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Keine Doping-Sperre für Nationalspieler Busch

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Eishockey  

Keine Doping-Sperre für Nationalspieler Busch

03.12.2008, 17:21 Uhr | dpa, sid

Kann aufatmen: Florian Busch (Foto: imago)Kann aufatmen: Florian Busch (Foto: imago) Nationalspieler Florian Busch ist mit einem blauen Auge davongekommen und aus formaljuristischen Gründen trotz Verweigerung einer Doping-Kontrolle nachträglich nicht gesperrt worden. Dies entschied das Adhoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

"Es gibt keinen Anlass, Freude zum Ausdruck zu bringen. Dafür ist der Schaden, der durch die Angelegenheit angerichtet wurde, viel zu groß", kommentierte DEB-Präsident Uwe Harnos das veröffentlichte Urteil.

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Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

Als Begründung führte der Schiedsgerichtsvorsitzende Stephan Netzle an, dass der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zum Zeitpunkt des Vergehens den Code der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) nicht in sein Regelwerk aufgenommen hatte. Zudem hatte Busch keine Athletenvereinbarung unterschrieben. Deshalb ist die Klage der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abgewiesen worden. Gegen den Schiedsspruch gibt es keine Berufungsmöglichkeit mehr. "Jetzt gilt es, verlorenes Vertrauen durch entsprechende Verhaltensweisen zurückzugewinnen", sagte Harnos. Erst im Juli hatte der DEB den NADA-Code ins Regelwerk aufgenommen.

NADA bedauert Entscheidung

Harnos räumte die Versäumnisse ein: "Wir tragen die Verantwortung dafür, dass die Athletenvereinbarung nicht unterschrieben war." Die NADA bedauerte unterdessen die Entscheidung. "Es ist traurig, dass durch Versäumnisse eines Verbandes klare Anti-Doping-Regelungen nicht angewendet werden können", sagte der Vorstandsvorsitzende Armin Baumert. "Das gefährdet nicht nur das Doping-Kontrollsystem, sondern wird auch internationale Kritik nach sich ziehen. Die Gleichbehandlung von Sportlern ist nicht gewährleistet."

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Busch: "War eine bittere Lehre für mich"

Bereits Stunden nach Bekanntgabe des DOSB-Spruches gehörte der 23-jährige Busch zum Kader der Eisbären, die im Champions-League-Spiel gegen Metallurg Magnitogorsk antreten mussten. "Natürlich bin ich froh über die Entscheidung des Schiedsgerichts und ich hoffe, dass die ganze Sache damit vorbei ist", sagte er. "Der Fehler, das will ich nochmals sagen, lag bei mir und war eine bittere Lehre für mich. Ich möchte mich jetzt wieder voll und ganz aufs Eishockey konzentrieren." Eisbären-Manager Peter John Lee sagte: "Es ist ein logisches Urteil. Wir sind erleichtert."

Krupp plant weiterhin mit Busch

Offen ließ DEB-Chef Harnos, ob Stürmer Busch wieder für die Auswahl nominiert wird. Bundestrainer Uwe Krupp unterstrich dagegen: "Ich hätte ihn schon gern wieder dabei. Wenn er nicht gesperrt ist, dann ist er bei uns in der Nationalmannschaft." Beim Länderspiel am 17. Dezember gegen die Schweiz in Hamburg wird er wegen eines DEL-Spiels der Eisbären am Tag zuvor aber auf jeden Fall fehlen.

Geldstrafe und eine Verwarnung

Die WADA hatte eine zweijährige Sperre für Busch gefordert, der DEB verfügte nur eine Geldstrafe von 5000 Euro und eine Verwarnung. In der Begründung betonte das Adhoc-Gericht, dem neben Netzle noch Franz Steinle und Ullrich Haas angehörten, dass nach dem NADA-Code die "vorsätzliche Verweigerung einer Dopingprobe mit einer zweijährigen Sperre sanktioniert werden müsste". Und zwar ungeachtet der Tatsache, dass einige Stunden später nach der Verweigerung noch eine Dopingkontrolle bei Florian Busch durchgeführt werden konnte und diese zu einem negativen Ergebnis führte.

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Verweigerung eines Tests gilt als positiver Befund

Busch hatte am 6. März eine NADA-Kontrolle verweigert. Allerdings war er einige Stunden später doch noch dazu bereit gewesen. Nach den Richtlinien der WADA ist eine Verweigerung eines Tests als positiver Befund zu bewerten und mit einer Sperre zu ahnden. Der DEB sanktionierte Busch am 24. April mit einer öffentlichen Verwarnung, einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit, sah den Fall als abgeschlossen an und nominierte den Nationalstürmer für die Weltmeisterschaft im Mai in Halifax/Kanada. Daraufhin sperrte das Bundesinnenministerium Anfang Mai die Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro.

Harnos: "Das hat Spuren hinterlassen."

"Das hat Spuren hinterlassen", stellte Harnos fest. Zukünftig würden Spieler, die Doping-Tests verweigerten, nicht für internationale Maßnahmen berücksichtigt.

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