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Eishockey: Kreutzer würde Sperre der NADA nicht akzeptieren

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Eishockey  

Kreutzer würde Sperre nicht akzeptieren

30.07.2008, 17:26 Uhr | dpa

Daniel Kreutzer geht auf Konfrontationskurs. (Foto: imago)Daniel Kreutzer geht auf Konfrontationskurs. (Foto: imago) Dem deutschen Eishockey steht möglicherweise ein Sommertheater bevor. In der Affäre um Verstöße gegen die Meldeauflagen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wollen betroffene Nationalspieler und deren Klubs Sperren nicht akzeptieren. "Sollte ich gesperrt werden, werde ich dagegen vorgehen. Das lasse ich mir nicht gefallen", sagte Daniel Kreutzer von den DEG Metro Stars.

Er gehört mit seinem Düsseldorfer Teamkollegen Robert Dietrich, der zu den Nashville Predators wechselt, zu den fünf Akteuren, denen Sanktionen drohen.

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Kreutzer: "Das ist lächerlich"

Beide DEG-Spieler füllten das Internet-Meldeformular der NADA gemeinsam aus und begingen dabei einen Fehler. "Wir haben für Juli gemeldet und vergessen, August und September anzuklicken. Das ist ein Formfehler, nichts weiter", sagte Kreutzer, der wie Dietrich das Versäumnis mittlerweile nachgeholt hat. Trotzdem wurden in diesen beiden und drei weiteren Fällen von der Deutschen Eishockey Liga Verfahren eingeleitet. "Das ist lächerlich, denn noch läuft der Juli ja", wetterte Kreutzer.

Sperre oder nur Verwarnung

Der Anti-Doping-Beauftragte des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Eckard Schindler, kündigte eine zeitnahe Entscheidung und unterschiedlich harte Sanktionen an. "Dem einen steht vielleicht eine öffentliche Verwarnung bevor, dem anderen eine Sperre", sagte er. Nach der herben öffentlichen Kritik im Frühjahr, als Nationalspieler Florian Busch von Meister Eisbären Berlin nach einer verweigerten Doping-Kontrolle nicht gesperrt wurde, ist diesmal mit einem härteren Durchgreifen des DEB zu rechnen.

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DEG unterstützt Spieler

Kreutzer fühlt sich vom Verband alleingelassen. "Dafür, dass das Meldesystem mittlerweile so wichtig ist, sollten die Leute auch geschult werden", sagte Kreutzer, der von seinem Klub Unterstützung erhielt. "Die Regeln sind sehr streng. Viele wissen nicht, wie sie mit dem Meldesystem umgehen müssen", sagte DEG-Manager Lance Nethery.

DEB verspricht Veränderungen

Der DEB zeigt auf der einen Seite Verständnis. "Da ist der Verband in der Pflicht. Wir sind auf dem Weg, die Spieler möglichst lückenlos zu schulen", sagt Schindler. Allerdings wundert sich der vor kurzem installierte Anti-Doping-Kämpfer auch: "Auf der Internetseite der NADA ist alles genau erklärt. Die Spieler kennen sich mittlerweile mit Playstation, Internet und Computern bestens aus. Da ist das doch ein Klacks."

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