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Eishockey: Hannover zieht erstmals ins DEL-Finale ein

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Hannover feiert Finalpremiere

13.04.2010, 20:48 Uhr | dpa, dpa

Eishockey: Hannover zieht erstmals ins DEL-Finale ein. Die Scorpions bejubeln den dramatischen dritten Sieg im Halbfinale. (Foto: dpa)

Die Scorpions bejubeln den dramatischen dritten Sieg im Halbfinale. (Foto: dpa)

Sascha Goc hat die Hannover Scorpions zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft geschossen. Der Verteidiger erzielte in der zweiten Minute der Verlängerung das entscheidende Tor zum 5:4 (1:2, 2:2, 1:0) im dritten Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt. Die ersten beiden Spiele der Serie hatte Hannover 6:0 und 4:1 gewonnen.

"Das Glück war auf unserer Seite", sagte Scorpions-Coach Hans Zach, der nun zum vierten Mal deutscher Meister werden kann. Chris Herperger (57.) rettete sein Team vor 6996 Zuschauern in der heimischen TUI-Arena in die Verlängerung. Zuvor hatten Ben Cottreau und Goc (beide 33.) Hannover nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand mit einem Doppelschlag wieder ins Spiel gebracht. Am Mittwoch können die Augsburger Panther folgen, die in ihrer Serie mit 2:0-Siegen gegen den EHC Wolfsburg führen.


Kurioses Tor fast von der Grundlinie

Im Gegensatz zu den ersten Spielen zeigte sich Ingolstadt stark verbessert und bestimmte lange Zeit das Geschehen. Von der Kaltschnäuzigkeit der Scorpions war zunächst wenig zu spüren. Das Zach-Team leistete sich zudem einige Zeitstrafen. So fiel die Führung der Gäste durch Joe Motzko (6.) in Überzahl. Ein kurioses Tor von Klaus Kathan nur 49 Sekunden später brachte den vorübergehenden Ausgleich. Der Scorpions-Angreifer hatte Ingolstadts Keeper Dimitri Pätzold mit einem Schuss fast von der Grundlinie überwunden.


Ingolstadt dreht im Mittelabschnitt richtig auf

Kurz vor dem Ende des ersten Drittels brachte Carl Corazzini (20.) den ERC erneut in Führung. Die Gäste drehten im Mittelabschnitt richtig auf. Jakub Ficenec mit einem Schuss von der blauen Linie erneut in Überzahl (29.) und wieder Corazzini (30.) schossen Ingolstadt deutlich in Führung.

Zach winkt der perfekte Abschluss

Dank der erfolgreichen Aufholjagd steht der ehemalige Bundestrainer Zach zum sechsten Mal in einer Finalserie und könnte zum möglichen Abschied seiner DEL-Karriere nach 1991, 1992 und 1993 noch einmal deutscher Meister werden. Der 61-Jährige, der seine bisherigen Titel alle mit der Düsseldorfer EG gesammelt hatte, verlässt die Scorpions nach der Saison.

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