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Eishockey - DEL: Rekordsieg für die Eisbären in neuer Arena

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Eishockey - DEL  

Zur Hallen-Eröffnung feiert Berlin ein Schützenfest

14.09.2008, 19:58 Uhr | dpa

Berlins Florian Busch (l.) und Augsburgs Matt Ryan (Foto: ddp) Mit einer rauschenden Eröffnungs-Gala in der neuen O2-World und einem Rekord-Ergebnis haben sich die Eisbären Berlin an die Spitze der Deutschen Eishockey-Liga katapultiert - Vizemeister Köln geht dagegen schweren Zeiten entgegen.

Meister EHC stürzte den bisherigen Überraschungs-Tabellenführer Augsburger Panther mit 11:0 von Rang eins - so hoch haben die Eisbären in der DEL zuvor noch nie gewonnen.

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Haie kassieren nächste Pleite

Während die Berliner nun mit vier Siegen eine makellose Bilanz aufweisen, stehen die Haie nach einer peinlichen 1:5-Heimpleite gegen DEL-Rückkehrer Kassel Huskies auch nach fünf Spielen noch ohne Punkt da. Die Vorstandsetage sah sich nach dem schlechtesten Saisonstart seit 1973 zu einer demonstrativen Rückendeckung für den Chefcoach veranlasst: "Um allen Spekulationen vorzubeugen: Doug Mason wird unser Trainer bleiben", verkündete Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin.

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Torfestival beginnt nach fünf Minuten

Bei der Heim-Premiere der Eisbären in der ausverkauften O2-World hatte nur der Stadionsprecher zunächst Schwierigkeiten mit dem Namen der neuen Eisbären-Heimstätte und begrüßte die 14.000 Zuschauer zunächst mit "Herzlich willkommen im Wellblechpalast". Die Berliner Profis machten dagegen schon im ersten Drittel kurzen Prozess gegen die mit drei Erfolgen gestarteten Augsburger. Deron Quint sorgte nach 5:14 Minuten in Überzahl für das erste Tor in der nach nordamerikanischem Vorbild errichten Mehrzweckarena.

Überforderte Augsburger

Am Schützenfest der Berliner beteiligten sich zudem Steve Walker (2), Denis Pederson (2), Florian Busch (2), Alexander Weiß, Daniel Weiß, Frank Hördler und Andy Roach. Die Gäste hatten zwar Pech mit zwei Pfostentreffern, waren aber insgesamt wie oft in den vergangenen Partien gegen den Meister überfordert. Die Berliner versetzten die Zuschauer auch ohne den gesperrten Sven Felski sofort wieder in Feierstimmung und ließen den alten Wellblechpalast fast schon vergessen.

Riesenstimmung in der neuen Arena

"Die Stimmung ist unglaublich, die Halle wird angenommen. Es ist wunderschön", sagte Routinier Stefan Ustorf vor der ersten Pause. Aus der Berliner Fan-Ecke klangen weiterhin die gewohnten "Dynamo"- und "Ost-Berlin"-Sprechchöre und später "Oh, wie ist das schön".

Köln verliert Partie im ersten Drittel

Köln lag schon nach dem ersten Drittel gegen Kassel mit 0:3 zurück, Ryan Gaucher (5.), Dustin Wood (12.) und Sean Tallaire (15.) brachten den Neuling auf die Siegerstraße. "Nach dem 0:3 hatten die Spieler den Kopf zwischen den Knien", sagte Mason, der sich zu Fragen nach seiner Situation nicht äußerte. "Hier muss jeder mit dem Druck fertig werden", erklärte der 53-Jährige nur.

Haie von den Huskies vorgeführt

Nach der Auftakt-Niederlage gegen Meister Eisbären Berlin, zwei Pleiten im Derby gegen Düsseldorf und einem blamablen 4:6 in Iserlohn führte nun Kassel die Domstädter mit einfachen Mitteln vor. Aus einer massierten Abwehr starteten die Huskies, die schon zu ihrem dritten Saisonsieg kamen, immer wieder schnelle Gegenangriffe. Nochmals Tallaire (48.) und Hugo Boisvert (51.) hatten die Gäste bereits mit 5:0 in Front geschossen, ehe Kamil Piros (52.) das erste und einzige Tor für die Haie gelang. "Wir können nach nur fünf Spielen nicht alles über den Haufen werfen, was wir vor zehn Tagen für richtig gehalten haben", betonte Geschäftsführer Eichin dennoch.

Frankfurt gewinnt in Düsseldorf

In einem weiteren Sonntags-Spiel gewannen die Frankfurt Lions bei den DEG Metro Stars mit 3:2. Die Entscheidung erzwang Chris Taylor mit seinem zweiten Treffer fünf Minuten vor Schluss. Den Straubing Tigers gelang mit einem 4:2 gegen die Iserlohn Roosters der erste Saisonsieg. Im Niedersachsen-Derby setzte sich der EHC Wolfsburg überraschend deutlich mit 5:0 gegen die Hannover Scorpions durch, der dritte Derbysieg für die Grizzly Adams. Und Krefeld gewann mit 6:1 gegen das noch sieglose Schlusslicht Duisburg. Mit drei Siegen in drei Partien haben die Pinguine wie die Eisbären noch eine blütenweiße Weste.

Nürnberg verpasst die Champions League

Die Nürnberg Ice Tigers haben den Einzug in die lukrative Eishockey-Champions-League trotz Heimvorteils verpasst. Nach der 1:4-Auftaktniederlage der Franken gegen den SC Bern konnte der HC Kosice am Samstag beim Qualifikations-Turnier in Nürnberg nicht die nötige Schützenhilfe leisten und verlor gegen die Schweizer mit 4:5 (0:2, 3:2, 1:1). Der SC Bern stand damit frühzeitig als Turniergewinner und Teilnehmer an der europäischen Königsklasse fest. Nürnberg konnte mit dem 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) gegen den slowakischen Vertreter Kosice immerhin einen versöhnlichen Abschluss des Mini-Turniers feiern. In der Hauptrunde der Champions League sind aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) damit allein die Eisbären Berlin mit dabei.

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