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Eishockey-WM: Deutschland setzt auf Heimvorteil

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Eishockey-WM  

Eis-Zeit: Krupps Cracks setzen auf Heimvorteil

07.05.2010, 17:33 Uhr | dpa, dpa

Eishockey-WM: Deutschland setzt auf Heimvorteil. Die deutschen Eishockey-Spieler wollen bei der Heim-WM jubeln können. (Foto: imago)

Die deutschen Eishockey-Spieler wollen bei der Heim-WM jubeln können. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Vor dem Weltrekord-Start der Eishockey-WM setzt das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf den Heimvorteil und das Prinzip Hoffnung. "Ich hoffe, dass wir das Spiel gegen die USA gut überstehen. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft findet", sagte Eishockey-Legende Erich Kühnhackl vor der Eröffnungsparty der 74. Weltmeisterschaft am Freitag (ab 20 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Auf der Euphoriewelle von 76.152 Zuschauern auf Schalke wollen die Cracks von Bundestrainer Uwe Krupp zur Überraschung gegen die US-Boys reiten und die Tür zum Minimal-Ziel Zwischenrunde öffnen.

Krupp: "Dieser Tag wird eine Riesensache"

"Die Stimmung in Gelsenkirchen wird überragend sein", verspricht WM-Organisationschef Franz Reindl. Der erste Test der zum Eis-Tempel umgebauten Fußball-Arena des FC Schalke 04 blieb am Donnerstag der DEB-Auswahl vorbehalten. Schon vor dem Abschlusstraining brannte die Mannschaft vor Vorfreude auf die Auftaktsause gegen den zweimaligen Weltmeister. "Dieser Tag wird sicher eine Riesensache", meinte Coach Krupp.

Erwartungsdruck ist keine Last

Den Erwartungsdruck durch die Rekord-Kulisse nimmt der 44-Jährige nicht als Last wahr. "Ich bin sicher, dass uns die Euphorie helfen wird. Wir werden bei unserer WM gut spielen", sagte Krupp. Auch Torwart Dimitrij Kotschnew sieht die Mannschaft bereit für den großen Auftritt. "Wir sind fokussiert, konzentriert und gespannt, was uns erwartet", beschrieb der 28-Jährige die Stimmung im DEB-Lager.

Wer wird das deutsche Tor hüten?

Ob der Keeper das gigantische Eröffnungs-Event im deutschen Tor oder auf der Bank erleben wird, ließ der Bundestrainer allerdings bis zur letzten Übungseinheit offen. Der für Spartak Moskau spielende Kotschnew und der Augsburger Dennis Endras lieferten sich ein knappes Duell um den begehrten Platz zwischen den Pfosten. Der Berliner Rob Zepp geht als Nummer drei ins Turnier.

Deutschland setzt auf die Jugend

Ansonsten sind die Rollen auf dem Eis weitgehend vergeben. NHL-Stürmer Marcel Goc soll als Kapitän die DEB-Auswahl anführen und zudem die chronische Abschlussschwäche beheben. DEL-Torschützenkönig Thomas Greilinger hatte Krupp dagegen diese Aufgabe nicht mehr zugetraut und kurz vor Ultimo aussortiert. Stattdessen setzt der Trainer verstärkt auf die Jugend. Nur zehn Akteure aus dem 25-Mann-Kader, den Krupp für die Vorrunde noch um zwei Spieler reduzieren musste, sind älter als 25.

Vom Außenseiter zum Favoritenschreck

"Wir haben eine junge, couragierte Mannschaft", erklärte der Coach. Mit dieser hungrigen Truppe will er den Außenseiter zum Favoritenschreck machen, vor allem aber ein Debakel wie im Vorjahr verhindern, als nur die Gastgeber-Rolle bei dieser WM den sportlich besiegelten Abstieg verhinderte. Seine Schützlinge sendeten zuletzt positive Signale und schlugen sich in der Testphase gegen zumeist stärkere Gegner achtbar. "Die Mannschaft wächst zusammen", versicherte Verteidiger-Talent Justin Krueger.

Letzter Erfolg gegen die USA bei Heim-WM

Gerade die längere Vorbereitungszeit könnte gegen das US-Team ein wichtiges Pfund sein. Die Amerikaner dürften zu Turnierbeginn noch kaum eingespielt sein, müssen sich zudem an die größere Eisfläche und die Zeitumstellung gewöhnen. Die Bilanz spricht mit 31 Siegen in 45 WM-Vergleichen zwar klar für das Team um Kapitän Jack Johnson. Ihren letzten Erfolg allerdings feierte die DEB-Auswahl 1993 mit dem 6:3 in Dortmund bei einer Heim-Weltmeisterschaft.

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