperre die logische Konsequenz gewesen. Die Haie wollen jedoch keinen Protest einlegen. Harnos erklärte, der DEB hätte Busch gar nicht für die DEL sperren können. Dem widersprach DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. "Das ist so nicht richtig. Laut Kooperationsvertrag hätten wir eine Sperre des DEB übernehmen müssen", sagte Tripcke. Auch er zeigte sich vom Zeitpunkt der Bekanntgabe des Falls wenig erfreut.

Kein Kommentar von Berlins Coach Jackson

Die Eisbären vermieden direkt nach dem Spiel Aussagen zum Thema. "Ich kann das nicht kontrollieren und will es daher nicht kommentieren", sagte Berlins Trainer Don Jackson.

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