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NADA legt im Streit mit dem DEB nach

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Eishockey  

NADA legt im Streit mit dem DEB nach

05.05.2008, 17:27 Uhr | dpa, sid

Der Fall Florian Busch sorgt weiter für Wirbel (Foto: imago)Der Fall Florian Busch sorgt weiter für Wirbel (Foto: imago) Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat im Fall Florian Busch nachgelegt und ihren Vertrag mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) gekündigt. Das ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des deutschen Sports. "Entweder hat der DEB die sportpolitische Brisanz dieses Falls nicht erkannt oder er glaubt, die Angelegenheit aussitzen zu können. Die logische Konsequenz daraus ist die Kündigung des Vertrages über die Trainingskontrollvereinbarung mit dem DEB", begründete der NADA-Vorstandsvorsitzende Armin Baumert den Schritt.

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NADA verlangt Sperre

Busch, der beim deutschen Meister Eisbären Berlin unter Vertrag steht und momentan mit der Nationalmannschaft bei der WM in Kanada aktiv ist, hatte am 6. März eine unangemeldete Dopingkontrolle zunächst verweigert und fünf Stunden später nachgeholt. Die Probe war negativ. Der DEB hatte daraufhin eine öffentliche Verwarnung ausgesprochen und eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro sowie 56 Stunden gemeinnützige Arbeit verhängt. Die NADA wertet dagegen den verweigerten Test gemäß ihres Codes als positiven Test und verlangt eine Sperre. Die eingeschaltete Welt Anti Doping Agentur (WADA) verzichtete allerdings auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Angeblich prüfe sie nun diesen Schritt - behauptet zumindest die NADA. Der Eishockey-Weltverband IHF bestreitet dies.

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NADA-Juristin: "Manipulation wird Tür und Tor geöffnet"

Die NADA beharrt weiter auf einer Sperre. "Der DEB beruft sich auf die Regelung des 'Missed Test' (Nichterreichbarkeit bei unangekündigter Kontrolle, d. Red.). Das war aber kein 'Missed Test'. Es war ein Vorgang, bei dem eine Regelsperre von zwei Jahren vorgesehen ist", betonte NADA-Chefjuristin Anja Berninger: "Eine Verzögerung von fünf Stunden bei einer Kontrolle öffnet der Manipulation Tür und Tor. Jeder clevere Athlet, der eine verbotene Substanz zu sich genommen hat, würde doch künftig eine Kontrolle verweigern, um einer Sperre zu entgehen."

Neun Spieler nicht im Testpool

Die NADA wirft dem Verband auch weitere schwere Versäumnisse vor: "Wir mussten mit Erstaunen feststellen, dass bei der WM neun Spieler im Kader stehen, die uns gar nicht gemeldet sind. Die sind gar nicht im Testpool drin. Das ist eine schwerwiegende Verletzung der vertraglichen Vereinbarung", so Geschäftsführer Christoph Niessen, der sagte, dass die Agentur durch das Vorgehen des DEB ihrer "Geschäftsgrundlage beraubt" wird. Was die Kündigung für die Zukunft bedeutet, ließ Niessen offen: "Die Konsequenz der Kündigung ist, dass es keine Kontrollen mehr gibt. Über sportpolitische Konsequenzen will ich nicht spekulieren."

DEB reagiert mit Unverständnis

Mit Unverständnis hat der DEB auf den Schritt der NADA reagiert. DEB-Sportdirektor Franz Reindl sagte bei der Weltmeisterschaft in Halifax: "Ich bin überrascht und kann es nicht nachvollziehen." Er verwies darauf, dass auch während der WM deutsche Spieler kontrolliert wurden: "Die NADA war hier in Kanada schon zweimal an einem Tag zu Besuch und hat zehn Spieler kontrolliert. Das ist heftig."

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