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Eishockey: WADA fordert WM-Ausschluss von Busch

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Eishockey  

WADA fordert WM-Ausschluss von Florian Busch

06.05.2008, 19:42 Uhr | dpa, sid

Der Fall Florian Busch zieht immer weitere Kreise. (Foto: imago)Der Fall Florian Busch zieht immer weitere Kreise. (Foto: imago) Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) steht wegen des Falls Florian Busch jetzt auch international am Pranger. Die Welt Anti Doping Agentur (WADA) hat den Eishockey-Weltverband (IIHF) aufgefordert, den deutschen Nationalspieler bei der WM in Kanada zu sperren und eine Untersuchung wegen eines möglichen Dopingvergehens einzuleiten. Seit dem milden Urteil des DEB gegen den Spieler der Berliner Eisbären, der eine Dopingkontrolle zunächst verweigert hatte, habe die WADA vergeblich Auskunft über die DEB-Statuten verlangt. Laut einer Mitteilung will die WADA so über ihr Widerspruchsrecht befinden.

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WADA will Rechtsmittel einlegen

Der DEB habe aber vor Ende der WM keine Fragen beantworten wollen. "Wegen dieses Mangels an Zusammenarbeit hat die WADA nun formell die IIHF aufgefordert, Schritte gegen den Spieler auf der Basis der IIHF-Regeln zu ergreifen und ihn vorsorglich von jedem Wettbewerb zu suspendieren", sagte Sprecher Frederic Donze. Die IIHF hatte vor WM-Beginn grünes Licht für Busch gegeben. Zudem hatte sie verbreitet, die WADA werde keine Rechtsmittel gegen das DEB-Urteil einlegen. Das bezeichnete die Agentur als Falschmeldung.

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Reindl: "Busch ist spielberechtigt"

Verwundert äußerte sich DEB-Sportdirektor Franz Reindl. Man habe alle Informationen zur Verfügung gestellt, "ich weiß nicht, wer sich da auf den Schlips getreten fühlt, dass so ein Riesenzinnober gemacht wird." Für Reindl steht fest: "Busch ist für das gesamte Turnier spielberechtigt."

DOSB-Präsident Bach hofft auf Einigung

Anfang der Woche hatte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) den Kooperationsvertrag mit dem DEB gekündigt, weil Nationalspieler Busch nicht gesperrt und sogar für die WM nominiert wurde. DOSB-Präsident Thomas Bach wollte über mögliche Folgen nicht spekulieren. "Ich will den Entscheidungen der Politik nicht vorgreifen", sagte Bach, gab jedoch seiner Hoffnung auf eine Einigung zwischen den Parteien Ausdruck: "Wir haben angeregt, den Fall einem Schiedsgericht zu unterbreiten und dann dessen Entscheidung anzuerkennen. Die Gespräche sind noch nicht zu Ende." Dem Urteil eines Schiedsgerichtes würde sich auch der DEB unterwerfen.

Fördermittel stehen auf dem Spiel

Allerdings gerät der Verband auch durch die Politik immer stärker unter Druck. "Ich denke, wir müssen jetzt sorgfältig prüfen, wie es mit der weiteren Förderung aus Steuermitteln aussieht", sagte der Sportausschussvorsitzende Peter Danckert (SPD). Der DEB kassiert jährlich 600.000 Euro öffentliche Zuschüsse. Über mögliche Konsequenzen wird bereits am Mittwoch im Sportausschuss des Bundestages diskutiert.

Politiker wollen harte Linie

Unterdessen bezogen die sportpolitischen Sprecher der Parteien klar Stellung. "Wenn ein Vertragspartner, wie in diesem Fall der DEB, die Regeln der NADA nicht einhält, dann ist es die logische Konsequenz, dass er die öffentliche Sportförderung verliert", sagte Detlef Parr von der FDP. Auch SPD-Sportpolitikerin Dagmar Freitag deutete eine harte Linie an: "Wenn der DEB mit diesem Strickmuster durchkommt, dann ist das eine Blaupause für jeden Athleten und Verband, der möglicherweise dopen will."

DEB hält Vorgehen für richtig

Der DEB selbst sieht die Sache anders. Vizepräsident Uwe Harnos geht nicht von einer Streichung der Fördergelder aus: "Der Zuwendungsbescheid kann nur bei extremen Voraussetzungen widerrufen werden. Ich gehe aber davon aus, dass wir uns auf rechtsstaatlichem Boden befinden und wir uns richtig verhalten haben."

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