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Eishockey-WM: DEB-Team blamiert sich gegen Frankreich

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Eishockey-WM  

Deutschland blamiert sich gegen Frankreich

29.04.2009, 00:48 Uhr | t-online.de, dpa

Frankreich und Deutschland lieferten sich einen harten Kampf. (Foto: dpa)Frankreich und Deutschland lieferten sich einen harten Kampf. (Foto: dpa) Eishockey-Schock in der Schweiz: Nach einer handfesten Blamage in Bern muss die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in die Abstiegsrunde. Mit dem 1:2 (1:2, 0:0, 0:0) gegen Außenseiter Frankreich verlor das DEB-Team auch das dritte Vorrundenspiel und verpasste damit die Zwischenrunde. Als nächster WM-Gastgeber kann die deutsche Auswahl diesmal zwar nicht absteigen, nun aber warten drei bedeutungslose Partien gegen unattraktive Gegner.

Erster Kontrahent ist am Freitag Norwegen oder Dänemark, am Samstag folgt eine Partie gegen Lettland oder Österreich und am Montag der WM-Abschied gegen Aufsteiger Ungarn.

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Früh in Rückstand

Die Franzosen gingen durch Anthoine Lussier (4.) früh in Führung, NHL-Profi Jochen Hecht (5.) glich aber im Powerplay mit seinem ersten Turniertor postwendend den Rückstand aus. Luc Tardif (17.) brachte die Franzosen noch im ersten Drittel erneut in Front und entschied damit die Partie. Der DEB-Auswahl gelang es in den verbleibenden zwei Dritteln nicht, das französische Team entscheidend unter Druck zu setzen und nochmals den Ausgleich zu erzwingen. Damit sicherte sich Frankreich vorzeitig den Klassenerhalt. Bundestrainer Uwe Krupp hatte seine Sturmreihen nach dem 0:5 gegen Titelverteidiger Russland und dem 2:3 gegen die Schweiz kräftig durcheinander gewirbelt. Gleich drei der vier Formationen stellte Krupp neu zusammen. "Wir haben uns in der Offensive bisher noch nicht ausreichend durchgesetzt. Deshalb der Wechsel", begründete der Bundestrainer seine Maßnahme.

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Schlimme Abwehrfehler

Krupp sah im ersten Drittel vor allem aber schlimme Patzer in der Abwehr. Nach Fehler von NHL-Profi Christoph Schubert schob Lussier den Puck durch die Beine von Torhüter von Dimitri Pätzold. Nach dem schnellen Ausgleich von Hecht, der in Überzahl einen Schuss von Michael Bakos sehenswert abfälschte, erlaubte sich Frank Hördler hinten einen Fehlpass. Am Ende stocherte Tardif nach, und der Puck rutschte im Zeitlupentempo über die Torlinie. Schon zuvor hatte Pätzold mit guten Paraden weitere Gegentore verhindert.

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Schubert im Pech

Auf der Gegenseite hatte Schubert Pech mit einem Pfostenschuss (19.). Doch insgesamt tat sich die deutsche Mannschaft schwer gegen die Franzosen, die auf ihre Konter warteten und mit viel Einsatz nur noch wenige Chancen zuließen. Selbst in Überzahl fiel Krupps oft kraftlos und schwerfällig wirkenden Schützlingen kaum etwas ein.

Krupp im Visier der Fans

Einige deutsche Fans unter den knapp 10.000 Zuschauern wurden schon im zweiten Drittel ungeduldig. Vor dem letzten Drittel wurden die deutschen Spieler mit einem Pfeifkonzert empfangen, doch dann gab es auch Anfeuerungsrufe. Christoph Ullmann hatte in Unterzahl die erste gute Chance im Schlussabschnitt, vergab aber den Ausgleich (50.). Ein Jahr nach seiner Fan-Schelte bei der WM in Kanada geriet auch Bundestrainer Krupp im Schlussdrittel in die Kritik, als deutsche Zuschauer brüllten: "Uwe, das ist dein letztes Spiel." Philip Gogulla traf kurz vor Schluss ebenfalls nur den Pfosten (59.).

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